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	<title>Vegipedia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-13T15:58:06Z</updated>
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		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Ern%C3%A4hrung&amp;diff=209</id>
		<title>Vegane Ernährung</title>
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		<updated>2020-07-19T05:08:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* kritische Nährstoffe */&amp;quot;meisten&amp;quot; gestrichen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine vegane Ernährung unterscheidet sich von herkömmlichen Ernährungsweisen dadurch, dass hierbei auf Nahrung tierlichen Ursprungs verzichtet wird. So wird weder [[Fleisch]], noch [[Fisch]], noch [[Milch]], noch [[Eier]] gegessen. Einige Veganer verzichten zudem auf [[Honig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionen von Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eV. (DGE) ist eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen in einer rein pflanzlichen Ernährung nicht oder nur schwer möglich. Der kritischste Nährstoff sei Vitamin B12.  Für Schwangere und Kleinkinder spricht die DGE keine Empfehlung für eine vegane Ernährung aus. Weiterführende Informationen finden sich im Artikel [[Vegane Kinderernährung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anzumerken ist hier, dass die DGE im internationalen Vergleich mit großen Ernährungsorganisationen anderer Länder mit dieser Position durchaus eine Sonderstellung einnimmt. So halten sowohl die Working Group of the Italian Society for Human Nutrition&amp;lt;ref&amp;gt;Agnoli C. et al. (2017) Position paper on vegetarian diets from the working group of the Italian Society of Human Nutrition, Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases, Volume 27, Issue 12:1037–1052&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/j.numecd.2017.10.020 &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Academy of Nutrition and Dietetics]] (USA)&amp;lt;ref&amp;gt;Melina V. et al. (2016) Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets, J Acad Nutr Diet. 2016 Dec;116(12):1970-1980.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Dietitians of Canada&amp;lt;ref&amp;gt;Mangels A. R. et al. (2003) Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets, J Am Diet Assoc. 2003 Jun;103(6):748-65&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1053/jada.2003.50142 &amp;lt;/ref&amp;gt;, als auch die British Nutrition Foundation&amp;lt;ref&amp;gt;Philips, F.(2005)Vegetarian Nutrition, Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 132–167&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1111/j.1467-3010.2005.00467.x&amp;lt;/ref&amp;gt; eine gut geplante vegane Ernährungsweise für in allen Lebenslagen nährstofflich adäquat und gaben jeweils ein Positionspapier dazu aus. Auch die Dietitians Association of Australia&amp;lt;ref&amp;gt; https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/&amp;lt;/ref&amp;gt; geben auf ihren Onlinepräsenzen einer gut geplanten veganen Ernährungsweise grünes Licht.&lt;br /&gt;
Auf ihrer Website gibt die DGE als Begründung für diese unterschiedliche Positionierung die mangelnde Datenlage für Deutschland spezifische vegane Ernährungsweisen an. So sei im Vergleich zu Amerika die Anreicherung mit Mineralstoffen und Vitaminen in Deutschland weniger verbreitet und eine Aufnahme der kritischen Nährstoffe dadurch insgesamt etwas schwerer als in anderen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] rät insbesondere neuen VeganerInnen dazu sich Unterstützung in Form einer [[Ernährungsberatung]] einzuholen, um sicherzustellen, dass die vegane Ernährung gut geplant ist und alle kritischen Nährstoffe gut abgedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Extreme vegane Ernährungsformen==&lt;br /&gt;
Da der Veganismus in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Umfrage für Vegane Gesellschaft Deutschland eV. (2016) (n=1000): https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171139/https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (2015-2019)  (n=23.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Folge dessen von Lifestyle Coaches der Abnehmszene, sowie esoterischen Gurus für sich entdeckt worden ist, sind heute immer wieder extreme Essenstrends ([[Rohkost]], [[Urkost]], [[basische Ernährung]] und weitere) als auch Scharlatane in der Bewegung zu sehen, die sich des Labels bedienen.&lt;br /&gt;
Der DGE zu Folge weisen &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;[s]triktere Ernährungsweisen, wie eine streng makrobiotische oder eine Rohkost-Ernährung [...] häufig einen geringen Energiegehalt sowie einen geringen Gehalt an einer Reihe von Nährstoffen auf.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==kritische Nährstoffe==&lt;br /&gt;
Tierliche Nahrungsquellen sind für den Menschen eine bedeutende Quelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff essentiellen Nährstoffen]. Diese Nährstoffe lassen sich jedoch auch aus nicht-tierlichen Nahrungsmitteln aufnehmen. Wie in einer mischköstlichen/omnivoren Ernährungsweise, gibt es allerdings auch bei einer tierfreien Ernährung einige kritische Nährstoffe auf die man dabei besonders Rücksicht nehmen sollte. Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] (DGE) führt dabei folgende Nährstoffe als kritisch für vegane Ernährungsweisen auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Protein]] bzw. [[essentielle Aminosäuren|unentbehrliche Aminosäuren]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[langkettige n3-Fettsäuren]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vitamine ([[Vitamin B2|B2]], [[Vitamin B12|B12]], [[Vitamin D3|D3]]) und&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mineralstoffe ([[Calcium]], [[Eisen]], [[Jod]], [[Zink]], [[Selen]])&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei nehme die Versorgung des Körpers mit dem [[Vitamin B12]] (Cobalamin) die kritischste Rolle ein.&lt;br /&gt;
In ihrem Positionspaper legen die Wissenschaftler der DGE dar, wie eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Nährstoffen dennoch gewährleistet werden könne. Dabei gebe es insbesondere für das [[Vitamin B12]] derzeit keine zuverlässigen Belege, dass eine ausreichende Aufnahme ohne [[Supplemente]] sichergestellt werden könne&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=T%C3%A4terethik&amp;diff=208</id>
		<title>Täterethik</title>
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		<updated>2020-06-21T15:45:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Korrektur Link Google Books&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Täterethik (auch Täter-Ethik oder Täterideologie) ist ein tierethisches Konzept, das Tierrechtlern unterstellt worden ist. Es handelt sich dabei um eine Fehlinterpretation oder Verzerrung von tatsächlich vertretenen tierethischen Positionen. Dem Konzept zu Folge, würden Tierrechtler sich nicht um die Leiden der Opfer von Taten scheren, sondern lediglich auf die Täter schauen. Das sei die Erklärung, warum Tierrechtler es Menschen moralisch verbieten würden Tiere zu töten, das Töten den Raubtieren jedoch erlaubten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff Täterethik findet vor allem auf dem Facebook-Profil des Bauernverbandes Schleswig-Holstein Verwendung. (Einige Beispiele aus dem ersten Halbjahr 2019)&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH (26.07.2019) Facebook-Kommentar zur Täter-Ethik&amp;lt;br&amp;gt; [nicht mehr online abrufbar]&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://abload.de/image.php?img=bauernverbandethikderdbjvc.png &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(27.06.2019) Miniaturwunderland &amp;lt;br&amp;gt;https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2348367338587870 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2348367338587870&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(31.05.2019) Kontaktstelle für Tierschutzextremismus&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2297535347004403&amp;lt;br&amp;gt;Archiv:http://web.archive.org/web/20200504185548/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2297535347004403 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(17.05.2019) Dein Meerschwein steckt im Käfig? Pass bloß auf!&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2273136922777579 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191619/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2273136922777579 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(16.05.2019) Täter-Ethik der Tierrechtler zeigt sich in Holland!&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2271469642944307 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191806/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2271469642944307 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(10.05.2019) Aldi und die Täter-Ethik&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2261291980628740 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504190131/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2261291980628740 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(18.04.2019) Natürliche Tierquälerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2219642488127023 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2219642488127023 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(02.02.2019) Marketingfail&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2109142335843706 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191440/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2109142335843706 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(02.04.2019) Veganer stürmen australische Farm&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2198504546907484 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191112/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2198504546907484 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(28.03.2019)Schmitz vertritt Täterethik im Deutschlandfunk&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2191671234257482 &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: http://web.archive.org/web/20200504190818/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2191671234257482 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(19.02.2019) Tierrechtler rechtskräftig verurteilt&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2136952829729323 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191008/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2136952829729323 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(25.01.2019) Täter-Ethik der Tierrechtler&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2096948040396469 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504185939/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2096948040396469 &amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem verwendete ein Autor den Begriff in einem Gastbeitrag auf dem „BlogAgrar“ im November 2018 mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;Die Täter-Ethik der Tierrechtler&amp;lt;/q&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BlogAgr&amp;quot;&amp;gt;Hauschild, S.(27.11.2018) Die Täter-Ethik der Tierrechtler, BlogAgrar &amp;lt;br&amp;gt; https://blogagrar.de/meinung/die-taeter-ethik-der-tierrechtler/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://blogagrar.de/meinung/die-taeter-ethik-der-tierrechtler/&amp;lt;/ref&amp;gt; Derselbe Autor warf Tierrechtlern dieses Konzept im Januar 2019 bei einer Meinungsabfrage des NDRs zum Thema der Tierliebe unserer Gesellschaft vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDR&amp;quot;&amp;gt;Hauschild, S. (2019) Die Debatte – NDR – Ihre Meinung, wie tierlieb sind wir.&amp;lt;br&amp;gt;[Nicht mehr online abrufbar]&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://abload.de/image.php?img=tter-ethikndrmeinung-r4kyj.png&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung des Begriffes durch diesen Autor deckt sich dabei mit den Äußerungen auf der Facebook-Seite des Bauernverbandes. Zudem wurde der Bauernverband Schleswig-Holstein in einem Artikel des Agrarmagazins topagrar vom Juli 2019 befragt und mit Äußerungen wie &amp;lt;q&amp;gt;Täterideologie&amp;lt;/q&amp;gt; und &amp;lt;q&amp;gt;Täterethik des Tierrechts&amp;lt;/q&amp;gt; zitiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;topagrar&amp;quot;&amp;gt;Deter, A.(01.07.2019) Kritik per Modellbahn - Miniatur Wunderland plakatiert Tierrechtlersprüche&amp;lt;br&amp;gt;https://www.topagrar.com/panorama/news/miniatur-wunderland-plakatiert-tierrechtlersprueche-11584186.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.topagrar.com/panorama/news/miniatur-wunderland-plakatiert-tierrechtlersprueche-11584186.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konzept und Kritik==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Unterstellter Täterfokus===&lt;br /&gt;
Mit dem Anführen einer angeblichen Täterethik geht der Vorwurf einher, Tierrechtler würden sich nur am Täter orientieren. Das Opfer selbst bleibe dabei unberücksichtigt und falle hinten rüber. &lt;br /&gt;
Im BlogAgrar-Beitrag vom 27.11.2018 heißt es:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Soweit scheint das schlüssig, aber nur solange man die Perspektive des „Täters“ einnimmt, sei es Mensch oder Wolf. Aber was ist mit der Sicht des Opfers? Dem Schwein oder der Robbe ist es doch herzlich egal, ob der Mensch es isst oder der Wolf/Eisbär es frisst.&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BlogAgr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das problematische an diesem Vorwurf ist, dass unterschlagen wird, dass Tierrechtler in Wahrheit die Interessen des Opfers durchaus mit einbeziehen. Wählt man dabei einen Abwägungsansatz der auf eine Maximierung des Glücks und eine Minimierung des Leids aller Beteiligten abzielt, wiegt man die Interessen des Opfers und die des Täters gegeneinander auf. In beschriebenen Fall ist das Leid des Opfers durch die Tötung zumindest in einer vereinfachten Betrachtung in beiden Fällen vergleichbar. Der Tod des Opfers ist eine Verletzung des Interesseses zu leben unabhängig davon, ob das Opfer von einem Wolf oder von einem Menschen getötet wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Betrachtung des Täters ergeben sich aber durchaus Unterschiede und daher kommt der scheinbare Fokus nur auf die Täter - Mensch oder Raubtier. Beispielsweise ist es wichtig, ob der Täter überhaupt eine andere Handlungsalternative hat. Ein Wolf oder Eisbär kommt nicht um das Töten und essen seiner Beute herum, wenn er leben möchte. Ein Mensch hingegen kann sich - zumindest in Industrienationen - alternativ für eine [[vegane Ernährung]] entscheiden.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Anker|morObjSubj}} Außerdem ist es wichtig zu unterscheiden inwieweit der Täter seine Taten überhaupt moralisch reflektieren kann. In der Philosophie wird häufig unterschieden zwischen &amp;lt;q&amp;gt;moralischem Objekt&amp;lt;/q&amp;gt; und &amp;lt;q&amp;gt;moralischem Subjekt&amp;lt;/q&amp;gt;. Ein moralisches Subjekt besitzt eine ausreichende moralische Refelktionsfähigkeit, um für die eigenen Taten verantwortlich gemacht werden zu können. An ein moralisches Subjekt können daher moralische Forderungen gestellt werden. Darunter fallen die meisten Menschen.&amp;lt;br&amp;gt; Unter die Kategorie &amp;lt;q&amp;gt;moralisches Objekt&amp;lt;/q&amp;gt; fallen etwa Kleinkinder, gegebenenfalls schwer demente oder schwer geistig behinderte Menschen, Menschen mit entsprechenden schweren psychischen Störungen, aber auch nicht-menschliche Tiere. Diese mögen zwar nicht fähig sein komplexen moralischen Forderungen nachzukommen, dennoch sind sie empfindungsfähig und Träger von Interessen und daher moralisch zu berücksichtigen (zumindest wenn man keine kontraktualistische Position vertritt).&amp;lt;ref&amp;gt;Rowlands, M.(2015) Can Animals Be Moral?,Oxford University Press,p.36.&amp;lt;br&amp;gt;ISBN:[https://books.google.de/books?id=q52kDAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA85&amp;amp;dq=can+animals+be+moral&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjmoKCKoJPqAhWk0KYKHeoUCYsQ6AEwAHoECAIQAg#v=snippet&amp;amp;q=moral%20subject&amp;amp;f=false 9780190240301]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vorbringer des Vorwurfes der Täterethik wollen regelmäßig damit argumentieren, dass man strenger gegen Wölfe vorgehen solle, die Schafsherden bedrohen. Dabei kommt ein dritter Aspekt kommt hinzu, wenn man sich die Folgen des Eingreifens für den Täter, den Wolf, ansieht. Wenn zum Schutz der Schafherde der Wolf getötet wird, dann wird der Wolf dadurch selbst zum Opfer. Versetzt man sich in die Perspektive des Wolfes, ist man dadurch nicht bloß in der Perspektive des Täters, sondern auch in der des Opfers zugleich. Es ist verkürzt sich nur auf das eine Opfer des Sachverhaltes zu konzentrieren.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Geforderter Opferfokus===&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf der Täterethik geht gelegentlich die Forderung einher sich eher ausschließlich auf das Opfer zu fokussieren. Dabei werde deutlich, dass der Mensch Tiere - zumindest in westlichen Ländern - in der Regel weniger leidvoll tötet als ein Raubtier. Denn Letzteres frisst gelegentlich schon am noch lebendigen Tier, sobald dieses zu stark verletzt ist, um zu fliehen, während der Mensch mit einer Betäubung sicherzustellen versucht, das Leid des Tieres zureduzieren. Wer den Sachverhalt auf die Opferbetrachtung reduziert, könnte zu der Schlussfolgerung kommen, dass beim Töten durch ein Raubtier mehr Leid entsteht als bei der Tötung durch den Menschen und so das Szenario in dem das Raubtier das Tier tötet eher abzulehnen sein muss.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im BlogAgrar-Beitrag heißt es dazu:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Noch mehr: Das Schwein würde eine saubere Schlachtung sicher den Fangzähnen des Raubtieres vorziehen. Die Schlachtung ist weniger schmerzhaft, dafür schneller. Was der Wolf dagegen macht, ist sehr natürlich, aber eine große Qual für das Opfer.&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BlogAgr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier kommt ein weiteres Problem zum Tragen. Das Gedankenspiel des Autors zeugt vor allem davon, dass er sich eben nicht wirklich in das Opfer hineinversetzt hat. Denn obwohl eine &amp;lt;q&amp;gt;saubere Schlachtung&amp;lt;/q&amp;gt; das weniger leidvolle Szenario wäre, würde sich ein Tier wahrscheinlich nicht für die Schlachtung entscheiden, sondern sich vor beiden Bedrohungen sträuben. &amp;lt;br&amp;gt; Richtig ist, dass die Tötung durch ein Raubtier in der Regel mehr Leid erzeugt als eine &amp;lt;q&amp;gt;saubere Schlachtung&amp;lt;/q&amp;gt; durch den Menschen. Das brächte dem Szenario der Tötung durch ein Raubtier eine höhere Rechtfertigungslast ein. Allerdings wird hierbei erneut die im Kapitel [[Täterethik#Unterstellter Täterfokus|Unterstellter Täterfokus]] erwähnte Sinnlosigkeit der Forderung gegenüber dem Raubtier sich zu rechtfertigen übersehen. Dieses Framing auf das Opfer allein führt erst zu der scheinbaren Widersprüchlichkeit der Position der Tierrechtler.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Vorwurf der Menschenfeindlichkeit===&lt;br /&gt;
Mit dem unterstellen einer Täterethik geht gelegentlich der Vorwurf der Menschenfeindlichkeit einher.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im BlogAgrar-Beitrag heißt es:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In einer Gesellschaft, in der der Stärkere, solange er kein Mensch ist, das Recht hat, zu nehmen, was er bekommt, wollen wahrscheinlich nicht mal die Tierrechtler selber leben. Denn in dieser Welt hätte der Wolf sogar das Recht, Menschen zu töten, wenn er denn nicht anders satt wird. Und wir dürften nichts dagegen tun. Diese Täter-Ethik ist unmenschlich.&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BlogAgr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei wird unterstellt, dass der Mensch nicht intervenieren dürfe, solange er eine Tat nicht als moralisch verwerflich einordne. Wenn man dem Wolf also nicht vorwerfen könne, dass er Schafe auf der Weide reißt, dann müsse man ihn gewähren lassen und sei ihm ausgeliefert. Auch hier kommt das zuvor adressierte Missverständnis der Positionen von Tierrechtlern zum Vorschein. Ein [[Täterethik#Unterstellter Täterfokus|moralisches Objekt]] kann für seine Taten nicht haftbar gemacht werden. Sehr wohl aber darf sich zu den Taten eines moralischen Objektes verhalten werden. Dabei gilt es jedoch selbst moralisch abzuwägen und dementsprechend zuhandeln. Im Umgang mit dem Wolf bedeutet das nach dem mildesten Mittel zur Konfliktvermeidung oder -bewältigung Ausschau zuhalten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=T%C3%A4terethik&amp;diff=207</id>
		<title>Täterethik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=T%C3%A4terethik&amp;diff=207"/>
		<updated>2020-06-21T15:44:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: ISBN zu Google Books Verlinkung Can Animals Be Moral?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Täterethik (auch Täter-Ethik oder Täterideologie) ist ein tierethisches Konzept, das Tierrechtlern unterstellt worden ist. Es handelt sich dabei um eine Fehlinterpretation oder Verzerrung von tatsächlich vertretenen tierethischen Positionen. Dem Konzept zu Folge, würden Tierrechtler sich nicht um die Leiden der Opfer von Taten scheren, sondern lediglich auf die Täter schauen. Das sei die Erklärung, warum Tierrechtler es Menschen moralisch verbieten würden Tiere zu töten, das Töten den Raubtieren jedoch erlaubten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Der Begriff Täterethik findet vor allem auf dem Facebook-Profil des Bauernverbandes Schleswig-Holstein Verwendung. (Einige Beispiele aus dem ersten Halbjahr 2019)&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH (26.07.2019) Facebook-Kommentar zur Täter-Ethik&amp;lt;br&amp;gt; [nicht mehr online abrufbar]&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://abload.de/image.php?img=bauernverbandethikderdbjvc.png &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(27.06.2019) Miniaturwunderland &amp;lt;br&amp;gt;https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2348367338587870 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2348367338587870&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(31.05.2019) Kontaktstelle für Tierschutzextremismus&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2297535347004403&amp;lt;br&amp;gt;Archiv:http://web.archive.org/web/20200504185548/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2297535347004403 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(17.05.2019) Dein Meerschwein steckt im Käfig? Pass bloß auf!&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2273136922777579 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191619/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2273136922777579 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(16.05.2019) Täter-Ethik der Tierrechtler zeigt sich in Holland!&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2271469642944307 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191806/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2271469642944307 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(10.05.2019) Aldi und die Täter-Ethik&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2261291980628740 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504190131/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2261291980628740 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(18.04.2019) Natürliche Tierquälerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2219642488127023 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2219642488127023 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(02.02.2019) Marketingfail&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2109142335843706 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191440/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2109142335843706 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(02.04.2019) Veganer stürmen australische Farm&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2198504546907484 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191112/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2198504546907484 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(28.03.2019)Schmitz vertritt Täterethik im Deutschlandfunk&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2191671234257482 &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: http://web.archive.org/web/20200504190818/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2191671234257482 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(19.02.2019) Tierrechtler rechtskräftig verurteilt&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2136952829729323 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504191008/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2136952829729323 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BV-SH(25.01.2019) Täter-Ethik der Tierrechtler&amp;lt;br&amp;gt; https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2096948040396469 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200504185939/https://www.facebook.com/BauernverbandSchleswigHolstein/posts/2096948040396469 &amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem verwendete ein Autor den Begriff in einem Gastbeitrag auf dem „BlogAgrar“ im November 2018 mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;Die Täter-Ethik der Tierrechtler&amp;lt;/q&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BlogAgr&amp;quot;&amp;gt;Hauschild, S.(27.11.2018) Die Täter-Ethik der Tierrechtler, BlogAgrar &amp;lt;br&amp;gt; https://blogagrar.de/meinung/die-taeter-ethik-der-tierrechtler/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://blogagrar.de/meinung/die-taeter-ethik-der-tierrechtler/&amp;lt;/ref&amp;gt; Derselbe Autor warf Tierrechtlern dieses Konzept im Januar 2019 bei einer Meinungsabfrage des NDRs zum Thema der Tierliebe unserer Gesellschaft vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDR&amp;quot;&amp;gt;Hauschild, S. (2019) Die Debatte – NDR – Ihre Meinung, wie tierlieb sind wir.&amp;lt;br&amp;gt;[Nicht mehr online abrufbar]&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://abload.de/image.php?img=tter-ethikndrmeinung-r4kyj.png&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung des Begriffes durch diesen Autor deckt sich dabei mit den Äußerungen auf der Facebook-Seite des Bauernverbandes. Zudem wurde der Bauernverband Schleswig-Holstein in einem Artikel des Agrarmagazins topagrar vom Juli 2019 befragt und mit Äußerungen wie &amp;lt;q&amp;gt;Täterideologie&amp;lt;/q&amp;gt; und &amp;lt;q&amp;gt;Täterethik des Tierrechts&amp;lt;/q&amp;gt; zitiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;topagrar&amp;quot;&amp;gt;Deter, A.(01.07.2019) Kritik per Modellbahn - Miniatur Wunderland plakatiert Tierrechtlersprüche&amp;lt;br&amp;gt;https://www.topagrar.com/panorama/news/miniatur-wunderland-plakatiert-tierrechtlersprueche-11584186.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.topagrar.com/panorama/news/miniatur-wunderland-plakatiert-tierrechtlersprueche-11584186.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konzept und Kritik==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Unterstellter Täterfokus===&lt;br /&gt;
Mit dem Anführen einer angeblichen Täterethik geht der Vorwurf einher, Tierrechtler würden sich nur am Täter orientieren. Das Opfer selbst bleibe dabei unberücksichtigt und falle hinten rüber. &lt;br /&gt;
Im BlogAgrar-Beitrag vom 27.11.2018 heißt es:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Soweit scheint das schlüssig, aber nur solange man die Perspektive des „Täters“ einnimmt, sei es Mensch oder Wolf. Aber was ist mit der Sicht des Opfers? Dem Schwein oder der Robbe ist es doch herzlich egal, ob der Mensch es isst oder der Wolf/Eisbär es frisst.&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BlogAgr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das problematische an diesem Vorwurf ist, dass unterschlagen wird, dass Tierrechtler in Wahrheit die Interessen des Opfers durchaus mit einbeziehen. Wählt man dabei einen Abwägungsansatz der auf eine Maximierung des Glücks und eine Minimierung des Leids aller Beteiligten abzielt, wiegt man die Interessen des Opfers und die des Täters gegeneinander auf. In beschriebenen Fall ist das Leid des Opfers durch die Tötung zumindest in einer vereinfachten Betrachtung in beiden Fällen vergleichbar. Der Tod des Opfers ist eine Verletzung des Interesseses zu leben unabhängig davon, ob das Opfer von einem Wolf oder von einem Menschen getötet wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Betrachtung des Täters ergeben sich aber durchaus Unterschiede und daher kommt der scheinbare Fokus nur auf die Täter - Mensch oder Raubtier. Beispielsweise ist es wichtig, ob der Täter überhaupt eine andere Handlungsalternative hat. Ein Wolf oder Eisbär kommt nicht um das Töten und essen seiner Beute herum, wenn er leben möchte. Ein Mensch hingegen kann sich - zumindest in Industrienationen - alternativ für eine [[vegane Ernährung]] entscheiden.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Anker|morObjSubj}} Außerdem ist es wichtig zu unterscheiden inwieweit der Täter seine Taten überhaupt moralisch reflektieren kann. In der Philosophie wird häufig unterschieden zwischen &amp;lt;q&amp;gt;moralischem Objekt&amp;lt;/q&amp;gt; und &amp;lt;q&amp;gt;moralischem Subjekt&amp;lt;/q&amp;gt;. Ein moralisches Subjekt besitzt eine ausreichende moralische Refelktionsfähigkeit, um für die eigenen Taten verantwortlich gemacht werden zu können. An ein moralisches Subjekt können daher moralische Forderungen gestellt werden. Darunter fallen die meisten Menschen.&amp;lt;br&amp;gt; Unter die Kategorie &amp;lt;q&amp;gt;moralisches Objekt&amp;lt;/q&amp;gt; fallen etwa Kleinkinder, gegebenenfalls schwer demente oder schwer geistig behinderte Menschen, Menschen mit entsprechenden schweren psychischen Störungen, aber auch nicht-menschliche Tiere. Diese mögen zwar nicht fähig sein komplexen moralischen Forderungen nachzukommen, dennoch sind sie empfindungsfähig und Träger von Interessen und daher moralisch zu berücksichtigen (zumindest wenn man keine kontraktualistische Position vertritt).&amp;lt;ref&amp;gt;Rowlands, M.(2015) Can Animals Be Moral?,Oxford University Press,p.36.&amp;lt;br&amp;gt;ISBN:[https://books.google.de/books/about/Can_Animals_Be_Moral.html 9780190240301]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vorbringer des Vorwurfes der Täterethik wollen regelmäßig damit argumentieren, dass man strenger gegen Wölfe vorgehen solle, die Schafsherden bedrohen. Dabei kommt ein dritter Aspekt kommt hinzu, wenn man sich die Folgen des Eingreifens für den Täter, den Wolf, ansieht. Wenn zum Schutz der Schafherde der Wolf getötet wird, dann wird der Wolf dadurch selbst zum Opfer. Versetzt man sich in die Perspektive des Wolfes, ist man dadurch nicht bloß in der Perspektive des Täters, sondern auch in der des Opfers zugleich. Es ist verkürzt sich nur auf das eine Opfer des Sachverhaltes zu konzentrieren.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Geforderter Opferfokus===&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf der Täterethik geht gelegentlich die Forderung einher sich eher ausschließlich auf das Opfer zu fokussieren. Dabei werde deutlich, dass der Mensch Tiere - zumindest in westlichen Ländern - in der Regel weniger leidvoll tötet als ein Raubtier. Denn Letzteres frisst gelegentlich schon am noch lebendigen Tier, sobald dieses zu stark verletzt ist, um zu fliehen, während der Mensch mit einer Betäubung sicherzustellen versucht, das Leid des Tieres zureduzieren. Wer den Sachverhalt auf die Opferbetrachtung reduziert, könnte zu der Schlussfolgerung kommen, dass beim Töten durch ein Raubtier mehr Leid entsteht als bei der Tötung durch den Menschen und so das Szenario in dem das Raubtier das Tier tötet eher abzulehnen sein muss.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im BlogAgrar-Beitrag heißt es dazu:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Noch mehr: Das Schwein würde eine saubere Schlachtung sicher den Fangzähnen des Raubtieres vorziehen. Die Schlachtung ist weniger schmerzhaft, dafür schneller. Was der Wolf dagegen macht, ist sehr natürlich, aber eine große Qual für das Opfer.&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BlogAgr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier kommt ein weiteres Problem zum Tragen. Das Gedankenspiel des Autors zeugt vor allem davon, dass er sich eben nicht wirklich in das Opfer hineinversetzt hat. Denn obwohl eine &amp;lt;q&amp;gt;saubere Schlachtung&amp;lt;/q&amp;gt; das weniger leidvolle Szenario wäre, würde sich ein Tier wahrscheinlich nicht für die Schlachtung entscheiden, sondern sich vor beiden Bedrohungen sträuben. &amp;lt;br&amp;gt; Richtig ist, dass die Tötung durch ein Raubtier in der Regel mehr Leid erzeugt als eine &amp;lt;q&amp;gt;saubere Schlachtung&amp;lt;/q&amp;gt; durch den Menschen. Das brächte dem Szenario der Tötung durch ein Raubtier eine höhere Rechtfertigungslast ein. Allerdings wird hierbei erneut die im Kapitel [[Täterethik#Unterstellter Täterfokus|Unterstellter Täterfokus]] erwähnte Sinnlosigkeit der Forderung gegenüber dem Raubtier sich zu rechtfertigen übersehen. Dieses Framing auf das Opfer allein führt erst zu der scheinbaren Widersprüchlichkeit der Position der Tierrechtler.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Vorwurf der Menschenfeindlichkeit===&lt;br /&gt;
Mit dem unterstellen einer Täterethik geht gelegentlich der Vorwurf der Menschenfeindlichkeit einher.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im BlogAgrar-Beitrag heißt es:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In einer Gesellschaft, in der der Stärkere, solange er kein Mensch ist, das Recht hat, zu nehmen, was er bekommt, wollen wahrscheinlich nicht mal die Tierrechtler selber leben. Denn in dieser Welt hätte der Wolf sogar das Recht, Menschen zu töten, wenn er denn nicht anders satt wird. Und wir dürften nichts dagegen tun. Diese Täter-Ethik ist unmenschlich.&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BlogAgr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei wird unterstellt, dass der Mensch nicht intervenieren dürfe, solange er eine Tat nicht als moralisch verwerflich einordne. Wenn man dem Wolf also nicht vorwerfen könne, dass er Schafe auf der Weide reißt, dann müsse man ihn gewähren lassen und sei ihm ausgeliefert. Auch hier kommt das zuvor adressierte Missverständnis der Positionen von Tierrechtlern zum Vorschein. Ein [[Täterethik#Unterstellter Täterfokus|moralisches Objekt]] kann für seine Taten nicht haftbar gemacht werden. Sehr wohl aber darf sich zu den Taten eines moralischen Objektes verhalten werden. Dabei gilt es jedoch selbst moralisch abzuwägen und dementsprechend zuhandeln. Im Umgang mit dem Wolf bedeutet das nach dem mildesten Mittel zur Konfliktvermeidung oder -bewältigung Ausschau zuhalten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Rape_Rack&amp;diff=206</id>
		<title>Mythos: Rape Rack</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Rape_Rack&amp;diff=206"/>
		<updated>2020-06-13T08:02:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Category:Pro-vegane Mythen|Rape Rack]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mythos:&#039;&#039;&#039; Regelmäßig wird vonseiten einiger Veganer behauptet, bei der künstlichen Befruchtung von Kühen käme ein Apparat zur Fixierung der Tiere zum Einsatz, der in der Industrie im englischsprachigen Raum „Rape Rack“, zu Deutsch: Vergewaltigungs-Gestell, genannt würde. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Dieser Terminus ist in der Milchindustrie nicht gängig.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es ist schwierig, den Ursprung dieses Mythos genau zu benennen. Die Autorin und Aktivistin Carol J. Adams versuchte herauszufinden, ob dieser Terminus tatsächlich ein gängiger Begriff in der Industrie ist. Weder Milchviehhalter noch Tierrechtsaktivisten konnten ihr bestätigen, dass es sich bei dem Begriff „Rape Rack“ wirklich um einen in der Industrie gebräuchlichen handelt. Mögliche Erklärungsansätze neben einer gänzlich haltlosen Unterstellung seien eine mögliche inoffizielle Verwendung des Begriffs in der Vergangenheit und/oder durch Einzelpersonen aus der Branche.&amp;lt;ref&amp;gt; Adams, C. J. (2017) [https://books.google.de/books?id=neqMDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA32&amp;amp;dq=making+milk+rape+rack&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjZgsH_poTpAhUC2qQKHZDnA1sQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=making%20milk%20rape%20rack&amp;amp;f=false Feminized Protein: Meaning, Representations and Implications], in: Cohen, M. und Otomo, Y., Making Milk: The Past, Present and Future of Our Primary Food, ISBN: 1350029971, p.32-33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Katie Arth von der Tierrechtsorganisation Peta gibt an, dass der Begriff in der Vergangenheit in der Milchviehhaltung verwendet worden sei und nun kaum noch vorkomme, weil  Landwirte sensibler gegenüber der Reaktion der Konsumenten geworden seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Shuchat, S. (2016) The Rape Rack &amp;lt;br&amp;gt; https://theirturn.net/2016/06/15/2016061420160613the-rape-rack/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://theirturn.net/2016/06/15/2016061420160613the-rape-rack/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff ist in den 1960er Jahren von dem Verhaltensbiologen Harry Harlow für einen Apparat genutzt worden, den er während seiner Tierexperimente verwendet hat. Möglicherweise ist der Mythos des Rape Rack in der Milchindustrie daran angelehnt. &amp;lt;br&amp;gt;Durch Experimente an den Rhesusaffen sollte Depression erforscht werden. Die Affenjungen wurden für Zeiträume von bis zu zwei Jahren in Isolation gehalten, um die entsprechenden Symptome hervorzurufen. Allerdings waren die Affen anschließend nicht mehr gewillt, sich zu paaren. Den Wissenschaftlern um Harry Harlow kam die Idee, das weibliche Tier derart zu fixieren, dass es in der natürlichen Paarungsposition verharren musste und so das Männchen zur Begattung kommen konnte. Mehrere seiner Doktoranden berichten, dass Harry Harlow darauf bestand, diesen Fixierungsapparat „The Rape Rack“ zu nennen. Er kam auch mit weiteren ungeschönten Begriffen für verschiedenste verwendete Apparaturen daher.&amp;lt;ref&amp;gt;Blum, D. (1994). The Monkey Wars. Oxford University Press. ISBN 0-19-510109-X, p.92-93.&amp;lt;/ref&amp;gt; In ähnlicher Weise wird im englischsprachigen Raum unter Hundezüchtern eine Fixierung der läufigen Hündin zur gezwungenen Begattung gelegentlich als „Rape Rack“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Brandow, M. (2015) [https://books.google.de/books?id=ub9vDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA26&amp;amp;dq=A+Matter+of+Breeding+rape+rack&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwju5oWlp4TpAhUiuaQKHfIHBiYQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=A%20Matter%20of%20Breeding%20rape%20rack&amp;amp;f=false A Matter of Breeding]: A Biting History of Pedigree Dogs and How the Quest for Status Has Harmed Man&#039;s Best Friend, ISBN: 080703343X , p.26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Terrieman&#039;s Daily Dose(2016) Does the Breed Standard Require a Rape Rack?&amp;lt;br&amp;gt; https://terriermandotcom.blogspot.com/2008/12/does-breed-standard-require-rape-rack.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/save/https://terriermandotcom.blogspot.com/2008/12/does-breed-standard-require-rape-rack.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; „YesBiscuit“ (2009) What is a Rape Rack? &amp;lt;br&amp;gt; http://yesbiscuit.blogspot.com/2009/08/what-is-rape-rack.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://web.archive.org/web/20200424221735/http://yesbiscuit.blogspot.com/2009/08/what-is-rape-rack.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass dieser Terminus schon viele Jahre zuvor für einen Fixierungsapparat für Tiere zur Sicherstellung der Befruchtung Verwendung gefunden hat, könnte Inspiration gewesen sein, ihn auch in der Milchindustrie zu verwenden oder Landwirten die Verwendung des Begriffs zuzuschreiben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Dieser Mythos wird in der veganen Szene, insbesondere im englisch-sprachigen Raum, regelmäßig verwendet.&lt;br /&gt;
Große Verbreitung fand er durch den knapp 6-minütigen Youtube-Clip „Dairy is Scary“ der Youtuberin Erin Janus im Jahr 2015. Dieser hat Stand 24.04.2020 bereits sechs-millionen Aufrufe.&amp;lt;ref&amp;gt;Erin Janus (27.12.2015) Dairy is Scary https://youtu.be/UcN7SGGoCNI?t=35&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch die Tierrechtsorganisation Peta verbreitet diesen Mythos auf ihrer Website&amp;lt;ref&amp;gt;Peta(2020) Is Your Food a Product of Rape? &amp;lt;br&amp;gt;https://www.peta.org/features/rape-milk-pork-turkey/&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.peta.org/features/rape-milk-pork-turkey/&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Form von Videos.&amp;lt;ref&amp;gt; Peta(28.02.2017)How Cows are Raped on Farms&amp;lt;br&amp;gt; https://youtu.be/3tcwcTgEruU &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Peta(20.06.2016) What is a Rape Rack? &amp;lt;br&amp;gt; https://youtu.be/6rlzj7U5z00 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Mythos ist jedoch längst auch in Literatur aus der Tierrechtsbewegung eingezogen, insbesondere wenn sich der Thematik aus feministischer Perspektive angenähert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Davis, K. und Lee, W. (2013) [https://books.google.de/books?id=rWW46KNSiXwC&amp;amp;pg=PT101&amp;amp;lpg=PT101&amp;amp;dq=defiant+daughters+rape+rack&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=TNXfSUZJdp&amp;amp;sig=ACfU3U2K4GnWiPhKQxcP1rHv2KvC0iR-vQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjywYOypYTpAhUH0uAKHZiUCGQQ6AEwAHoECAoQAQ#v=onepage&amp;amp;q=defiant%20daughters%20rape%20rack&amp;amp;f=false Defiant Daughters], ISBN: 1590564200 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Gruen, L.(2014) [https://books.google.de/books?id=Now6AwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA172&amp;amp;lpg=PA172&amp;amp;dq=ethics+captivity+rape+rack&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=2VwkmuM3hf&amp;amp;sig=ACfU3U1ytjyVKIZpMOyFgeGBSEObtMIWjg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjuzIfSpYTpAhUKoRQKHaUrDwYQ6AEwAnoECAsQAQ#v=onepage&amp;amp;q=ethics%20captivity%20rape%20rack&amp;amp;f=false The Ethics of Captivity], ISBN: 0199978026, p.172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Rodriguez, S.(2015) [https://books.google.de/books?id=h23cCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PT14&amp;amp;lpg=PT14&amp;amp;dq=until+every+animal+is+free+rape+rack&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=FYG3mtHwDh&amp;amp;sig=ACfU3U24BxXFxY9UnVOKHrtIWV5vyIj-Ng&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwitp6a9poTpAhV0DmMBHbgJBYQQ6AEwAHoECAoQAQ#v=onepage&amp;amp;q=until%20every%20animal%20is%20free%20rape%20rack&amp;amp;f=false Until Every Animal is Free], ISBN: 1940184207&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mackenzie, L. A. (2019) Readying the Rape Rack: Feminism and the Exploitation of Non-Human Reproductive Systems, Dissenting Voices Vol. 8,(1).&amp;lt;br&amp;gt; https://digitalcommons.brockport.edu/dissentingvoices/vol8/iss1/8 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200424231914/https://digitalcommons.brockport.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1088&amp;amp;context=dissentingvoices &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland wird der Begriff beispielsweise in einem Video vom Youtube-Kanal „Vegan ist ungesund“ verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; Vegan ist ungesund(24.04.2020) Die Zerstörung der Milchindustrie &amp;lt;br&amp;gt; https://youtu.be/m1XM_mhgyIc?t=603 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Korrekte Bezeichnung==&lt;br /&gt;
Es lassen sich für den Apparat zur Fixierung der Kühe unterschiedlichste Bezeichnungen finden.&lt;br /&gt;
Häufige Verwendung finden die Begriffe &amp;lt;q&amp;gt;(insemination) crush&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nyanjom, A. und Konyango, J. O.(2004) [https://books.google.de/books?id=ac7jXY8TG7gC&amp;amp;pg=PA65&amp;amp;lpg=PA65&amp;amp;dq=cow+insemination+crush&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=mnMXM1uNIp&amp;amp;sig=ACfU3U1u5Wzjb4tq1c4FOAAxD9romurWmg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi78Oe_hoPpAhXRwKQKHb29Do8Q6AEwGnoECAcQAQ#v=onepage&amp;amp;q=cow%20insemination%20crush&amp;amp;f=true Certified Agriculture Form 3], East African Publisher, ISBN: 9966253157, pp.17,65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dunn, B.; Fawcett, G.;Fahey, G.;Boothby, D.;Fordyce, G.(2009)Artifical Breeding of Beef and Cattle, p.30.32.&amp;lt;br&amp;gt;https://futurebeef.com.au/wp-content/uploads/Artificial_breeding_of_beef_cattle.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200425190552/https://futurebeef.com.au/wp-content/uploads/Artificial_breeding_of_beef_cattle.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Arrow Farmquip(10.02.3013) Q Catch 6300 Vet Cattle Crush&amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/868QWaPaai0&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;lt;q&amp;gt;(squeeze) chute&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lindquist, K.(2020) The Sexual Violation of Cows &amp;amp; Rape Racks: Truth or Fallacy? &amp;lt;br&amp;gt;https://www.bovinepracticum.com/ruminations/the-sexual-violation-of-cows-rape-racks-truth-or-fallacy&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200425194929/https://www.bovinepracticum.com/ruminations/the-sexual-violation-of-cows-rape-racks-truth-or-fallacy&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; https://www.grandin.com/design/chute.ramp.race.design.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://www.grandin.com/design/chute.ramp.race.design.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Filson Livestock Equipment, Products&amp;lt;br&amp;gt; https://www.filsonlivestockequip.com/products&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.filsonlivestockequip.com/home&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Filson Livestock Equipment(05.03.2020) Working cattle using the Ranchhand Chute with Automatic Headgate.&amp;lt;br&amp;gt; https://youtu.be/iF1B4qQCPUA&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Beaver Valley Supply Co. Inc. &amp;lt;br&amp;gt;http://www.beavervalleysupply.com/sectionj/wwchutes.htm&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/save/http://www.beavervalleysupply.com/sectionj/wwchutes.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Interessensgruppe &amp;lt;q&amp;gt;My Job depends on Ag&amp;lt;/q&amp;gt; zufolge verwendet man in der Milchviehhaltung das &amp;lt;q&amp;gt;feed Rack&amp;lt;/q&amp;gt; (zu Deutsch: Fütterungs-Gestell), in das das Tier freiwillig hineingeht, um an Futter zu gelangen. Darin kann das Tier mit Hilfe einer &amp;lt;q&amp;gt;stanchion&amp;lt;/q&amp;gt; (zu Deutsch: Stange, Strebe) fixiert werden, damit anschließend die künstliche Befruchtung durchgeführt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt; Mast, J. (2016) It’s really not a rape rack&amp;lt;br&amp;gt; https://www.myjobdependsonag.com/its-really-not-a-rape-rack/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200424223449/https://www.myjobdependsonag.com/its-really-not-a-rape-rack/ &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=205</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
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		<updated>2020-06-13T08:01:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Sandwich Methode: Fakt - Mythos - Erklärung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Category:Pro-vegane Mythen|Der Mensch ist ein Pflanzenfresser]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fakt:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trophie&amp;quot; &amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GlobBurd&amp;quot;&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGE&amp;quot;&amp;gt; DGE(2017)10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGE&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mythos:&#039;&#039;&#039; Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist hingegen, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten, allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten, Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So hat er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten geäußert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert habe, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund sei. Mills ist mit seiner Behauptung, man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten, auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast, bspw. in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Interview mit Claus vom Youtube-Kanal &amp;quot;PlantBasedNews&amp;quot; hat Mills Folgendes geäußert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]if you look at our physiology, we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PLANTBASEDNEWS(03.01.2018)SCAVENGERS or HERBIVORES? Human Diet Explained - Dr. Milton Mills &amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/nS2_Q1NY8nU?t=50 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslöse, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei, wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für Nahrungsmittel ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann jenes Argument nicht hinreichend den Veganismus substantiieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädatoren (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt dafür liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. haben mit Verzehrsdaten der Jahre 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen ermittelt. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - wie insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar ist - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trophie&amp;quot; /&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 2 und 3 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1-Genes in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende [https://de.wikipedia.org/wiki/Einzelnukleotid-Polymorphismus Einzelnukleotid-Polymorphismen] (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers. Die Mutationen ermöglichen so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Vorgehensweise der Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein. So könnten neue Nährstoffquellen erschlossen worden sein ohne dass es physiologische Anpassungen des Verdauungstraktes dafür nötig gewesen wäre. &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GlobBurd&amp;quot; /&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meerestieren. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGE&amp;quot; /&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=204</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=204"/>
		<updated>2020-06-13T07:59:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Sandwich Methode: Fakt - Mythos - Erklärung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Category:Pro-vegane Mythen|16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fakt:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot;&amp;gt; Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mythos:&#039;&#039;&#039; Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earth: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Dr. Jeffrey Sachs===&lt;br /&gt;
Zum einen verweist der Autor und Professor der Soziologie Michael Carolan in zwei seiner Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013) The Real Cost of Cheap Food, Routledge, p.101&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=YVXfAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q=16%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781136529771]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013)Reclaiming Food Security, Routledge, p.92&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=RI9YgyFTQbcC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEINjAB#v=onepage&amp;amp;q=%2016%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781135067663]]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, den dieser im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, gehalten hat. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, ist diese Behauptung ohne eine weitere Angaben zur Berechnung nicht brauchbar als Quellenangabe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Prof. William P. Cunningham et al.===&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch von Prof. William P. Cunningham et al. mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Frances Moore Lappé===&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da es sich hierbei um die älteste niedergeschriebene Fassung dieser Behauptung handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich hierbei um deren Ursprung handelt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisch auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot; /&amp;gt;  Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_15.000_l_Trinkwasser_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=203</id>
		<title>Mythos: 15.000 l Trinkwasser für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_15.000_l_Trinkwasser_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=203"/>
		<updated>2020-06-13T07:58:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Sandwich Methode: Fakt - Mythos - Erklärung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Category:Pro-vegane Mythen|15.000 l Trinkwasser für 1 kg Rindfleisch]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fakt:&#039;&#039;&#039; Der Wirkungsindikator Wasserfußabdruck (water footprint) ist seit seiner Einführung im Jahr 2003 in der Kritik, weil die Schädlichkeit von Wassernutzung sehr von der Herkunft des Wassers und regionalen Bedingungen abhängig ist und eine pauschale Aufaddierung diese Unterschiedlichkeit unterschlägt.&amp;lt;ref name=’Fereres‘&amp;gt;Fereres, E., Villalobos, F.J., Orgaz, F. et al. (2017) Commentary: On the water footprint as an indicator of water use in food production. Irrig Sci 35, 83–85. &amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1007/s00271-017-0535-y&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&#039;Wichelns&#039;&amp;gt; Wichelns, D. (2015) Virtual water and water footprints do not provide helpful insight regarding international trade or water scarcity. Ecological Indicators, 52, 277-283.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.ecolind.2014.12.013 &amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist die Wirkung des Wasserverbrauches nicht global mittels eines Fußabdruckes, wie es beim CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Fußabdruck der Fall ist, vergleichbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mythos:&#039;&#039;&#039; Einigen Veganern und Umweltaktivisten zu Folge, ist der Bedarf an Trinkwasser als Ressource zur Produktion von tierlichen Lebensmitteln besonders hoch und daher mit negativen Folgen verbunden. So würden allein für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 15.000 Liter Trinkwasser verbraucht. Das sei eine Verschwendung einer knappen Ressource, was langfristig zu Umweltschäden und Verteilungsproblematiken führen könne.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
===Virtuelles Wasser und Wasserfußabdruck===&lt;br /&gt;
Bei virtuellem Wasser handelt es sich um ein Konzept des englischen Geographen John Anthony Allan. 1993 argumentierte er erstmal für den Bedarf eines Konzeptes zur korrekten Zuordnung ([https://de.wikipedia.org/wiki/Allokation_(%C3%96kobilanz) Allokation]) der Wassernutzung zu verschiedenen Produkten.&amp;lt;ref&amp;gt; Allan, J. A. (1993) Fortunately there are substitutes for water otherwise our hydro-political futures would be impossible, Priorities for water resources allocation and management 13.4 (1993): 26. &amp;lt;br&amp;gt; https://www.ircwash.org/sites/default/files/210-93PR-11967.pdf#page=18 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200412142428/https://www.ircwash.org/sites/default/files/210-93PR-11967.pdf#page=18&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter Produkten mit dem gleichen Wassergehalt können sehr unterschiedliche und zum Teil viel größere genutzte Wassermengen stehen, die beim Handel des Produktes nicht sofort ersichtlich werden. Das Konzept sollte nun Produkten diese bei der Produktion verwendete Menge als virtuelles Wasser zuschreiben, um so darstellen zu können welche Wassernutzung mit importierten und exportierten Produkten zusammenhängt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Etwa zwei Jahrzehnte später kam die Idee des Wasserfußabdrucks als [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenszyklusanalyse Wirkungsindikator] erstmals in einem Bericht auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoekstra, A.Y.; Hung, P.Q. (2003) Virtual water trade, Hoekstra, Arjen Y., and Pin Q. Hung. &amp;quot;Virtual water trade.&amp;quot; Proceedings of the international expert meeting on virtual water trade. Vol. 12. UNESCO-IHE, Delft &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191121200907/http://www.ayhoekstra.nl/pubs/Report11.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Motivation besteht darin, dass Länder mit knappen Trinkwasserreserven, diese schonen müssen, indem sie solche Produkte importieren, die viel Trinkwasser in der Produktion benötigen, und wiederum solche Produkte exportieren, die wenig Trinkwasser in der Produktion benötigen. Man könnte mittels des Wasserfußabdrucks ermitteln welche Länder einen Nettoimport von virtuellem Wasser haben und welche einen Nettoexport. So könne verhindert werden, dass es zu Wasserknappheiten kommt. Schon damals führten die Limitationen der Studie jedoch zu viel Kritik.&amp;lt;ref name=’Fereres‘ /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===15.000 Liter pro Kilogramm===&lt;br /&gt;
Die Menge an virtuellem Wassers, die für einen Kilogramm Rindfleisch aufgebracht werden muss, variiert abhängig von Haltungsart (Weide, Stall oder beides), Rinderrasse Region (Temperatur, Niederschlag) und weiteren Faktoren. Zudem gibt es auch zwischen verschiedenen Publikationen Abweichungen, da immer Annahmen getroffen werden müssen. Eine genaue Zahl anzugeben, wie viel virtuelles Wasser hinter dem Rindfleischburger einer Person steht ist daher nicht so trivial. Häufig wird sich mit den Zahlen auf einen Bericht aus dem Jahre 2010 bezogen. Darin wird ein globaler Durchschnittswert von 15.400 Litern Trinkwasser zur Erzeugung eines Kilogramms Rindfleisch angegeben.&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘&amp;gt; Mekonnen MM, Hoekstra AY. (2010) The green, blue and grey water footprint of farm animals and animal products. Delft: Unesco-IHE Institute for Water Education, Value of Water Research Report Series; 48.&amp;lt;br&amp;gt; https://research.utwente.nl/files/59481062/Report-48-WaterFootprint-AnimalProducts-Vol1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20190809151041/https://waterfootprint.org/media/downloads/Report-48-WaterFootprint-AnimalProducts-Vol2_1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Problematik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußabdruck===&lt;br /&gt;
Der Wasserfußabdruck wird regelmäßig als ein Äquivalent zum CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Fußabruck verstanden. Das ist jedoch unzulässig, weil eine lokale Emission von zusätzlichem CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; globale Auswirkungen nach sich zieht unabhängig davon, ob man in einer Gegend lebt in der auch sonst viel CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ausgestoßen wird oder nicht. Demgegenüber steht die Wassernutzung, deren potentielle Schädlichkeit stark von lokalen Faktoren abhängt. Wassernutzung in einer wasserreichen Gegend hat ein geringeres Potential Schäden herbeizuführen als eine Wassernutzung in Regionen, in denen Umwelt und Mensch ohnehin schon mit sehr knappen Wasservorräten auskommen müssen. Daher ist es irreführend importierte Wassermengen aus verschiedenen Regionen und Kontexten miteinander zu einem Wasserfußabdruck zuverrechnen. Dabei gehen zu viele Informationen verloren, um auf dieser Grundlage eine sinnvolle Einschätzung der Umweltauswirkungen treffen zu können.&amp;lt;ref name=&#039;Wichelns&#039; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wasserart===&lt;br /&gt;
In Tabelle 4 auf der Seite 25 des häufig zitierten Berichtes&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt; wird die Wassernutzung nach Art des Tierproduktes, nach Region der Produktion und nach Wasserart aufgetrennt. Für Rindfleisch benötigt es im globalen Schnitt 14.414 Liter des sogenannten grünen Wassers, 550 Liter des blauen Wassers und 451 Liter des grauen Wassers. Diese Unterscheidung ist wichtig, um ein besseres Verständnis der tatsächlichen Umweltauswirkungen zu bekommen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Grünes Wasser&#039;&#039; ist Regenwasser, das zu Boden fällt von den Pflanzen aufgenommen wird. Überschüssiges Regenwasser versickert, verdampft oder fließt ab und geht in Oberflächenwasser über und wird nicht mit zum grünen Wasser gezählt. Chris Perry zu Folge könne es dabei sogar vorkommen, dass die angebauten Pflanzen weniger Regenwasser aufnehmen und in Folge dessen mehr Wasser versickern oder abfließen kann als bei natürlicher Vegetation, sodass man den Anbau der Pflanzen nicht als Grünwasser-konsumierend sehen müsse, sondern im Gegensatz sogar als Grünwasser-sparend.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, C. (2014). Water footprints: path to enlightenment, or false trail?. Agricultural Water Management, 134, 119-125.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.agwat.2013.12.004 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nutzung von grünem Wasser ist aus diesem Grunde nur sehr eingeschränkt brauchbar als Indikator für die Nachhaltigkeit eines Prdouktes. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Blaues Wasser&#039;&#039; ist Wasser, dass zur Bewässerung bezogen wird. In der Regel kommt es aus dem Grundwasser. Werden Grundwasserreservoire intensiv genutzt, kann es zur Austrocknung eben dieser kommen, was eine Reihe von Umweltproblemen nach sich ziehen kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Graues Wasser&#039;&#039; ist Wasser, das bei der Nutzung verunreinigt wird, wodurch es nicht uneingeschränkt weiternutzbar ist. Beispielsweise wird eine gewisse Wassermenge benötigt, um Schadstoffe zu entsorgen.&amp;lt;ref&amp;gt; Bowling L.C., Cherkauer K.A. (2018) The Green, Blue, and Gray Water Rainbow. In: Eise J., Foster K.A. (eds) How to Feed the World. Island Press, Washington, DC, p.24-45, https://doi.org/10.5822/978-1-61091-885-5_3 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auffällig ist nun bei den oben genannten Zahlen, dass knapp 94% des virtuellen Wassers aus grünem Wasser - also Regenwasser - gedeckt wird. Also einer Größe, deren Bedeutung so einfach nicht einzuschätzen ist.&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regionale Unterschiede===&lt;br /&gt;
In der Tabelle 4 auf Seite 25 des Berichtes&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt; werden zudem die Wasserbedarfe nach Ländern aufgetrennt. Dabei variieren sowohl die Gesamtverbräuche als auch die Verbräuche der verschiedenen Wasserarten stark. Die Angaben für zwei Beispielnationen sollen im Folgenden angegeben werden und dadurch Rückschlüsse auf die Zweckmäßigkeit der Angabe des Wasserfußabdrucks gezogen werden.&lt;br /&gt;
====Brasilien====&lt;br /&gt;
In Brasilien braucht es für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch 19488 Liter Wasser und damit deutlich mehr als der globale Durchschnitt. Eine mögliche Erklärung ist die hohe Temperatur, die den Wasserbedarf der Futterpflanzen und Tiere erhöht. Schaut man sich jedoch die Zusammensetzung an, fällt auf, dass gerade mal 178 Liter blaues Wasser und 82 Liter graues Wasser benötigt werden und es sich damit bei knapp 99% des verwendeten Wassers um grünes Wasser handelt. Der hohe Anteil an grünem Wasser kommt zum Einen durch die sehr regenreiche Region zu Stande, zum Anderen kann in Brasilien ganzjährig Weidehhaltung betrieben werden. Obwohl brasilianisches Rindfleisch scheinbar einen besonders hohen Wasserfußabdruck hat, muss nur in sehr geringem Maß auf endliche Wasserreservoire zurückgegriffen werden. Dieses Beispiel macht recht deutlich, warum der Wasserfußabdruck in seiner häufig verwendeten Pauschalität ungeeignet ist, als Nachhaltigkeitsinstrument.&lt;br /&gt;
====Niederlande====&lt;br /&gt;
Im Bericht befinden sich keine expliziten Angaben für den virtuellen Wasserbedarf der Rindfleischproduktion in Deutschland (lediglich in den Rohdaten&amp;lt;ref&amp;gt; Mekonnen MM, Hoekstra AY. (2010) APPENDIX: The green, blue and grey water footprint of farm animals and animal products. Delft: Unesco-IHE Institute for Water Education, Value of Water Research Report Series; 48.https://research.utwente.nl/files/59481201/Report48_WaterFootprint_AnimalProducts_Vol2.pdf&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200412153413/https://ris.utwente.nl/ws/portalfiles/portal/59481201/Report48_WaterFootprint_AnimalProducts_Vol2.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich Daten dazu, deren Auswertung jedoch Experten vorbehalten bleiben sollte und nicht Teil dieses Artikels ist). Jedoch finden sich im Bericht Angaben für die Niederlande. Obwohl die Niederlande nicht gänzlich identisch zu Deutschland sind, was die Niederschlagsmenge, die Temperaturen und die Haltungsformen angeht, kommen diese Daten vermutlich denen Deutschlands am nächsten.&lt;br /&gt;
Für die Niederlande werden für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 5684 Liter grünes Wasser, 484 Liter blaues Wasser und 345 Liter graues Wasser angegeben. Dem zu Folge hat ein Kilogramm Rindfleisch in den Nierderlanden einen Wasserfußabdruck von 6513 Litern. Der Wasserfußabdruck für die Niederlande ist damit nicht einmal halb so hoch, wie der globale Durchschnitt, der häufig zitiert wird. Der Anteil an blauem und grauem Wasser liegt deutlich über dem von Brasilien, was unteranderem daran liegt, dass in Europa durch niedrige Temperaturen bedingt im Winter in der Regel auf eine Stallhaltung umgestiegen wird in der die Tiere mit Wasser versorgt werden müssen. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserknappheit stellt für Deutschland dem Umweltbundesamt zu Folge jedoch kein Problem dar und in den letzten Jahren ist die Wasserentnahme insbesondere durch die Industrie kontinuierlich zurückgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt; https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/save/https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_51_%25_der_globalen_Treibhausgasemissionen_durch_Nutztierhaltung_verursacht&amp;diff=202</id>
		<title>Mythos: 51 % der globalen Treibhausgasemissionen durch Nutztierhaltung verursacht</title>
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		<updated>2020-06-13T07:49:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Category:Pro-vegane Mythen|51 % der globalen Treibhausgasemissionen durch Nutztierhaltung verursacht]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fakt:&#039;&#039;&#039; Es ist davon auszugehen, dass weltweit etwa 14,5 % der Treibhausgasemissionen direkt oder indirekt mit der Nutztierhaltung zusammenhängen.&amp;lt;ref name=&#039;FAO2013&#039;&amp;gt;FAO (2013) Tackling Climate Change through Livestock: http://www.fao.org/3/i3437e/i3437e00.htm &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/www.fao.org/3/i3437e/i3437e.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mythos:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Regelmäßig ist jedoch aus veganen Kreisen zu hören, die Nutztierindustrie sei der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen. Demnach gingen ganze 51 % der klimawirksamen Gase auf das Konto der Nutzierindustrie.&amp;lt;ref&amp;gt;Henrich, E. W. und Lendle, G. (2012) Ab jetzt vegan!, georg Thieme Verlag, ISBN:9783830466628&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bolk, P.(2014) So geht vegan!, Südwst Verlag, ISBN:9783641143534&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://jedertag.org/die-massentierhaltung-ist-klimakiller-nummer-eins/&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://jedertag.org/die-massentierhaltung-ist-klimakiller-nummer-eins/&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch über die vegane Szene hinaus findet diese Statistik gerne Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.veggiday.de/klimawandel/37-klimaberichte/4-klimawandel-treibhausgase-fleisch-51-prozent-co2.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/http://www.veggiday.de/klimawandel/37-klimaberichte/4-klimawandel-treibhausgase-fleisch-51-prozent-co2.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.forum-energiewende-vorpommern.de/aktuelles/umwelt-klimawandel/1585-51-aller-weltweit-ausgestossenen-treibhausgase-werden-von-der-nutz-tierhaltung-verursacht-also-mehr-als-durch-den-gesamten-weltweiten-verkehr.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.forum-energiewende-vorpommern.de/aktuelles/umwelt-klimawandel/1585-51-aller-weltweit-ausgestossenen-treibhausgase-werden-von-der-nutz-tierhaltung-verursacht-also-mehr-als-durch-den-gesamten-weltweiten-verkehr.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Foer, J. S.(2019) Wir sind das Klima!, Kiepenhauer&amp;amp;Witsch, ISBN:9783462320213&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieser Grundlage wird von VeganerInnen ein schnellstmögliches Ende der Nutztierindustrie zum Schutze des Klimas, der Umwelt, der Tierwelt und der Menschheit gefordert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Diese 51 %-Statistik aus dem Bericht des World Watch Institutes aus dem Jahr 2009 mit dem Namen „Livestock and Climate Change“&amp;lt;ref name=‘WWI‘&amp;gt; Goodland, R. et al. (2009) Livestock and climate change, World watch 22(6):10-19: https://awellfedworld.org/wp-content/uploads/Livestock-Climate-Change-Anhang-Goodland.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409173433/https://awellfedworld.org/wp-content/uploads/Livestock-Climate-Change-Anhang-Goodland.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; ist spätestens seit dem Dokumentarfilm Cowspiracy&amp;lt;ref&amp;gt;Adnerson, K. and Kuhn, K. (2014) Cowspiracy: the sustainability secret, Link zur Homepage zum Film https://www.cowspiracy.com/ &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Jahr 2014 immer wieder zu hören, wenn Veganer für den Verzicht von tierlichen Lebensmitteln werben. Der Bericht versteht sich dabei als die überarbeitete Version des FAO Berichtes „Livestock’s Long Shadow“&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2006) Livestock’s long shadow: http://www.fao.org/3/a0701e/a0701e00.htm &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Jahr 2006, der sich mit den Treibhausgasemissionen der Nutztierindustrien auseinandersetzt. Während der FAO Bericht das [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotential  Treibhauspotential] der von der globalen Landwirtschaft emittierten Treibhausgase auf 18 % schätzt (im Jahr 2013 von der FAO nach unten korrigiert auf 14,5 %&amp;lt;ref name=&#039;FAO2013&#039; /&amp;gt;), gibt der WWI Bericht für den Anteil der  [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotential  Kohlenstoffdioxid Äquivalente] aus der Landwirtschaft satte 51 % an.&amp;lt;ref name=‘WWI‘ /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Anteil der Treibhausgasemissionen aus der deutschen Landwirtschaft an den deutschen Emissionen werden vom Umweltbundesamt auf 7,2 % geschätzt. Davon verursacht einem Bericht zufolge die Tierhaltung etwa 40 %. Wichtig anzumerken ist, dass hierbei viele indirekt mit der Tierhaltung verbundene Emissionen nicht mit einbezogen worden sind - so etwa die an die Futtermittelimporte gebundenen Emissionen –, sodass diese Zahlen nicht vergleichbar sind mit denen der FAO und nur ein sehr eingeschränkte Beurteilung der tatsächlichen von der Tierhaltung bedingten Treibhausgasemissionen zulassen.&amp;lt;ref&amp;gt; Baumgarten, C. et al. (2018) Daten zur Umwelt 2018: Umwelt und Landwirtschaft, S.34-35: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt-2018-umwelt-landwirtschaft &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409173622/https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/uba_dzu2018_umwelt_und_landwirtschaft_web_bf_v7.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Problematik==&lt;br /&gt;
Der Bericht des WWI unterliegt einigen methodischen Fehlern. Allen voran die Berechnung des bei der Atmung der Nutztiere ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids in der Bilanz. Dabei handelt es sich um eine sehr große Menge von Treibhausgasen, die in vorherigen Berichten nicht mitberücksichtigt worden sind. Eine solche Treibhausgasmenge wurde in anderen Publikationen jedoch nicht einfach übersehen, sondern mit Absicht nicht mitberechnet. Der Grund dafür liegt im sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus  Kohlenstoffkreislauf]. Kohlenstoffdioxid, das die Tiere bei der Atmung freisetzen, ist vorher von Pflanzen aus der Luft gebunden worden. Mit steigender Anzahl an Nutztieren muss auch eine steigende Menge an Futterpflanzen angebaut werden. Daher wird selbst mit steigender Anzahl der Nutztiere im Schnitt nicht mehr Kohlenstoffdioxid durch Atmung in die Luft freigesetzt. Dieser Kreislauf erklärt, warum das bei der Atmung von Nutztierherden freigesetzte Kohlenstoffdioxid keinen Einfluss auf die derzeitige Veränderung des Klimas hat. Im Gegensatz dazu wird bei der Freisetzung von Kohlenstoffdioxid, das sich zuvor nicht im Kreislauf befunden hat - wie das in fossilen Energieträgern, das in Permafrostböden oder das in sehr alten und langlebigen Wäldern -, die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre erhöht, sodass es eine zusätzliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt  Treibhauswirkung] nach sich zieht.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein weiteres Missverständnis ist, dass bei einer Umstellung von Nutztierhaltung auf Ackerbau sämtliche tierhaltungsbedingten Emissionen eingespart werden könnten. Jedoch werden auch bei der Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel Treibhausgase emmitiert. Einer Studie zufolge könnte eine Umstellung der amerikanischen Landwirtschaft auf eine nutztierfreie Landwirtschaft etwa 28 % der Landwirtschaftsbedingten Treibhausgasemissionen eingespart werden.&amp;lt;ref&amp;gt;White, R. R. und Hall, M. B.(2017) Nutritional and greenhouse gas impacts of removing animals from US agriculture, PNAS, 114(48): E10301-E10301: https://doi.org/10.1073/pnas.1707322114&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berücksichtigt werden sollte, dass solche [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenszyklusanalyse Lebenszyklus-Analysen] immer mit Annahmen arbeiten müssen und nicht in der Lage sind, alle Einflussfaktoren und Folgen zu berücksichtigen. So räumen die Studienautoren ein, dass einige wichtige Einflussfaktoren nicht berücksichtigt werden konnten wie beispielsweise die Sicherstellung der ausreichenden Versorgung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Mikron%C3%A4hrstoff_(Medizin) Mikronährstoffen] oder die Eignung der Böden als Anbaufläche für hochqualitative pflanzliche Nahrungsmittel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_51_%25_der_globalen_Treibhausgasemissionen_durch_Nutztierhaltung_verursacht&amp;diff=201</id>
		<title>Mythos: 51 % der globalen Treibhausgasemissionen durch Nutztierhaltung verursacht</title>
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		<updated>2020-06-13T07:48:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Sandwich Methode: Fakt - Mythos - Erklärung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Category:Pro-vegane Mythen|51 % der globalen Treibhausgasemissionen durch Nutztierhaltung verursacht]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fakt:&#039;&#039;&#039; Es ist davon auszugehen, dass weltweit etwa 14,5 % der Treibhausgasemissionen direkt oder indirekt mit der Nutztierhaltung zusammenhängen.&amp;lt;ref name=&#039;FAO2013&#039;&amp;gt;FAO (2013) Tackling Climate Change through Livestock: http://www.fao.org/3/i3437e/i3437e00.htm &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/www.fao.org/3/i3437e/i3437e.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mythos:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Regelmäßig ist jedoch aus veganen Kreisen zu hören, die Nutztierindustrie sei der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen. Demnach gingen ganze 51 % der klimawirksamen Gase auf das Konto der Nutzierindustrie.&amp;lt;ref&amp;gt;Henrich, E. W. und Lendle, G. (2012) Ab jetzt vegan!, georg Thieme Verlag, ISBN:9783830466628&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bolk, P.(2014) So geht vegan!, Südwst Verlag, ISBN:9783641143534&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://jedertag.org/die-massentierhaltung-ist-klimakiller-nummer-eins/&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://jedertag.org/die-massentierhaltung-ist-klimakiller-nummer-eins/&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch über die vegane Szene hinaus findet diese Statistik gerne Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.veggiday.de/klimawandel/37-klimaberichte/4-klimawandel-treibhausgase-fleisch-51-prozent-co2.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/http://www.veggiday.de/klimawandel/37-klimaberichte/4-klimawandel-treibhausgase-fleisch-51-prozent-co2.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.forum-energiewende-vorpommern.de/aktuelles/umwelt-klimawandel/1585-51-aller-weltweit-ausgestossenen-treibhausgase-werden-von-der-nutz-tierhaltung-verursacht-also-mehr-als-durch-den-gesamten-weltweiten-verkehr.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.forum-energiewende-vorpommern.de/aktuelles/umwelt-klimawandel/1585-51-aller-weltweit-ausgestossenen-treibhausgase-werden-von-der-nutz-tierhaltung-verursacht-also-mehr-als-durch-den-gesamten-weltweiten-verkehr.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Foer, J. S.(2019) Wir sind das Klima!, Kiepenhauer&amp;amp;Witsch, ISBN:9783462320213&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieser Grundlage wird von VeganerInnen ein schnellstmögliches Ende der Nutztierindustrie zum Schutze des Klimas, der Umwelt, der Tierwelt und der Menschheit gefordert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auflösung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Diese 51 %-Statistik aus dem Bericht des World Watch Institutes aus dem Jahr 2009 mit dem Namen „Livestock and Climate Change“&amp;lt;ref name=‘WWI‘&amp;gt; Goodland, R. et al. (2009) Livestock and climate change, World watch 22(6):10-19: https://awellfedworld.org/wp-content/uploads/Livestock-Climate-Change-Anhang-Goodland.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409173433/https://awellfedworld.org/wp-content/uploads/Livestock-Climate-Change-Anhang-Goodland.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; ist spätestens seit dem Dokumentarfilm Cowspiracy&amp;lt;ref&amp;gt;Adnerson, K. and Kuhn, K. (2014) Cowspiracy: the sustainability secret, Link zur Homepage zum Film https://www.cowspiracy.com/ &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Jahr 2014 immer wieder zu hören, wenn Veganer für den Verzicht von tierlichen Lebensmitteln werben. Der Bericht versteht sich dabei als die überarbeitete Version des FAO Berichtes „Livestock’s Long Shadow“&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2006) Livestock’s long shadow: http://www.fao.org/3/a0701e/a0701e00.htm &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Jahr 2006, der sich mit den Treibhausgasemissionen der Nutztierindustrien auseinandersetzt. Während der FAO Bericht das [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotential  Treibhauspotential] der von der globalen Landwirtschaft emittierten Treibhausgase auf 18 % schätzt (im Jahr 2013 von der FAO nach unten korrigiert auf 14,5 %&amp;lt;ref name=&#039;FAO2013&#039; /&amp;gt;), gibt der WWI Bericht für den Anteil der  [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotential  Kohlenstoffdioxid Äquivalente] aus der Landwirtschaft satte 51 % an.&amp;lt;ref name=‘WWI‘ /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Anteil der Treibhausgasemissionen aus der deutschen Landwirtschaft an den deutschen Emissionen werden vom Umweltbundesamt auf 7,2 % geschätzt. Davon verursacht einem Bericht zufolge die Tierhaltung etwa 40 %. Wichtig anzumerken ist, dass hierbei viele indirekt mit der Tierhaltung verbundene Emissionen nicht mit einbezogen worden sind - so etwa die an die Futtermittelimporte gebundenen Emissionen –, sodass diese Zahlen nicht vergleichbar sind mit denen der FAO und nur ein sehr eingeschränkte Beurteilung der tatsächlichen von der Tierhaltung bedingten Treibhausgasemissionen zulassen.&amp;lt;ref&amp;gt; Baumgarten, C. et al. (2018) Daten zur Umwelt 2018: Umwelt und Landwirtschaft, S.34-35: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt-2018-umwelt-landwirtschaft &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409173622/https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/uba_dzu2018_umwelt_und_landwirtschaft_web_bf_v7.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Problematik==&lt;br /&gt;
Der Bericht des WWI unterliegt einigen methodischen Fehlern. Allen voran die Berechnung des bei der Atmung der Nutztiere ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids in der Bilanz. Dabei handelt es sich um eine sehr große Menge von Treibhausgasen, die in vorherigen Berichten nicht mitberücksichtigt worden sind. Eine solche Treibhausgasmenge wurde in anderen Publikationen jedoch nicht einfach übersehen, sondern mit Absicht nicht mitberechnet. Der Grund dafür liegt im sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus  Kohlenstoffkreislauf]. Kohlenstoffdioxid, das die Tiere bei der Atmung freisetzen, ist vorher von Pflanzen aus der Luft gebunden worden. Mit steigender Anzahl an Nutztieren muss auch eine steigende Menge an Futterpflanzen angebaut werden. Daher wird selbst mit steigender Anzahl der Nutztiere im Schnitt nicht mehr Kohlenstoffdioxid durch Atmung in die Luft freigesetzt. Dieser Kreislauf erklärt, warum das bei der Atmung von Nutztierherden freigesetzte Kohlenstoffdioxid keinen Einfluss auf die derzeitige Veränderung des Klimas hat. Im Gegensatz dazu wird bei der Freisetzung von Kohlenstoffdioxid, das sich zuvor nicht im Kreislauf befunden hat - wie das in fossilen Energieträgern, das in Permafrostböden oder das in sehr alten und langlebigen Wäldern -, die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre erhöht, sodass es eine zusätzliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt  Treibhauswirkung] nach sich zieht.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein weiteres Missverständnis ist, dass bei einer Umstellung von Nutztierhaltung auf Ackerbau sämtliche tierhaltungsbedingten Emissionen eingespart werden könnten. Jedoch werden auch bei der Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel Treibhausgase emmitiert. Einer Studie zufolge könnte eine Umstellung der amerikanischen Landwirtschaft auf eine nutztierfreie Landwirtschaft etwa 28 % der Landwirtschaftsbedingten Treibhausgasemissionen eingespart werden.&amp;lt;ref&amp;gt;White, R. R. und Hall, M. B.(2017) Nutritional and greenhouse gas impacts of removing animals from US agriculture, PNAS, 114(48): E10301-E10301: https://doi.org/10.1073/pnas.1707322114&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berücksichtigt werden sollte, dass solche [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenszyklusanalyse Lebenszyklus-Analysen] immer mit Annahmen arbeiten müssen und nicht in der Lage sind, alle Einflussfaktoren und Folgen zu berücksichtigen. So räumen die Studienautoren ein, dass einige wichtige Einflussfaktoren nicht berücksichtigt werden konnten wie beispielsweise die Sicherstellung der ausreichenden Versorgung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Mikron%C3%A4hrstoff_(Medizin) Mikronährstoffen] oder die Eignung der Böden als Anbaufläche für hochqualitative pflanzliche Nahrungsmittel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_51_%25_der_globalen_Treibhausgasemissionen_durch_Nutztierhaltung_verursacht&amp;diff=200</id>
		<title>Mythos: 51 % der globalen Treibhausgasemissionen durch Nutztierhaltung verursacht</title>
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		<updated>2020-05-20T07:45:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Die Seite wurde neu angelegt: „51 % der globalen Treibhausgasemissionen durch Nutztierhaltung verursacht Regelmäßig ist aus veganen Kreisen zu hören, die Nu…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Category:Pro-vegane Mythen|51 % der globalen Treibhausgasemissionen durch Nutztierhaltung verursacht]]&lt;br /&gt;
Regelmäßig ist aus veganen Kreisen zu hören, die Nutztierindustrie sei der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen. Demnach gingen ganze 51 % der klimawirksamen Gase auf das Konto der Nutzierindustrie.&amp;lt;ref&amp;gt;Henrich, E. W. und Lendle, G. (2012) Ab jetzt vegan!, georg Thieme Verlag, ISBN:9783830466628&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bolk, P.(2014) So geht vegan!, Südwst Verlag, ISBN:9783641143534&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://jedertag.org/die-massentierhaltung-ist-klimakiller-nummer-eins/&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://jedertag.org/die-massentierhaltung-ist-klimakiller-nummer-eins/&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch über die vegane Szene hinaus findet diese Statstik gerne Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.veggiday.de/klimawandel/37-klimaberichte/4-klimawandel-treibhausgase-fleisch-51-prozent-co2.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/http://www.veggiday.de/klimawandel/37-klimaberichte/4-klimawandel-treibhausgase-fleisch-51-prozent-co2.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.forum-energiewende-vorpommern.de/aktuelles/umwelt-klimawandel/1585-51-aller-weltweit-ausgestossenen-treibhausgase-werden-von-der-nutz-tierhaltung-verursacht-also-mehr-als-durch-den-gesamten-weltweiten-verkehr.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.forum-energiewende-vorpommern.de/aktuelles/umwelt-klimawandel/1585-51-aller-weltweit-ausgestossenen-treibhausgase-werden-von-der-nutz-tierhaltung-verursacht-also-mehr-als-durch-den-gesamten-weltweiten-verkehr.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Foer, J. S.(2019) Wir sind das Klima!, Kiepenhauer&amp;amp;Witsch, ISBN:9783462320213&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieser Grundlage wird von VeganerInnen ein schnellstmögliches Ende der Nutztierindustrie zum Schutze des Klimas, der Umwelt, der Tierwelt und der Menschheit gefordert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auflösung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist davon auszugehen, dass weltweit etwa 14,5 % der Treibhausgasemissionen direkt oder indirekt mit der Nutztierhaltung zusammenhängen.&amp;lt;ref name=&#039;FAO2013&#039;&amp;gt;FAO (2013) Tackling Climate Change through Livestock: http://www.fao.org/3/i3437e/i3437e00.htm &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/www.fao.org/3/i3437e/i3437e.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Diese 51 %-Statistik aus dem Bericht des World Watch Institutes aus dem Jahr 2009 mit dem Namen „Livestock and Climate Change“&amp;lt;ref name=‘WWI‘&amp;gt; Goodland, R. et al. (2009) Livestock and climate change, World watch 22(6):10-19: https://awellfedworld.org/wp-content/uploads/Livestock-Climate-Change-Anhang-Goodland.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409173433/https://awellfedworld.org/wp-content/uploads/Livestock-Climate-Change-Anhang-Goodland.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; ist spätestens seit dem Dokumentarfilm Cowspiracy&amp;lt;ref&amp;gt;Adnerson, K. and Kuhn, K. (2014) Cowspiracy: the sustainability secret, Link zur Homepage zum Film https://www.cowspiracy.com/ &amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Jahr 2014 immer wieder zu hören, wenn Veganer für den Verzicht von tierlichen Lebensmitteln werben. Der Bericht versteht sich dabei als die überarbeitete Version des FAO Berichtes „Livestock’s Long Shadow“&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2006) Livestock’s long shadow: http://www.fao.org/3/a0701e/a0701e00.htm &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Jahr 2006, der sich mit den Treibhausgasemissionen der Nutztierindustrien auseinandersetzt. Während der FAO Bericht das [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotential  Treibhauspotential] der von der globalen Landwirtschaft emittierten Treibhausgase auf 18 % schätzt (im Jahr 2013 von der FAO nach unten korrigiert auf 14,5 %&amp;lt;ref name=&#039;FAO2013&#039; /&amp;gt;), gibt der WWI Bericht für den Anteil der  [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotential  Kohlenstoffdioxid Äquivalente] aus der Landwirtschaft satte 51 % an.&amp;lt;ref name=‘WWI‘ /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Anteil der Treibhausgasemissionen aus der deutschen Landwirtschaft an den deutschen Emissionen werden vom Umweltbundesamt auf 7,2 % geschätzt. Davon verursacht einem Bericht zufolge die Tierhaltung etwa 40 %. Wichtig anzumerken ist, dass hierbei viele indirekt mit der Tierhaltung verbundene Emissionen nicht mit einbezogen worden sind - so etwa die an die Futtermittelimporte gebundenen Emissionen –, sodass diese Zahlen nicht vergleichbar sind mit denen der FAO und nur ein sehr eingeschränkte Beurteilung der tatsächlichen von der Tierhaltung bedingten Treibhausgasemissionen zulassen.&amp;lt;ref&amp;gt; Baumgarten, C. et al. (2018) Daten zur Umwelt 2018: Umwelt und Landwirtschaft, S.34-35: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt-2018-umwelt-landwirtschaft &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409173622/https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/uba_dzu2018_umwelt_und_landwirtschaft_web_bf_v7.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Problematik==&lt;br /&gt;
Der Bericht des WWI unterliegt einigen methodischen Fehlern. Allen voran die Berechnung des bei der Atmung der Nutztiere ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids in der Bilanz. Dabei handelt es sich um eine sehr große Menge von Treibhausgasen, die in vorherigen Berichten nicht mitberücksichtigt worden sind. Eine solche Treibhausgasmenge wurde in anderen Publikationen jedoch nicht einfach übersehen, sondern mit Absicht nicht mitberechnet. Der Grund dafür liegt im sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus  Kohlenstoffkreislauf]. Kohlenstoffdioxid, das die Tiere bei der Atmung freisetzen, ist vorher von Pflanzen aus der Luft gebunden worden. Mit steigender Anzahl an Nutztieren muss auch eine steigende Menge an Futterpflanzen angebaut werden. Daher wird selbst mit steigender Anzahl der Nutztiere im Schnitt nicht mehr Kohlenstoffdioxid durch Atmung in die Luft freigesetzt. Dieser Kreislauf erklärt, warum das bei der Atmung von Nutztierherden freigesetzte Kohlenstoffdioxid keinen Einfluss auf die derzeitige Veränderung des Klimas hat. Im Gegensatz dazu wird bei der Freisetzung von Kohlenstoffdioxid, das sich zuvor nicht im Kreislauf befunden hat - wie das in fossilen Energieträgern, das in Permafrostböden oder das in sehr alten und langlebigen Wäldern -, die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre erhöht, sodass es eine zusätzliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt  Treibhauswirkung] nach sich zieht.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein weiteres Missverständnis ist, dass bei einer Umstellung von Nutztierhaltung auf Ackerbau sämtliche tierhaltungsbedingten Emissionen eingespart werden könnten. Jedoch werden auch bei der Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel Treibhausgase emmitiert. Einer Studie zufolge könnte eine Umstellung der amerikanischen Landwirtschaft auf eine nutztierfreie Landwirtschaft etwa 28 % der Landwirtschaftsbedingten Treibhausgasemissionen eingespart werden.&amp;lt;ref&amp;gt;White, R. R. und Hall, M. B.(2017) Nutritional and greenhouse gas impacts of removing animals from US agriculture, PNAS, 114(48): E10301-E10301: https://doi.org/10.1073/pnas.1707322114&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berücksichtigt werden sollte, dass solche [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenszyklusanalyse Lebenszyklus-Analysen] immer mit Annahmen arbeiten müssen und nicht in der Lage sind, alle Einflussfaktoren und Folgen zu berücksichtigen. So räumen die Studienautoren ein, dass einige wichtige Einflussfaktoren nicht berücksichtigt werden konnten wie beispielsweise die Sicherstellung der ausreichenden Versorgung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Mikron%C3%A4hrstoff_(Medizin) Mikronährstoffen] oder die Eignung der Böden als Anbaufläche für hochqualitative pflanzliche Nahrungsmittel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Ern%C3%A4hrung&amp;diff=197</id>
		<title>Vegane Ernährung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Ern%C3%A4hrung&amp;diff=197"/>
		<updated>2020-05-19T12:35:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Änderung 196 von Max Grassfed (Diskussion) rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine vegane Ernährung unterscheidet sich von herkömmlichen Ernährungsweisen dadurch, dass hierbei auf Nahrung tierlichen Ursprungs verzichtet wird. So wird weder [[Fleisch]], noch [[Fisch]], noch [[Milch]], noch [[Eier]] gegessen. Einige Veganer verzichten zudem auf [[Honig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionen von Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eV. (DGE) ist eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen in einer rein pflanzlichen Ernährung nicht oder nur schwer möglich. Der kritischste Nährstoff sei Vitamin B12.  Für Schwangere und Kleinkinder spricht die DGE keine Empfehlung für eine vegane Ernährung aus. Weiterführende Informationen finden sich im Artikel [[Vegane Kinderernährung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anzumerken ist hier, dass die DGE im internationalen Vergleich mit großen Ernährungsorganisationen anderer Länder mit dieser Position durchaus eine Sonderstellung einnimmt. So halten sowohl die Working Group of the Italian Society for Human Nutrition&amp;lt;ref&amp;gt;Agnoli C. et al. (2017) Position paper on vegetarian diets from the working group of the Italian Society of Human Nutrition, Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases, Volume 27, Issue 12:1037–1052&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/j.numecd.2017.10.020 &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Academy of Nutrition and Dietetics]] (USA)&amp;lt;ref&amp;gt;Melina V. et al. (2016) Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets, J Acad Nutr Diet. 2016 Dec;116(12):1970-1980.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Dietitians of Canada&amp;lt;ref&amp;gt;Mangels A. R. et al. (2003) Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets, J Am Diet Assoc. 2003 Jun;103(6):748-65&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1053/jada.2003.50142 &amp;lt;/ref&amp;gt;, als auch die British Nutrition Foundation&amp;lt;ref&amp;gt;Philips, F.(2005)Vegetarian Nutrition, Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 132–167&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1111/j.1467-3010.2005.00467.x&amp;lt;/ref&amp;gt; eine gut geplante vegane Ernährungsweise für in allen Lebenslagen nährstofflich adäquat und gaben jeweils ein Positionspapier dazu aus. Auch die Dietitians Association of Australia&amp;lt;ref&amp;gt; https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/&amp;lt;/ref&amp;gt; geben auf ihren Onlinepräsenzen einer gut geplanten veganen Ernährungsweise grünes Licht.&lt;br /&gt;
Auf ihrer Website gibt die DGE als Begründung für diese unterschiedliche Positionierung die mangelnde Datenlage für Deutschland spezifische vegane Ernährungsweisen an. So sei im Vergleich zu Amerika die Anreicherung mit Mineralstoffen und Vitaminen in Deutschland weniger verbreitet und eine Aufnahme der kritischen Nährstoffe dadurch insgesamt etwas schwerer als in anderen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] rät insbesondere neuen VeganerInnen dazu sich Unterstützung in Form einer [[Ernährungsberatung]] einzuholen, um sicherzustellen, dass die vegane Ernährung gut geplant ist und alle kritischen Nährstoffe gut abgedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Extreme vegane Ernährungsformen==&lt;br /&gt;
Da der Veganismus in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Umfrage für Vegane Gesellschaft Deutschland eV. (2016) (n=1000): https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171139/https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (2015-2019)  (n=23.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Folge dessen von Lifestyle Coaches der Abnehmszene, sowie esoterischen Gurus für sich entdeckt worden ist, sind heute immer wieder extreme Essenstrends ([[Rohkost]], [[Urkost]], [[basische Ernährung]] und weitere) als auch Scharlatane in der Bewegung zu sehen, die sich des Labels bedienen.&lt;br /&gt;
Der DGE zu Folge weisen &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;[s]triktere Ernährungsweisen, wie eine streng makrobiotische oder eine Rohkost-Ernährung [...] häufig einen geringen Energiegehalt sowie einen geringen Gehalt an einer Reihe von Nährstoffen auf.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==kritische Nährstoffe==&lt;br /&gt;
Tierliche Nahrungsquellen sind für den Menschen eine bedeutende Quelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff essentiellen Nährstoffen]. Die meisten dieser Nährstoffe lassen sich auch aus nicht-tierlichen Nahrungsmitteln aufnehmen. Wie in einer mischköstlichen/omnivoren Ernährungsweise, gibt es allerdings auch bei einer tierfreien Ernährung einige kritische Nährstoffe auf die man dabei besonders Rücksicht nehmen sollte. Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] (DGE) führt dabei folgende Nährstoffe als kritisch für vegane Ernährungsweisen auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Protein]] bzw. [[essentielle Aminosäuren|unentbehrliche Aminosäuren]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[langkettige n3-Fettsäuren]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vitamine ([[Vitamin B2|B2]], [[Vitamin B12|B12]], [[Vitamin D3|D3]]) und&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mineralstoffe ([[Calcium]], [[Eisen]], [[Jod]], [[Zink]], [[Selen]])&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei nehme die Versorgung des Körpers mit dem [[Vitamin B12]] (Cobalamin) die kritischste Rolle ein.&lt;br /&gt;
In ihrem Positionspaper legen die Wissenschaftler der DGE dar, wie eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Nährstoffen dennoch gewährleistet werden könne. Dabei gebe es insbesondere für das [[Vitamin B12]] derzeit keine zuverlässigen Belege, dass eine ausreichende Aufnahme ohne [[Supplemente]] sichergestellt werden könne&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Ern%C3%A4hrung&amp;diff=196</id>
		<title>Vegane Ernährung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Ern%C3%A4hrung&amp;diff=196"/>
		<updated>2020-05-19T12:32:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Kategorie anti-vegan hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Category:Anti-vegane Mythen|Vegane Ernährung ist ungesund]]&lt;br /&gt;
Eine vegane Ernährung unterscheidet sich von herkömmlichen Ernährungsweisen dadurch, dass hierbei auf Nahrung tierlichen Ursprungs verzichtet wird. So wird weder [[Fleisch]], noch [[Fisch]], noch [[Milch]], noch [[Eier]] gegessen. Einige Veganer verzichten zudem auf [[Honig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionen von Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eV. (DGE) ist eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen in einer rein pflanzlichen Ernährung nicht oder nur schwer möglich. Der kritischste Nährstoff sei Vitamin B12.  Für Schwangere und Kleinkinder spricht die DGE keine Empfehlung für eine vegane Ernährung aus. Weiterführende Informationen finden sich im Artikel [[Vegane Kinderernährung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anzumerken ist hier, dass die DGE im internationalen Vergleich mit großen Ernährungsorganisationen anderer Länder mit dieser Position durchaus eine Sonderstellung einnimmt. So halten sowohl die Working Group of the Italian Society for Human Nutrition&amp;lt;ref&amp;gt;Agnoli C. et al. (2017) Position paper on vegetarian diets from the working group of the Italian Society of Human Nutrition, Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases, Volume 27, Issue 12:1037–1052&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/j.numecd.2017.10.020 &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Academy of Nutrition and Dietetics]] (USA)&amp;lt;ref&amp;gt;Melina V. et al. (2016) Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets, J Acad Nutr Diet. 2016 Dec;116(12):1970-1980.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Dietitians of Canada&amp;lt;ref&amp;gt;Mangels A. R. et al. (2003) Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets, J Am Diet Assoc. 2003 Jun;103(6):748-65&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1053/jada.2003.50142 &amp;lt;/ref&amp;gt;, als auch die British Nutrition Foundation&amp;lt;ref&amp;gt;Philips, F.(2005)Vegetarian Nutrition, Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 132–167&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1111/j.1467-3010.2005.00467.x&amp;lt;/ref&amp;gt; eine gut geplante vegane Ernährungsweise für in allen Lebenslagen nährstofflich adäquat und gaben jeweils ein Positionspapier dazu aus. Auch die Dietitians Association of Australia&amp;lt;ref&amp;gt; https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/&amp;lt;/ref&amp;gt; geben auf ihren Onlinepräsenzen einer gut geplanten veganen Ernährungsweise grünes Licht.&lt;br /&gt;
Auf ihrer Website gibt die DGE als Begründung für diese unterschiedliche Positionierung die mangelnde Datenlage für Deutschland spezifische vegane Ernährungsweisen an. So sei im Vergleich zu Amerika die Anreicherung mit Mineralstoffen und Vitaminen in Deutschland weniger verbreitet und eine Aufnahme der kritischen Nährstoffe dadurch insgesamt etwas schwerer als in anderen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] rät insbesondere neuen VeganerInnen dazu sich Unterstützung in Form einer [[Ernährungsberatung]] einzuholen, um sicherzustellen, dass die vegane Ernährung gut geplant ist und alle kritischen Nährstoffe gut abgedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Extreme vegane Ernährungsformen==&lt;br /&gt;
Da der Veganismus in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Umfrage für Vegane Gesellschaft Deutschland eV. (2016) (n=1000): https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171139/https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (2015-2019)  (n=23.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Folge dessen von Lifestyle Coaches der Abnehmszene, sowie esoterischen Gurus für sich entdeckt worden ist, sind heute immer wieder extreme Essenstrends ([[Rohkost]], [[Urkost]], [[basische Ernährung]] und weitere) als auch Scharlatane in der Bewegung zu sehen, die sich des Labels bedienen.&lt;br /&gt;
Der DGE zu Folge weisen &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;[s]triktere Ernährungsweisen, wie eine streng makrobiotische oder eine Rohkost-Ernährung [...] häufig einen geringen Energiegehalt sowie einen geringen Gehalt an einer Reihe von Nährstoffen auf.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==kritische Nährstoffe==&lt;br /&gt;
Tierliche Nahrungsquellen sind für den Menschen eine bedeutende Quelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff essentiellen Nährstoffen]. Die meisten dieser Nährstoffe lassen sich auch aus nicht-tierlichen Nahrungsmitteln aufnehmen. Wie in einer mischköstlichen/omnivoren Ernährungsweise, gibt es allerdings auch bei einer tierfreien Ernährung einige kritische Nährstoffe auf die man dabei besonders Rücksicht nehmen sollte. Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] (DGE) führt dabei folgende Nährstoffe als kritisch für vegane Ernährungsweisen auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Protein]] bzw. [[essentielle Aminosäuren|unentbehrliche Aminosäuren]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[langkettige n3-Fettsäuren]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vitamine ([[Vitamin B2|B2]], [[Vitamin B12|B12]], [[Vitamin D3|D3]]) und&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mineralstoffe ([[Calcium]], [[Eisen]], [[Jod]], [[Zink]], [[Selen]])&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei nehme die Versorgung des Körpers mit dem [[Vitamin B12]] (Cobalamin) die kritischste Rolle ein.&lt;br /&gt;
In ihrem Positionspaper legen die Wissenschaftler der DGE dar, wie eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Nährstoffen dennoch gewährleistet werden könne. Dabei gebe es insbesondere für das [[Vitamin B12]] derzeit keine zuverlässigen Belege, dass eine ausreichende Aufnahme ohne [[Supplemente]] sichergestellt werden könne&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=195</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=195"/>
		<updated>2020-05-19T12:27:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Beweggründe */  e.V. statt eV.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine ethisch motivierte Lebensweise, die sich nach außen hin durch den Verzicht auf Produkte tierlichen Ursprungs in [[Vegane Ernährung|Ernährung]] ([[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]], tlw. auch [[Honig]]) , Bekleidung ([[Leder]], [[Wolle]], [[Seide]]) und anderen Bereichen des Lebens ([[Kosmetik]] u. a.) zeigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophisch kann sich der Veganismus inzwischen auf eine zunehmend ernstere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema der [[Tierethik]] berufen &amp;lt;ref&amp;gt;Ach, J. S. (2019) Können sie leiden? – Ein Einblick in die moderne Tierethik am Beispiel der Nutztierhaltung, in:  Diehl, E.; Tuider, J. (Hrsg.) Haben Tiere Rechte?, Bundeszentrale für politische Bildung, Band 10450:53-65, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/web/20200409161331/https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schmitz, F. (2014) Tierethik – Grundlagentexte, suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2082:49-73, ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ywfonAEACAAJ&amp;amp;dq=978-3-518-29682-0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwip05rY_rrpAhXiy6YKHbhRCSEQ6AEIMzAB 978-3-518-29682-0]] &amp;lt;/ref&amp;gt;, obwohl die Beschäftigung damit keineswegs gänzlich neu ist. So hat sich beispielsweise schon ein Schüler des Aristoteles, Theophrastos von Eros [ca. 372-287 v. Chr.], kritisch zum Töten von Tieren, die weder gefährlich noch schädlich sind, geäußert.&amp;lt;ref&amp;gt;Baranzke, H.; Ingensiep, H. W. (2019) Was ist gerecht im Verhältnis zwischen Mensch und Tier?, in:  Diehl, E.; Tuider, J. (Hrsg.) Haben Tiere Rechte?, Bundeszentrale für politische Bildung, Band 10450:27-28, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/web/20200409161331/https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung und Bedeutung==&lt;br /&gt;
Der Begriff Veganismus geht dabei auf die 1944 von [[Donald Watson]], [[Elsie Shrigley]] und weiteren gegründete [[Vegan Society]] zurück. 1988 gab die [[Vegan Society]] eine neue Definition des Begriffs Veganismus aus.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vegansociety.com/about-us/history &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegansociety.com/about-us/history&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Definition zu Folge ist Veganismus &#039;&#039;[aus dem Englischen übersetzt]&#039;&#039;:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;eine Philosophie und Lebensweise, die versucht - soweit wie möglich und praktikabel durchführbar - alle Formen der Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden […]&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition betont ethische Beweggründe als Motivation – Ausbeutung und Grausamkeiten sind klar moralische Themenfelder. Weiter lautet die Definition der Vegan Society:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die [[Vegane Ernährung|Ernährung]] bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden.&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beweggründe==&lt;br /&gt;
Umfragen deuten darauf hin, dass es sich bei der [[Tierethik|ethischen Komponente]] um die am weitesten verbreitete Motivation für eine vegane Lebensweise handelt. So gaben beispielsweise bei einer Umfrage von vegan.eu (n=1307) 82,5% der TeilnehmerInnen als Motiv: &#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;Tierrechte/Tierschutz (Tiere sollen nicht leiden und Tiere sollen nicht getötet werden)&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039; an (Stand Okt.2016).&amp;lt;ref&amp;gt;Umfrage für Vegan.eu (n=1307): „Warum vegan?“ https://www.vegan.eu/vegan-motive-umfrage/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegan.eu/vegan-motive-umfrage/&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu ähnlichen Ergebnissen kommen weitere Umfragen. &amp;lt;ref&amp;gt;Umfrage für Veganz (n=24.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Janssen, M. et al.(2016) Motives of consumers following a vegan diet and their attitudes towards animal agriculture; Appetite Vol. 105, 643-651 https://doi.org/10.1016/j.appet.2016.06.039 (n=329). &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Umfragen ergeben sich jedoch auch die Motivationsfelder der erhofften [[Auswirkungen auf die Gesundheit|gesundheitlichen Vorteile]] einer [[Vegane Ernährung|tierfreien Ernährung]] oder der erhofften positiven [[Auswirkungen auf die Umwelt]]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass es sich bei ethischen Motiven um die am weitesten verbreiteten handelt, lässt sich auch anhand der Selbstverständnisse zahlreicher veganer Organisationen abbilden. So ist es der Motivationstreiber für vegane Organisationen, wie zum Beispiel die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt e.V. &amp;lt;ref&amp;gt;https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[PETA Deutschland e.V.]] &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.peta.de/vegan-definition &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.peta.de/vegan-definition&amp;lt;/ref&amp;gt;, Animal Rights Watch e.V.(ARiWa)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ariwa.org/selbstverstaendnis/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409164234/https://www.ariwa.org/selbstverstaendnis/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Tierschutzbund e.V.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/veganismus/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/veganismus/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Verein gegen Tierfabriken &amp;lt;ref&amp;gt;https://vgt.at/projekte/vegetarismus/index.php &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409164539/https://vgt.at/projekte/vegetarismus/index.php&amp;lt;/ref&amp;gt; , Deutsches Tierschutzbüro e.V.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tierschutzbuero.de/selbstdarstellung/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tierschutzbuero.de/selbstdarstellung/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Animal Equality Germany e.V.&amp;lt;ref&amp;gt;https://animalequality.de/unsere-geschichte/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://animalequality.de/unsere-geschichte/&amp;lt;/ref&amp;gt; und viele weitere.&lt;br /&gt;
Viele dieser Organisationen führen zusätzlich gesundheitliche und umweltbezogene Argumente an. Einige messen allen Argumenten ein ähnliches Gewicht bei, so zum Beispiel [[ProVeg e.V.]] (ehemals VEBU). &amp;lt;ref&amp;gt;https://proveg.com/de/ueber-uns/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://archive.today/boSkK&amp;lt;/ref&amp;gt; (Eine Liste weiterer Tierschutzorganisationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.jobverde.de/karriereinfo/Veganer-und-Vegetarier-Jobs &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.jobverde.de/karriereinfo/Veganer-und-Vegetarier-Jobs&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier ist anzumerken, dass sich nicht auf die Ethik bezogene Argumente nur indirekt auf den Veganismus selbst beziehen (können). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewegung==&lt;br /&gt;
Die Zahlen der vegan lebenden Menschen in Deutschland schwanken stark je nach Umfrage. So schätzte die SKOPOS Gruppe die Zahl der VeganerInnen in Deutschland anhand einer repräsentativen Umfrage (n=1000) für die Vegane Gesellschaft Deutschland eV. im Jahr 2016 auf etwa 1,3 Millionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Umfrage für Vegane Gesellschaft Deutschland eV. (2016) (n=1000): https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171139/https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurden die Leute erfasst, die tierische Bestandteile in ihrer Ernährung vermieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGNachfrage&amp;quot;&amp;gt;Berlin, J. (2020) persönliche Unterrichtung auf Mailanfrage, SKOPOS Gruppe&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen kommt die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) bei einer Umfrage (n=23.318) auf 0,95 Millionen vegan lebende deutschsprachige Menschen ab 14 Jahren in Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (2015-2019)  (n=23.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409163650/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei letzterer Umfrage wurde im Wortlaut jedoch danach gefragt, ob die Person sich als VeganerIn oder als jemand, &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;der weitgehend auf tierische Produkte verzichtet&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt; sehe, sodass das Ergebnis zu Gunsten einer höheren Anzahl verzerrt sein könnte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anhand einer Umfrage der Johannes Gutenberg Universität Mainz aus dem Jahr 2014 (n=4496) wurde die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland hingegen lediglich auf etwa 241.000 geschätzt. Dabei wurde danach gefragt, ob keinerlei tierische Produkte verzehrt würden. Eine zweite Umfrage des selben Institutes aus dem Jahr 2015 (n=5125) wählte ein laxeres Items und fragte, ob sich die Befragten &amp;lt;q&amp;gt;weitgehend vegan&amp;lt;/q&amp;gt; ernähren würden. Anhand dieser Umfrage lässt sich die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland auf etwa 457.000 schätzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Pfeiler, T. M.; Egloff, B.(2018)Examining the “Veggie” personality: Results from a representative German sample, Appetite, Volume 120, Pages 246-255, https://doi.org/10.1016/j.appet.2017.09.005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Vegan lebende Menschen in Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Anzahl&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Prozentsatz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Stichprobengröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Jahr der Umfrage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Item&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Quelle&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|241.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|0,29%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|4.496&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2014&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1.300.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1,60%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2016&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGNachfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|950.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1,10%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|23.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2019&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|weitgehend keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|457.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|0,55%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|5.125&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2015&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|weitgehend keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Veganismus in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot; /&amp;gt; und in Folge dessen von Lifestyle-Coaches der Abnehmszene sowie von esoterischen Gurus für sich entdeckt worden ist, sind heute immer wieder sowohl extreme Essenstrends ([[Rohkost]], [[Urkost]], [[basische Ernährung]] und weitere) als auch Scharlatane in der Bewegung zu sehen, die sich des Labels bedienen. Auch eine Verzahnung mit nationalistischem, fremdenfeindlichem und/oder menschenfeindlichem Gedankengut sowie ein Hang zu [[Verschwörungsmythen]] ist in einigen veganen Gruppierungen zu beobachten. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass es sich dabei um repräsentative Einstellungen handelt, da der Veganismus Untersuchungen zu Folge mehr Anklang unter progressiven und liberal-sozial eingestellten Personen findet.&amp;lt;ref&amp;gt;Martinelli, D., Berkmanienė, A. (2018) The Politics and the Demographics of Veganism: Notes for a Critical Analysis. Int J Semiot Law 31, 501–530, https://doi.org/10.1007/s11196-018-9543-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem kommt es teilweise vor, dass VeganerInnen Medikamente und [[Impfgegner|Impfungen ablehnen]], weil diese nicht ohne [[Tierversuche]] und teilweise nicht ohne Verwendung tierlicher Bestandteile erforscht und hergestellt werden können. Eine Aufopferung dieser Art wird von VeganerInnen in der Regel allerdings nicht als praktikabel im Sinne des veganen Selbstverständnisses verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pro-vegane und anti-vegane Mythen==&lt;br /&gt;
Zudem kursieren sowohl in der veganen Bewegung als auch in der nicht veganen Bevölkerung viele Missverständnisse und zweifelhafte Behauptungen über die Nutztierindustrie und den Umgang mit Tieren - geschredderte [[Eintagsküken|Küken]] landeten einem Mythos zufolge in Chicken Nuggets oder aber [[Milchkühe]] seien so gezüchtet, dass sie, auch ohne ein Kalb geboren zu haben, Milch gäben. Weitere Mythen existieren sowohl über [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsformen]] und deren gesundheitliche Auswirkungen – demnach seien vegane Ernährungsformen entweder Schutz und Heilmittel für eine Reihe unheilbarer Krankheiten, oder aber führten unweigerlich zu [[Mangelerscheinungen]] - , als auch über die ökologischen Auswirkungen und den Ressourcenverbrauch - so bräuchte es in der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch [[Futterverwertung|enorme Mengen Getreide]] und [[Mythos:15.000l Trinkwasser für 1kg Rindfleisch|Trinkwasser]], oder für Tofu würden [[Regenwaldrodung|Regenwälder abgeholzt]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier findet sich eine Liste von [[:Category:Pro-vegane Mythen| &#039;&#039;&#039;pro-veganen Mythen&#039;&#039;&#039;]] und [[:Category:Anti-vegane Mythen|&#039;&#039;&#039;anti-veganen Mythen&#039;&#039;&#039;]], die in der Vegipedia behandelt worden sind.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Vegane Ernährung]], [[Vegane Kinderernährung]]}}&lt;br /&gt;
Eine vegane Lebensweise äußert sich am offensichtlichsten in der Nahrungsmittelauswahl. Das [[Fleisch]] von [[Schweine|Schweinen]], [[Rinder|Rindern]], [[Geflügel]], [[Fisch|Fischen]] und anderen Tieren sowie andere tierliche Erzeugnisse wie [[Milch]] und Milchprodukte oder [[Eierindustrie|Eier]], werden von VeganerInnen nicht verzehrt. Diese Nahrungsquellen sind für den Menschen jedoch eine bedeutende Quelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff essentiellen Nährstoffen]. Die meisten dieser Nährstoffe lassen sich auch aus nicht-tierlichen Nahrungsmitteln aufnehmen. Wie in einer mischköstlichen/omnivoren Ernährungsweise, gibt es allerdings auch bei einer [[Vegane Ernährung|tierfreien Ernährung]] einige kritische Nährstoffe, auf die man dabei besonders Rücksicht nehmen sollte. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.] (DGE) führt dabei folgende Nährstoffe als kritisch für [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsweisen]] auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Protein]] bzw. unentbehrliche Aminosäuren&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* langkettige [https://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fetts%C3%A4uren n3-Fettsäuren]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vitamine ([https://de.wikipedia.org/wiki/Riboflavin B2], [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12], [https://de.wikipedia.org/wiki/Cholecalciferol D3]) und&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Jod, Zink, Selen)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei nehme die Versorgung des Körpers mit dem Vitamin [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12] (Cobalamin) die kritischste Rolle ein.&lt;br /&gt;
In ihrem Positionspaper legen die Wissenschaftler der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung DGE] dar, wie eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Nährstoffen dennoch gewährleistet werden könne. Dabei gebe es insbesondere für das Vitamin [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12] derzeit keine zuverlässigen Belege, dass eine ausreichende Aufnahme ohne [[Supplemente]] sichergestellt werden könne&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Schwangere und Kleinkinder spricht die DGE keine Empfehlung für eine [[Vegane Ernährung|vegane Ernährung]] aus. Weiterführende Informationen finden sich im Artikel [[Vegane Kinderernährung]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anzumerken ist hier, dass die DGE im internationalen Vergleich mit großen Ernährungsorganisationen anderer Länder mit dieser Position durchaus eine Sonderstellung einnimmt. So halten sowohl die Working Group of the Italian Society for Human Nutrition&amp;lt;ref&amp;gt;Agnoli C. et al. (2017) Position paper on vegetarian diets from the working group of the Italian Society of Human Nutrition, Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases, Volume 27, Issue 12:1037–1052, https://doi.org/10.1016/j.numecd.2017.10.020 &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Academy of Nutrition and Dietetics]] (USA)&amp;lt;ref&amp;gt;Melina V. et al. (2016) Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets, J Acad Nutr Diet. 2016 Dec;116(12):1970-1980., https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Dietitians of Canada&amp;lt;ref&amp;gt;Mangels A. R. et al. (2003) Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets, J Am Diet Assoc. 2003 Jun;103(6):748-65, https://doi.org/10.1053/jada.2003.50142 &amp;lt;/ref&amp;gt;, als auch die British Nutrition Foundation&amp;lt;ref&amp;gt;Philips, F.(2005)Vegetarian Nutrition, Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 132–167&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1111/j.1467-3010.2005.00467.x&amp;lt;/ref&amp;gt; eine gut geplante vegane Ernährungsweise für in allen Lebenslagen nährstofflich adäquat und haben jeweils ein Positionspapier dazu ausgegeben. Auch die Dietitians Association of Australia&amp;lt;ref&amp;gt; https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/&amp;lt;/ref&amp;gt; geben auf ihren Onlinepräsenzen einer gut geplanten veganen Ernährungsweise grünes Licht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf ihrer Website gibt die DGE als Begründung für diese unterschiedliche Positionierung die mangelnde Datenlage betreffend eine deutschlandspezifische [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsweisen]] an. So sei im Vergleich zu Amerika die Anreicherung mit Mineralstoffen und Vitaminen in Deutschland weniger verbreitet und eine Aufnahme der kritischen Nährstoffe dadurch insgesamt etwas schwerer als in anderen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung DGE] rät insbesondere neuen VeganerInnen dazu, sich Unterstützung in Form einer [[Ernährungsberatung]] einzuholen, um sicherzustellen, dass die [[Vegane Ernährung|vegane Ernährung]] gut geplant ist und alle kritischen Nährstoffe gut abgedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=191</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=191"/>
		<updated>2020-05-19T08:36:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Einfügen Kapitel pro vegan und anti vegan Mythen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine ethisch motivierte Lebensweise, die sich nach außen hin durch den Verzicht auf Produkte tierlichen Ursprungs in [[Vegane Ernährung|Ernährung]] ([[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]], tlw. auch [[Honig]]) , Bekleidung ([[Leder]], [[Wolle]], [[Seide]]) und anderen Bereichen des Lebens ([[Kosmetik]] u. a.) zeigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophisch kann sich der Veganismus inzwischen auf eine zunehmend ernstere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema der [[Tierethik]] berufen &amp;lt;ref&amp;gt;Ach, J. S. (2019) Können sie leiden? – Ein Einblick in die moderne Tierethik am Beispiel der Nutztierhaltung, in:  Diehl, E.; Tuider, J. (Hrsg.) Haben Tiere Rechte?, Bundeszentrale für politische Bildung, Band 10450:53-65, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/web/20200409161331/https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schmitz, F. (2014) Tierethik – Grundlagentexte, suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2082:49-73, ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ywfonAEACAAJ&amp;amp;dq=978-3-518-29682-0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwip05rY_rrpAhXiy6YKHbhRCSEQ6AEIMzAB 978-3-518-29682-0]] &amp;lt;/ref&amp;gt;, obwohl die Beschäftigung damit keineswegs gänzlich neu ist. So hat sich beispielsweise schon ein Schüler des Aristoteles, Theophrastos von Eros [ca. 372-287 v. Chr.], kritisch zum Töten von Tieren, die weder gefährlich noch schädlich sind, geäußert.&amp;lt;ref&amp;gt;Baranzke, H.; Ingensiep, H. W. (2019) Was ist gerecht im Verhältnis zwischen Mensch und Tier?, in:  Diehl, E.; Tuider, J. (Hrsg.) Haben Tiere Rechte?, Bundeszentrale für politische Bildung, Band 10450:27-28, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/web/20200409161331/https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung und Bedeutung==&lt;br /&gt;
Der Begriff Veganismus geht dabei auf die 1944 von [[Donald Watson]], [[Elsie Shrigley]] und weiteren gegründete [[Vegan Society]] zurück. 1988 gab die [[Vegan Society]] eine neue Definition des Begriffs Veganismus aus.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vegansociety.com/about-us/history &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegansociety.com/about-us/history&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Definition zu Folge ist Veganismus &#039;&#039;[aus dem Englischen übersetzt]&#039;&#039;:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;eine Philosophie und Lebensweise, die versucht - soweit wie möglich und praktikabel durchführbar - alle Formen der Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden […]&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition betont ethische Beweggründe als Motivation – Ausbeutung und Grausamkeiten sind klar moralische Themenfelder. Weiter lautet die Definition der Vegan Society:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die [[Vegane Ernährung|Ernährung]] bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden.&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beweggründe==&lt;br /&gt;
Umfragen deuten darauf hin, dass es sich bei der [[Tierethik|ethischen Komponente]] um die am weitesten verbreitete Motivation für eine vegane Lebensweise handelt. So gaben beispielsweise bei einer Umfrage von vegan.eu (n=1307) 82,5% der TeilnehmerInnen als Motiv: &#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;Tierrechte/Tierschutz (Tiere sollen nicht leiden und Tiere sollen nicht getötet werden)&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039; an (Stand Okt.2016).&amp;lt;ref&amp;gt;Umfrage für Vegan.eu (n=1307): „Warum vegan?“ https://www.vegan.eu/vegan-motive-umfrage/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegan.eu/vegan-motive-umfrage/&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu ähnlichen Ergebnissen kommen weitere Umfragen. &amp;lt;ref&amp;gt;Umfrage für Veganz (n=24.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Janssen, M. et al.(2016) Motives of consumers following a vegan diet and their attitudes towards animal agriculture; Appetite Vol. 105, 643-651 https://doi.org/10.1016/j.appet.2016.06.039 (n=329). &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Umfragen ergeben sich jedoch auch die Motivationsfelder der erhofften [[Auswirkungen auf die Gesundheit|gesundheitlichen Vorteile]] einer [[Vegane Ernährung|tierfreien Ernährung]] oder der erhofften positiven [[Auswirkungen auf die Umwelt]]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass es sich bei ethischen Motiven um die am weitesten verbreiteten handelt, lässt sich auch anhand der Selbstverständnisse zahlreicher veganer Organisationen abbilden. So ist es der Motivationstreiber für vegane Organisationen, wie zum Beispiel die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt eV. &amp;lt;ref&amp;gt;https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[PETA Deutschland eV.]] &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.peta.de/vegan-definition &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.peta.de/vegan-definition&amp;lt;/ref&amp;gt;, Animal Rights Watch eV.(ARiWa)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ariwa.org/selbstverstaendnis/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409164234/https://www.ariwa.org/selbstverstaendnis/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Tierschutzbund eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/veganismus/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/veganismus/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Verein gegen Tierfabriken &amp;lt;ref&amp;gt;https://vgt.at/projekte/vegetarismus/index.php &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409164539/https://vgt.at/projekte/vegetarismus/index.php&amp;lt;/ref&amp;gt; , Deutsches Tierschutzbüro eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tierschutzbuero.de/selbstdarstellung/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tierschutzbuero.de/selbstdarstellung/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Animal Equality Germany eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://animalequality.de/unsere-geschichte/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://animalequality.de/unsere-geschichte/&amp;lt;/ref&amp;gt; und viele weitere.&lt;br /&gt;
Viele dieser Organisationen führen zusätzlich gesundheitliche und umweltbezogene Argumente an. Einige messen allen Argumenten ein ähnliches Gewicht bei, so zum Beispiel [[ProVeg eV.]] (ehemals VEBU). &amp;lt;ref&amp;gt;https://proveg.com/de/ueber-uns/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://archive.today/boSkK&amp;lt;/ref&amp;gt; (Eine Liste weiterer Tierschutzorganisationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.jobverde.de/karriereinfo/Veganer-und-Vegetarier-Jobs &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.jobverde.de/karriereinfo/Veganer-und-Vegetarier-Jobs&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier ist anzumerken, dass sich nicht auf die Ethik bezogene Argumente nur indirekt auf den Veganismus selbst beziehen (können). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewegung==&lt;br /&gt;
Die Zahlen der vegan lebenden Menschen in Deutschland schwanken stark je nach Umfrage. So schätzte die SKOPOS Gruppe die Zahl der VeganerInnen in Deutschland anhand einer repräsentativen Umfrage (n=1000) für die Vegane Gesellschaft Deutschland eV. im Jahr 2016 auf etwa 1,3 Millionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Umfrage für Vegane Gesellschaft Deutschland eV. (2016) (n=1000): https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171139/https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurden die Leute erfasst, die tierische Bestandteile in ihrer Ernährung vermieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGNachfrage&amp;quot;&amp;gt;Berlin, J. (2020) persönliche Unterrichtung auf Mailanfrage, SKOPOS Gruppe&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen kommt die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) bei einer Umfrage (n=23.318) auf 0,95 Millionen vegan lebende deutschsprachige Menschen ab 14 Jahren in Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (2015-2019)  (n=23.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409163650/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei letzterer Umfrage wurde im Wortlaut jedoch danach gefragt, ob die Person sich als VeganerIn oder als jemand, &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;der weitgehend auf tierische Produkte verzichtet&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt; sehe, sodass das Ergebnis zu Gunsten einer höheren Anzahl verzerrt sein könnte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anhand einer Umfrage der Johannes Gutenberg Universität Mainz aus dem Jahr 2014 (n=4496) wurde die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland hingegen lediglich auf etwa 241.000 geschätzt. Dabei wurde danach gefragt, ob keinerlei tierische Produkte verzehrt würden. Eine zweite Umfrage des selben Institutes aus dem Jahr 2015 (n=5125) wählte ein laxeres Items und fragte, ob sich die Befragten &amp;lt;q&amp;gt;weitgehend vegan&amp;lt;/q&amp;gt; ernähren würden. Anhand dieser Umfrage lässt sich die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland auf etwa 457.000 schätzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Pfeiler, T. M.; Egloff, B.(2018)Examining the “Veggie” personality: Results from a representative German sample, Appetite, Volume 120, Pages 246-255, https://doi.org/10.1016/j.appet.2017.09.005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Vegan lebende Menschen in Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Anzahl&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Prozentsatz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Stichprobengröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Jahr der Umfrage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Item&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Quelle&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|241.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|0,29%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|4.496&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2014&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1.300.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1,60%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2016&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGNachfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|950.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1,10%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|23.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2019&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|weitgehend keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|457.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|0,55%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|5.125&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2015&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|weitgehend keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Veganismus in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot; /&amp;gt; und in Folge dessen von Lifestyle-Coaches der Abnehmszene sowie von esoterischen Gurus für sich entdeckt worden ist, sind heute immer wieder sowohl extreme Essenstrends ([[Rohkost]], [[Urkost]], [[basische Ernährung]] und weitere) als auch Scharlatane in der Bewegung zu sehen, die sich des Labels bedienen. Auch eine Verzahnung mit nationalistischem, fremdenfeindlichem und/oder menschenfeindlichem Gedankengut sowie ein Hang zu [[Verschwörungsmythen]] ist in einigen veganen Gruppierungen zu beobachten. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass es sich dabei um repräsentative Einstellungen handelt, da der Veganismus Untersuchungen zu Folge mehr Anklang unter progressiven und liberal-sozial eingestellten Personen findet.&amp;lt;ref&amp;gt;Martinelli, D., Berkmanienė, A. (2018) The Politics and the Demographics of Veganism: Notes for a Critical Analysis. Int J Semiot Law 31, 501–530, https://doi.org/10.1007/s11196-018-9543-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem kommt es teilweise vor, dass VeganerInnen Medikamente und [[Impfgegner|Impfungen ablehnen]], weil diese nicht ohne [[Tierversuche]] und teilweise nicht ohne Verwendung tierlicher Bestandteile erforscht und hergestellt werden können. Eine Aufopferung dieser Art wird von VeganerInnen in der Regel allerdings nicht als praktikabel im Sinne des veganen Selbstverständnisses verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pro-vegane und anti-vegane Mythen==&lt;br /&gt;
Zudem kursieren sowohl in der veganen Bewegung als auch in der nicht veganen Bevölkerung viele Missverständnisse und zweifelhafte Behauptungen über die Nutztierindustrie und den Umgang mit Tieren - geschredderte [[Eintagsküken|Küken]] landeten einem Mythos zufolge in Chicken Nuggets oder aber [[Milchkühe]] seien so gezüchtet, dass sie, auch ohne ein Kalb geboren zu haben, Milch gäben. Weitere Mythen existieren sowohl über [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsformen]] und deren gesundheitliche Auswirkungen – demnach seien vegane Ernährungsformen entweder Schutz und Heilmittel für eine Reihe unheilbarer Krankheiten, oder aber führten unweigerlich zu [[Mangelerscheinungen]] - , als auch über die ökologischen Auswirkungen und den Ressourcenverbrauch - so bräuchte es in der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch [[Futterverwertung|enorme Mengen Getreide]] und [[Mythos:15.000l Trinkwasser für 1kg Rindfleisch|Trinkwasser]], oder für Tofu würden [[Regenwaldrodung|Regenwälder abgeholzt]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier findet sich eine Liste von [[:Category:Pro-vegane Mythen| &#039;&#039;&#039;pro-veganen Mythen&#039;&#039;&#039;]] und [[:Category:Anti-vegane Mythen|&#039;&#039;&#039;anti-veganen Mythen&#039;&#039;&#039;]], die in der Vegipedia behandelt worden sind.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Vegane Ernährung]], [[Vegane Kinderernährung]]}}&lt;br /&gt;
Eine vegane Lebensweise äußert sich am offensichtlichsten in der Nahrungsmittelauswahl. Das [[Fleisch]] von [[Schweine|Schweinen]], [[Rinder|Rindern]], [[Geflügel]], [[Fisch|Fischen]] und anderen Tieren sowie andere tierliche Erzeugnisse wie [[Milch]] und Milchprodukte oder [[Eierindustrie|Eier]], werden von VeganerInnen nicht verzehrt. Diese Nahrungsquellen sind für den Menschen jedoch eine bedeutende Quelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff essentiellen Nährstoffen]. Die meisten dieser Nährstoffe lassen sich auch aus nicht-tierlichen Nahrungsmitteln aufnehmen. Wie in einer mischköstlichen/omnivoren Ernährungsweise, gibt es allerdings auch bei einer [[Vegane Ernährung|tierfreien Ernährung]] einige kritische Nährstoffe, auf die man dabei besonders Rücksicht nehmen sollte. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.] (DGE) führt dabei folgende Nährstoffe als kritisch für [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsweisen]] auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Protein]] bzw. unentbehrliche Aminosäuren&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* langkettige [https://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fetts%C3%A4uren n3-Fettsäuren]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vitamine ([https://de.wikipedia.org/wiki/Riboflavin B2], [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12], [https://de.wikipedia.org/wiki/Cholecalciferol D3]) und&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Jod, Zink, Selen)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei nehme die Versorgung des Körpers mit dem Vitamin [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12] (Cobalamin) die kritischste Rolle ein.&lt;br /&gt;
In ihrem Positionspaper legen die Wissenschaftler der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung DGE] dar, wie eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Nährstoffen dennoch gewährleistet werden könne. Dabei gebe es insbesondere für das Vitamin [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12] derzeit keine zuverlässigen Belege, dass eine ausreichende Aufnahme ohne [[Supplemente]] sichergestellt werden könne&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Schwangere und Kleinkinder spricht die DGE keine Empfehlung für eine [[Vegane Ernährung|vegane Ernährung]] aus. Weiterführende Informationen finden sich im Artikel [[Vegane Kinderernährung]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anzumerken ist hier, dass die DGE im internationalen Vergleich mit großen Ernährungsorganisationen anderer Länder mit dieser Position durchaus eine Sonderstellung einnimmt. So halten sowohl die Working Group of the Italian Society for Human Nutrition&amp;lt;ref&amp;gt;Agnoli C. et al. (2017) Position paper on vegetarian diets from the working group of the Italian Society of Human Nutrition, Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases, Volume 27, Issue 12:1037–1052, https://doi.org/10.1016/j.numecd.2017.10.020 &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Academy of Nutrition and Dietetics]] (USA)&amp;lt;ref&amp;gt;Melina V. et al. (2016) Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets, J Acad Nutr Diet. 2016 Dec;116(12):1970-1980., https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Dietitians of Canada&amp;lt;ref&amp;gt;Mangels A. R. et al. (2003) Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets, J Am Diet Assoc. 2003 Jun;103(6):748-65, https://doi.org/10.1053/jada.2003.50142 &amp;lt;/ref&amp;gt;, als auch die British Nutrition Foundation&amp;lt;ref&amp;gt;Philips, F.(2005)Vegetarian Nutrition, Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 132–167&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1111/j.1467-3010.2005.00467.x&amp;lt;/ref&amp;gt; eine gut geplante vegane Ernährungsweise für in allen Lebenslagen nährstofflich adäquat und haben jeweils ein Positionspapier dazu ausgegeben. Auch die Dietitians Association of Australia&amp;lt;ref&amp;gt; https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/&amp;lt;/ref&amp;gt; geben auf ihren Onlinepräsenzen einer gut geplanten veganen Ernährungsweise grünes Licht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf ihrer Website gibt die DGE als Begründung für diese unterschiedliche Positionierung die mangelnde Datenlage betreffend eine deutschlandspezifische [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsweisen]] an. So sei im Vergleich zu Amerika die Anreicherung mit Mineralstoffen und Vitaminen in Deutschland weniger verbreitet und eine Aufnahme der kritischen Nährstoffe dadurch insgesamt etwas schwerer als in anderen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung DGE] rät insbesondere neuen VeganerInnen dazu, sich Unterstützung in Form einer [[Ernährungsberatung]] einzuholen, um sicherzustellen, dass die [[Vegane Ernährung|vegane Ernährung]] gut geplant ist und alle kritischen Nährstoffe gut abgedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_15.000_l_Trinkwasser_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=184</id>
		<title>Mythos: 15.000 l Trinkwasser für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_15.000_l_Trinkwasser_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=184"/>
		<updated>2020-05-18T15:42:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein prominentes Argument von Veganern und Umweltaktivisten ist der angeblich hohe Bedarf an Trinkwasser als Ressource zur Produktion von tierlichen Lebensmitteln. So würden allein für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 15.000 Liter Trinkwasser verbraucht. Das sei eine Verschwendung einer knappen Ressource, was langfristig zu Umweltschäden und Verteilungsproblematiken führen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Der Wirkungsindikator Wasserfußabdruck (water footprint) ist seit seiner Einführung im Jahr 2003 in der Kritik, weil die Schädlichkeit von Wassernutzung sehr von der Herkunft des Wassers und regionalen Bedingungen abhängig ist und eine pauschale Aufaddierung diese Unterschiedlichkeit unterschlägt. Die suggerierte Analogie zum CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Fußabdruck ist damit falsch und irreführend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
===Virtuelles Wasser und Wasserfußabdruck===&lt;br /&gt;
Bei virtuellem Wasser handelt es sich um ein Konzept des englischen Geographen John Anthony Allan. 1993 argumentierte er erstmal für den Bedarf eines Konzeptes zur korrekten Zuordnung ([https://de.wikipedia.org/wiki/Allokation_(%C3%96kobilanz) Allokation]) der Wassernutzung zu verschiedenen Produkten.&amp;lt;ref&amp;gt; Allan, J. A. (1993) Fortunately there are substitutes for water otherwise our hydro-political futures would be impossible, Priorities for water resources allocation and management 13.4 (1993): 26. &amp;lt;br&amp;gt; https://www.ircwash.org/sites/default/files/210-93PR-11967.pdf#page=18 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200412142428/https://www.ircwash.org/sites/default/files/210-93PR-11967.pdf#page=18&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter Produkten mit dem gleichen Wassergehalt können sehr unterschiedliche und zum Teil viel größere genutzte Wassermengen stehen, die beim Handel des Produktes nicht sofort ersichtlich werden. Das Konzept sollte nun Produkten diese bei der Produktion verwendete Menge als virtuelles Wasser zuschreiben, um so darstellen zu können welche Wassernutzung mit importierten und exportierten Produkten zusammenhängt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Etwa zwei Jahrzehnte später kam die Idee des Wasserfußabdrucks als [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenszyklusanalyse Wirkungsindikator] erstmals in einem Bericht auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoekstra, A.Y.; Hung, P.Q. (2003) Virtual water trade, Hoekstra, Arjen Y., and Pin Q. Hung. &amp;quot;Virtual water trade.&amp;quot; Proceedings of the international expert meeting on virtual water trade. Vol. 12. UNESCO-IHE, Delft &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191121200907/http://www.ayhoekstra.nl/pubs/Report11.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Motivation besteht darin, dass Länder mit knappen Trinkwasserreserven, diese schonen müssen, indem sie solche Produkte importieren, die viel Trinkwasser in der Produktion benötigen, und wiederum solche Produkte exportieren, die wenig Trinkwasser in der Produktion benötigen. Man könnte mittels des Wasserfußabdrucks ermitteln welche Länder einen Nettoimport von virtuellem Wasser haben und welche einen Nettoexport. So könne verhindert werden, dass es zu Wasserknappheiten kommt. Schon damals führten die Limitationen der Studie jedoch zu viel Kritik.&amp;lt;ref name=’Fereres‘&amp;gt;Fereres, E., Villalobos, F.J., Orgaz, F. et al. (2017) Commentary: On the water footprint as an indicator of water use in food production. Irrig Sci 35, 83–85. &amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1007/s00271-017-0535-y&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===15.000 Liter pro Kilogramm===&lt;br /&gt;
Die Menge an virtuellem Wassers, die für einen Kilogramm Rindfleisch aufgebracht werden muss, variiert abhängig von Haltungsart (Weide, Stall oder beides), Rinderrasse Region (Temperatur, Niederschlag) und weiteren Faktoren. Zudem gibt es auch zwischen verschiedenen Publikationen Abweichungen, da immer Annahmen getroffen werden müssen. Eine genaue Zahl anzugeben, wie viel virtuelles Wasser hinter dem Rindfleischburger einer Person steht ist daher nicht so trivial. Häufig wird sich mit den Zahlen auf einen Bericht aus dem Jahre 2010 bezogen. Darin wird ein globaler Durchschnittswert von 15.400 Litern Trinkwasser zur Erzeugung eines Kilogramms Rindfleisch angegeben.&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘&amp;gt; Mekonnen MM, Hoekstra AY. (2010) The green, blue and grey water footprint of farm animals and animal products. Delft: Unesco-IHE Institute for Water Education, Value of Water Research Report Series; 48.&amp;lt;br&amp;gt; https://research.utwente.nl/files/59481062/Report-48-WaterFootprint-AnimalProducts-Vol1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20190809151041/https://waterfootprint.org/media/downloads/Report-48-WaterFootprint-AnimalProducts-Vol2_1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Problematik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußabdruck===&lt;br /&gt;
Der Wasserfußabdruck wird regelmäßig als ein Äquivalent zum CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Fußabruck verstanden. Das ist jedoch unzulässig, weil eine lokale Emission von zusätzlichem CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; globale Auswirkungen nach sich zieht unabhängig davon, ob man in einer Gegend lebt in der auch sonst viel CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ausgestoßen wird oder nicht. Demgegenüber steht die Wassernutzung, deren potentielle Schädlichkeit stark von lokalen Faktoren abhängt. Wassernutzung in einer wasserreichen Gegend hat ein geringeres Potential Schäden herbeizuführen als eine Wassernutzung in Regionen, in denen Umwelt und Mensch ohnehin schon mit sehr knappen Wasservorräten auskommen müssen. Daher ist es irreführend importierte Wassermengen aus verschiedenen Regionen und Kontexten miteinander zu einem Wasserfußabdruck zuverrechnen. Dabei gehen zu viele Informationen verloren, um auf dieser Grundlage eine sinnvolle Einschätzung der Umweltauswirkungen treffen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; Wichelns, D. (2015) Virtual water and water footprints do not provide helpful insight regarding international trade or water scarcity. Ecological Indicators, 52, 277-283.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.ecolind.2014.12.013 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wasserart===&lt;br /&gt;
In Tabelle 4 auf der Seite 25 des häufig zitierten Berichtes&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt; wird die Wassernutzung nach Art des Tierproduktes, nach Region der Produktion und nach Wasserart aufgetrennt. Für Rindfleisch benötigt es im globalen Schnitt 14.414 Liter des sogenannten grünen Wassers, 550 Liter des blauen Wassers und 451 Liter des grauen Wassers. Diese Unterscheidung ist wichtig, um ein besseres Verständnis der tatsächlichen Umweltauswirkungen zu bekommen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Grünes Wasser&#039;&#039; ist Regenwasser, das zu Boden fällt von den Pflanzen aufgenommen wird. Überschüssiges Regenwasser versickert, verdampft oder fließt ab und geht in Oberflächenwasser über und wird nicht mit zum grünen Wasser gezählt. Chris Perry zu Folge könne es dabei sogar vorkommen, dass die angebauten Pflanzen weniger Regenwasser aufnehmen und in Folge dessen mehr Wasser versickern oder abfließen kann als bei natürlicher Vegetation, sodass man den Anbau der Pflanzen nicht als Grünwasser-konsumierend sehen müsse, sondern im Gegensatz sogar als Grünwasser-sparend.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, C. (2014). Water footprints: path to enlightenment, or false trail?. Agricultural Water Management, 134, 119-125.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.agwat.2013.12.004 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nutzung von grünem Wasser ist aus diesem Grunde nur sehr eingeschränkt brauchbar als Indikator für die Nachhaltigkeit eines Prdouktes. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Blaues Wasser&#039;&#039; ist Wasser, dass zur Bewässerung bezogen wird. In der Regel kommt es aus dem Grundwasser. Werden Grundwasserreservoire intensiv genutzt, kann es zur Austrocknung eben dieser kommen, was eine Reihe von Umweltproblemen nach sich ziehen kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Graues Wasser&#039;&#039; ist Wasser, das bei der Nutzung verunreinigt wird, wodurch es nicht uneingeschränkt weiternutzbar ist. Beispielsweise wird eine gewisse Wassermenge benötigt, um Schadstoffe zu entsorgen.&amp;lt;ref&amp;gt; Bowling L.C., Cherkauer K.A. (2018) The Green, Blue, and Gray Water Rainbow. In: Eise J., Foster K.A. (eds) How to Feed the World. Island Press, Washington, DC, p.24-45, https://doi.org/10.5822/978-1-61091-885-5_3 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auffällig ist nun bei den oben genannten Zahlen, dass knapp 94% des virtuellen Wassers aus grünem Wasser - also Regenwasser - gedeckt wird. Also einer Größe, deren Bedeutung so einfach nicht einzuschätzen ist.&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regionale Unterschiede===&lt;br /&gt;
In der Tabelle 4 auf Seite 25 des Berichtes&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt; werden zudem die Wasserbedarfe nach Ländern aufgetrennt. Dabei variieren sowohl die Gesamtverbräuche als auch die Verbräuche der verschiedenen Wasserarten stark. Die Angaben für zwei Beispielnationen sollen im Folgenden angegeben werden und dadurch Rückschlüsse auf die Zweckmäßigkeit der Angabe des Wasserfußabdrucks gezogen werden.&lt;br /&gt;
====Brasilien====&lt;br /&gt;
In Brasilien braucht es für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch 19488 Liter Wasser und damit deutlich mehr als der globale Durchschnitt. Eine mögliche Erklärung ist die hohe Temperatur, die den Wasserbedarf der Futterpflanzen und Tiere erhöht. Schaut man sich jedoch die Zusammensetzung an, fällt auf, dass gerade mal 178 Liter blaues Wasser und 82 Liter graues Wasser benötigt werden und es sich damit bei knapp 99% des verwendeten Wassers um grünes Wasser handelt. Der hohe Anteil an grünem Wasser kommt zum Einen durch die sehr regenreiche Region zu Stande, zum Anderen kann in Brasilien ganzjährig Weidehhaltung betrieben werden. Obwohl brasilianisches Rindfleisch scheinbar einen besonders hohen Wasserfußabdruck hat, muss nur in sehr geringem Maß auf endliche Wasserreservoire zurückgegriffen werden. Dieses Beispiel macht recht deutlich, warum der Wasserfußabdruck in seiner häufig verwendeten Pauschalität ungeeignet ist, als Nachhaltigkeitsinstrument.&lt;br /&gt;
====Niederlande====&lt;br /&gt;
Im Bericht befinden sich keine expliziten Angaben für den virtuellen Wasserbedarf der Rindfleischproduktion in Deutschland (lediglich in den Rohdaten&amp;lt;ref&amp;gt; Mekonnen MM, Hoekstra AY. (2010) APPENDIX: The green, blue and grey water footprint of farm animals and animal products. Delft: Unesco-IHE Institute for Water Education, Value of Water Research Report Series; 48.https://research.utwente.nl/files/59481201/Report48_WaterFootprint_AnimalProducts_Vol2.pdf&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200412153413/https://ris.utwente.nl/ws/portalfiles/portal/59481201/Report48_WaterFootprint_AnimalProducts_Vol2.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich Daten dazu, deren Auswertung jedoch Experten vorbehalten bleiben sollte und nicht Teil dieses Artikels ist). Jedoch finden sich im Bericht Angaben für die Niederlande. Obwohl die Niederlande nicht gänzlich identisch zu Deutschland sind, was die Niederschlagsmenge, die Temperaturen und die Haltungsformen angeht, kommen diese Daten vermutlich denen Deutschlands am nächsten.&lt;br /&gt;
Für die Niederlande werden für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 5684 Liter grünes Wasser, 484 Liter blaues Wasser und 345 Liter graues Wasser angegeben. Dem zu Folge hat ein Kilogramm Rindfleisch in den Nierderlanden einen Wasserfußabdruck von 6513 Litern. Der Wasserfußabdruck für die Niederlande ist damit nicht einmal halb so hoch, wie der globale Durchschnitt, der häufig zitiert wird. Der Anteil an blauem und grauem Wasser liegt deutlich über dem von Brasilien, was unteranderem daran liegt, dass in Europa durch niedrige Temperaturen bedingt im Winter in der Regel auf eine Stallhaltung umgestiegen wird in der die Tiere mit Wasser versorgt werden müssen. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserknappheit stellt für Deutschland dem Umweltbundesamt zu Folge jedoch kein Problem dar und in den letzten Jahren ist die Wasserentnahme insbesondere durch die Industrie kontinuierlich zurückgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt; https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/save/https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=183</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
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		<updated>2020-05-18T15:40:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Quellen unter Tatsächlich&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trophie&amp;quot; &amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GlobBurd&amp;quot;&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGE&amp;quot;&amp;gt; DGE(2017)10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGE&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So äußerte er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert hat, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund ist. Mills ist mit seiner Behauptung man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast, bspw. in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Interview mit Claus vom Youtube-Kanal &amp;quot;PlantBasedNews&amp;quot; äußerte Mills:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]if you look at our physiology, we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PLANTBASEDNEWS(03.01.2018)SCAVENGERS or HERBIVORES? Human Diet Explained - Dr. Milton Mills &amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/nS2_Q1NY8nU?t=50 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslösen würde, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für Nahrungsmittel ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann dieses Argument nicht hinreichend für den Veganismus argumentieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädator (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. ermittelten mit Verzehrsdaten der Jahre 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trophie&amp;quot; /&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 2 und 3 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1-Genes in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende [https://de.wikipedia.org/wiki/Einzelnukleotid-Polymorphismus Einzelnukleotid-Polymorphismen] (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers. Die Mutationen ermöglichen so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Vorgehensweise der Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein. So könnten neue Nährstoffquellen erschlossen worden sein ohne dass es physiologische Anpassungen des Verdauungstraktes dafür nötig gewesen wäre. &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GlobBurd&amp;quot; /&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meerestieren. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGE&amp;quot; /&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=181</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=181"/>
		<updated>2020-05-18T08:14:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Bewegung */ provegane antivegane Mythen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine ethisch motivierte Lebensweise, die sich nach außen hin durch den Verzicht auf Produkte tierlichen Ursprungs in [[Vegane Ernährung|Ernährung]] ([[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]], tlw. auch [[Honig]]) , Bekleidung ([[Leder]], [[Wolle]], [[Seide]]) und anderen Bereichen des Lebens ([[Kosmetik]] u. a.) zeigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophisch kann sich der Veganismus inzwischen auf eine zunehmend ernstere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema der [[Tierethik]] berufen &amp;lt;ref&amp;gt;Ach, J. S. (2019) Können sie leiden? – Ein Einblick in die moderne Tierethik am Beispiel der Nutztierhaltung, in:  Diehl, E.; Tuider, J. (Hrsg.) Haben Tiere Rechte?, Bundeszentrale für politische Bildung, Band 10450:53-65, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/web/20200409161331/https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schmitz, F. (2014) Tierethik – Grundlagentexte, suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2082:49-73, ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ywfonAEACAAJ&amp;amp;dq=978-3-518-29682-0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwip05rY_rrpAhXiy6YKHbhRCSEQ6AEIMzAB 978-3-518-29682-0]] &amp;lt;/ref&amp;gt;, obwohl die Beschäftigung damit keineswegs gänzlich neu ist. So hat sich beispielsweise schon ein Schüler des Aristoteles, Theophrastos von Eros [ca. 372-287 v. Chr.], kritisch zum Töten von Tieren, die weder gefährlich noch schädlich sind, geäußert.&amp;lt;ref&amp;gt;Baranzke, H.; Ingensiep, H. W. (2019) Was ist gerecht im Verhältnis zwischen Mensch und Tier?, in:  Diehl, E.; Tuider, J. (Hrsg.) Haben Tiere Rechte?, Bundeszentrale für politische Bildung, Band 10450:27-28, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/web/20200409161331/https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung und Bedeutung==&lt;br /&gt;
Der Begriff Veganismus geht dabei auf die 1944 von [[Donald Watson]], [[Elsie Shrigley]] und weiteren gegründete [[Vegan Society]] zurück. 1988 gab die [[Vegan Society]] eine neue Definition des Begriffs Veganismus aus.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vegansociety.com/about-us/history &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegansociety.com/about-us/history&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Definition zu Folge ist Veganismus &#039;&#039;[aus dem Englischen übersetzt]&#039;&#039;:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;eine Philosophie und Lebensweise, die versucht - soweit wie möglich und praktikabel durchführbar - alle Formen der Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden […]&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition betont ethische Beweggründe als Motivation – Ausbeutung und Grausamkeiten sind klar moralische Themenfelder. Weiter lautet die Definition der Vegan Society:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die [[Vegane Ernährung|Ernährung]] bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden.&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beweggründe==&lt;br /&gt;
Umfragen deuten darauf hin, dass es sich bei der [[Tierethik|ethischen Komponente]] um die am weitesten verbreitete Motivation für eine vegane Lebensweise handelt. So gaben beispielsweise bei einer Umfrage von vegan.eu (n=1307) 82,5% der TeilnehmerInnen als Motiv: &#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;Tierrechte/Tierschutz (Tiere sollen nicht leiden und Tiere sollen nicht getötet werden)&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039; an (Stand Okt.2016).&amp;lt;ref&amp;gt;Umfrage für Vegan.eu (n=1307): „Warum vegan?“ https://www.vegan.eu/vegan-motive-umfrage/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegan.eu/vegan-motive-umfrage/&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu ähnlichen Ergebnissen kommen weitere Umfragen. &amp;lt;ref&amp;gt;Umfrage für Veganz (n=24.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Janssen, M. et al.(2016) Motives of consumers following a vegan diet and their attitudes towards animal agriculture; Appetite Vol. 105, 643-651 https://doi.org/10.1016/j.appet.2016.06.039 (n=329). &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Umfragen ergeben sich jedoch auch die Motivationsfelder der erhofften [[Auswirkungen auf die Gesundheit|gesundheitlichen Vorteile]] einer [[Vegane Ernährung|tierfreien Ernährung]] oder der erhofften positiven [[Auswirkungen auf die Umwelt]]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass es sich bei ethischen Motiven um die am weitesten verbreiteten handelt, lässt sich auch anhand der Selbstverständnisse zahlreicher veganer Organisationen abbilden. So ist es der Motivationstreiber für vegane Organisationen, wie zum Beispiel die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt eV. &amp;lt;ref&amp;gt;https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[PETA Deutschland eV.]] &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.peta.de/vegan-definition &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.peta.de/vegan-definition&amp;lt;/ref&amp;gt;, Animal Rights Watch eV.(ARiWa)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ariwa.org/selbstverstaendnis/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409164234/https://www.ariwa.org/selbstverstaendnis/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Tierschutzbund eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/veganismus/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/veganismus/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Verein gegen Tierfabriken &amp;lt;ref&amp;gt;https://vgt.at/projekte/vegetarismus/index.php &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409164539/https://vgt.at/projekte/vegetarismus/index.php&amp;lt;/ref&amp;gt; , Deutsches Tierschutzbüro eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tierschutzbuero.de/selbstdarstellung/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tierschutzbuero.de/selbstdarstellung/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Animal Equality Germany eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://animalequality.de/unsere-geschichte/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://animalequality.de/unsere-geschichte/&amp;lt;/ref&amp;gt; und viele weitere.&lt;br /&gt;
Viele dieser Organisationen führen zusätzlich gesundheitliche und umweltbezogene Argumente an. Einige messen allen Argumenten ein ähnliches Gewicht bei, so zum Beispiel [[ProVeg eV.]] (ehemals VEBU). &amp;lt;ref&amp;gt;https://proveg.com/de/ueber-uns/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://archive.today/boSkK&amp;lt;/ref&amp;gt; (Eine Liste weiterer Tierschutzorganisationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.jobverde.de/karriereinfo/Veganer-und-Vegetarier-Jobs &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.jobverde.de/karriereinfo/Veganer-und-Vegetarier-Jobs&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier ist anzumerken, dass sich nicht auf die Ethik bezogene Argumente nur indirekt auf den Veganismus selbst beziehen (können). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewegung==&lt;br /&gt;
Die Zahlen der vegan lebenden Menschen in Deutschland schwanken stark je nach Umfrage. So schätzte die SKOPOS Gruppe die Zahl der VeganerInnen in Deutschland anhand einer repräsentativen Umfrage (n=1000) für die Vegane Gesellschaft Deutschland eV. im Jahr 2016 auf etwa 1,3 Millionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Umfrage für Vegane Gesellschaft Deutschland eV. (2016) (n=1000): https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171139/https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurden die Leute erfasst, die tierische Bestandteile in ihrer Ernährung vermieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGNachfrage&amp;quot;&amp;gt;Berlin, J. (2020) persönliche Unterrichtung auf Mailanfrage, SKOPOS Gruppe&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen kommt die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) bei einer Umfrage (n=23.318) auf 0,95 Millionen vegan lebende deutschsprachige Menschen ab 14 Jahren in Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (2015-2019)  (n=23.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409163650/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei letzterer Umfrage wurde im Wortlaut jedoch danach gefragt, ob die Person sich als VeganerIn oder als jemand, &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;der weitgehend auf tierische Produkte verzichtet&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt; sehe, sodass das Ergebnis zu Gunsten einer höheren Anzahl verzerrt sein könnte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anhand einer Umfrage der Johannes Gutenberg Universität Mainz aus dem Jahr 2014 (n=4496) wurde die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland hingegen lediglich auf etwa 241.000 geschätzt. Dabei wurde danach gefragt, ob keinerlei tierische Produkte verzehrt würden. Eine zweite Umfrage des selben Institutes aus dem Jahr 2015 (n=5125) wählte ein laxeres Items und fragte, ob sich die Befragten &amp;lt;q&amp;gt;weitgehend vegan&amp;lt;/q&amp;gt; ernähren würden. Anhand dieser Umfrage lässt sich die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland auf etwa 457.000 schätzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Pfeiler, T. M.; Egloff, B.(2018)Examining the “Veggie” personality: Results from a representative German sample, Appetite, Volume 120, Pages 246-255, https://doi.org/10.1016/j.appet.2017.09.005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Vegan lebende Menschen in Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Anzahl&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Prozentsatz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Stichprobengröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Jahr der Umfrage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Item&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Quelle&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|241.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|0,29%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|4.496&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2014&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1.300.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1,60%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2016&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGNachfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|950.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1,10%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|23.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2019&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|weitgehend keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|457.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|0,55%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|5.125&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2015&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|weitgehend keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Veganismus in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot; /&amp;gt; und in Folge dessen von Lifestyle-Coaches der Abnehmszene sowie von esoterischen Gurus für sich entdeckt worden ist, sind heute immer wieder sowohl extreme Essenstrends ([[Rohkost]], [[Urkost]], [[basische Ernährung]] und weitere) als auch Scharlatane in der Bewegung zu sehen, die sich des Labels bedienen. Auch eine Verzahnung mit nationalistischem, fremdenfeindlichem und/oder menschenfeindlichem Gedankengut sowie ein Hang zu [[Verschwörungsmythen]] ist in einigen veganen Gruppierungen zu beobachten. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass es sich dabei um repräsentative Einstellungen handelt, da der Veganismus Untersuchungen zu Folge mehr Anklang unter progressiven und liberal-sozial eingestellten Personen findet.&amp;lt;ref&amp;gt;Martinelli, D., Berkmanienė, A. (2018) The Politics and the Demographics of Veganism: Notes for a Critical Analysis. Int J Semiot Law 31, 501–530, https://doi.org/10.1007/s11196-018-9543-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem kursieren sowohl in der veganen Bewegung als auch in der nicht veganen Bevölkerung viele Missverständnisse und zweifelhafte Behauptungen über die Nutztierindustrie und den Umgang mit Tieren - geschredderte [[Eintagsküken|Küken]] landeten einem Mythos zufolge in Chicken Nuggets oder aber [[Milchkühe]] seien so gezüchtet, dass sie, auch ohne ein Kalb geboren zu haben, Milch gäben. Weitere Mythen existieren sowohl über [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsformen]] und deren gesundheitliche Auswirkungen – demnach seien vegane Ernährungsformen entweder Schutz und Heilmittel für eine Reihe unheilbarer Krankheiten, oder aber führten unweigerlich zu [[Mangelerscheinungen]] - , als auch über die ökologischen Auswirkungen und den Ressourcenverbrauch - so bräuchte es in der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch [[Futterverwertung|enorme Mengen Getreide]] und [[Mythos:15.000l Trinkwasser für 1kg Rindfleisch|Trinkwasser]], oder für Tofu würden [[Regenwaldrodung|Regenwälder abgeholzt]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier findet sich eine Liste von [[Pro-vegane Mythen| &#039;&#039;&#039;pro-veganen Mythen&#039;&#039;&#039;]] und [[Anti-vegane Mythen|&#039;&#039;&#039;anti-veganen Mythen&#039;&#039;&#039;]], die in der Vegipedia behandelt worden sind.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem kommt es teilweise vor, dass VeganerInnen Medikamente und [[Impfgegner|Impfungen ablehnen]], weil diese nicht ohne [[Tierversuche]] und teilweise nicht ohne Verwendung tierlicher Bestandteile erforscht und hergestellt werden können. Eine Aufopferung dieser Art wird von VeganerInnen in der Regel allerdings nicht als praktikabel im Sinne des veganen Selbstverständnisses verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Vegane Ernährung]], [[Vegane Kinderernährung]]}}&lt;br /&gt;
Eine vegane Lebensweise äußert sich am offensichtlichsten in der Nahrungsmittelauswahl. Das [[Fleisch]] von [[Schweine|Schweinen]], [[Rinder|Rindern]], [[Geflügel]], [[Fisch|Fischen]] und anderen Tieren sowie andere tierliche Erzeugnisse wie [[Milch]] und Milchprodukte oder [[Eierindustrie|Eier]], werden von VeganerInnen nicht verzehrt. Diese Nahrungsquellen sind für den Menschen jedoch eine bedeutende Quelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff essentiellen Nährstoffen]. Die meisten dieser Nährstoffe lassen sich auch aus nicht-tierlichen Nahrungsmitteln aufnehmen. Wie in einer mischköstlichen/omnivoren Ernährungsweise, gibt es allerdings auch bei einer [[Vegane Ernährung|tierfreien Ernährung]] einige kritische Nährstoffe, auf die man dabei besonders Rücksicht nehmen sollte. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.] (DGE) führt dabei folgende Nährstoffe als kritisch für [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsweisen]] auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Protein]] bzw. unentbehrliche Aminosäuren&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* langkettige [https://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fetts%C3%A4uren n3-Fettsäuren]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vitamine ([https://de.wikipedia.org/wiki/Riboflavin B2], [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12], [https://de.wikipedia.org/wiki/Cholecalciferol D3]) und&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Jod, Zink, Selen)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei nehme die Versorgung des Körpers mit dem Vitamin [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12] (Cobalamin) die kritischste Rolle ein.&lt;br /&gt;
In ihrem Positionspaper legen die Wissenschaftler der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung DGE] dar, wie eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Nährstoffen dennoch gewährleistet werden könne. Dabei gebe es insbesondere für das Vitamin [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12] derzeit keine zuverlässigen Belege, dass eine ausreichende Aufnahme ohne [[Supplemente]] sichergestellt werden könne&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Schwangere und Kleinkinder spricht die DGE keine Empfehlung für eine [[Vegane Ernährung|vegane Ernährung]] aus. Weiterführende Informationen finden sich im Artikel [[Vegane Kinderernährung]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anzumerken ist hier, dass die DGE im internationalen Vergleich mit großen Ernährungsorganisationen anderer Länder mit dieser Position durchaus eine Sonderstellung einnimmt. So halten sowohl die Working Group of the Italian Society for Human Nutrition&amp;lt;ref&amp;gt;Agnoli C. et al. (2017) Position paper on vegetarian diets from the working group of the Italian Society of Human Nutrition, Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases, Volume 27, Issue 12:1037–1052, https://doi.org/10.1016/j.numecd.2017.10.020 &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Academy of Nutrition and Dietetics]] (USA)&amp;lt;ref&amp;gt;Melina V. et al. (2016) Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets, J Acad Nutr Diet. 2016 Dec;116(12):1970-1980., https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Dietitians of Canada&amp;lt;ref&amp;gt;Mangels A. R. et al. (2003) Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets, J Am Diet Assoc. 2003 Jun;103(6):748-65, https://doi.org/10.1053/jada.2003.50142 &amp;lt;/ref&amp;gt;, als auch die British Nutrition Foundation&amp;lt;ref&amp;gt;Philips, F.(2005)Vegetarian Nutrition, Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 132–167&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1111/j.1467-3010.2005.00467.x&amp;lt;/ref&amp;gt; eine gut geplante vegane Ernährungsweise für in allen Lebenslagen nährstofflich adäquat und haben jeweils ein Positionspapier dazu ausgegeben. Auch die Dietitians Association of Australia&amp;lt;ref&amp;gt; https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/&amp;lt;/ref&amp;gt; geben auf ihren Onlinepräsenzen einer gut geplanten veganen Ernährungsweise grünes Licht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf ihrer Website gibt die DGE als Begründung für diese unterschiedliche Positionierung die mangelnde Datenlage betreffend eine deutschlandspezifische [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsweisen]] an. So sei im Vergleich zu Amerika die Anreicherung mit Mineralstoffen und Vitaminen in Deutschland weniger verbreitet und eine Aufnahme der kritischen Nährstoffe dadurch insgesamt etwas schwerer als in anderen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung DGE] rät insbesondere neuen VeganerInnen dazu, sich Unterstützung in Form einer [[Ernährungsberatung]] einzuholen, um sicherzustellen, dass die [[Vegane Ernährung|vegane Ernährung]] gut geplant ist und alle kritischen Nährstoffe gut abgedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_15.000_l_Trinkwasser_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=179</id>
		<title>Mythos: 15.000 l Trinkwasser für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_15.000_l_Trinkwasser_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=179"/>
		<updated>2020-05-18T08:03:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Erstellung mit Leerzeichen vor Einheiten im Titel&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein prominentes Argument von Veganern und Umweltaktivisten ist der angeblich hohe Bedarf an Trinkwasser als Ressource zur Produktion von tierlichen Lebensmitteln. So würden allein für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 15.000 Liter Trinkwasser verbraucht. Das sei eine Verschwendung einer knappen Ressource, was langfristig zu Umweltschäden und Verteilungsproblematiken führen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Der Wirkungsindikator Wasserfußabdruck (water footprint) ist seit seiner Einführung im Jahr 2003 in der Kritik, weil die Schädlichkeit von Wassernutzung sehr von der Herkunft des Wassers und regionalen Bedingungen abhängig ist und eine pauschale Aufaddierung diese Unterschiedlichkeit unterschlägt. Die suggerierte Analogie zum CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Fußabdruck ist damit falsch und irreführend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
===Virtuelles Wasser und Wasserfußabdruck===&lt;br /&gt;
Bei virtuellem Wasser handelt es sich um ein Konzept des englischen Geographen John Anthony Allan. 1993 argumentierte er erstmal für den Bedarf eines Konzeptes zur korrekten Zuordnung ([https://de.wikipedia.org/wiki/Allokation_(%C3%96kobilanz) Allokation]) der Wassernutzung zu verschiedenen Produkten.&amp;lt;ref&amp;gt; Allan, J. A. (1993) Fortunately there are substitutes for water otherwise our hydro-political futures would be impossible, Priorities for water resources allocation and management 13.4 (1993): 26. &amp;lt;br&amp;gt; https://www.ircwash.org/sites/default/files/210-93PR-11967.pdf#page=18 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200412142428/https://www.ircwash.org/sites/default/files/210-93PR-11967.pdf#page=18&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter Produkten mit dem gleichen Wassergehalt können sehr unterschiedliche und zum Teil viel größere genutzte Wassermengen stehen, die beim Handel des Produktes nicht sofort ersichtlich werden. Das Konzept sollte nun Produkten diese bei der Produktion verwendete Menge als virtuelles Wasser zuschreiben, um so darstellen zu können welche Wassernutzung mit importierten und exportierten Produkten zusammenhängt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Etwa zwei Jahrzehnte später kam die Idee des Wasserfußabdrucks als [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenszyklusanalyse Wirkungsindikator] erstmals in einem Bericht auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoekstra, A.Y.; Hung, P.Q. (2003) Virtual water trade, Hoekstra, Arjen Y., and Pin Q. Hung. &amp;quot;Virtual water trade.&amp;quot; Proceedings of the international expert meeting on virtual water trade. Vol. 12. UNESCO-IHE, Delft &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191121200907/http://www.ayhoekstra.nl/pubs/Report11.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Motivation besteht darin, dass Länder mit knappen Trinkwasserreserven, diese schonen müssen, indem sie solche Produkte importieren, die viel Trinkwasser in der Produktion benötigen, und wiederum solche Produkte exportieren, die wenig Trinkwasser in der Produktion benötigen. Man könnte mittels des Wasserfußabdrucks ermitteln welche Länder einen Nettoimport von virtuellem Wasser haben und welche einen Nettoexport. So könne verhindert werden, dass es zu Wasserknappheiten kommt. Schon damals führten die Limitationen der Studie jedoch zu viel Kritik.&amp;lt;ref name=’Fereres‘&amp;gt;Fereres, E., Villalobos, F.J., Orgaz, F. et al. (2017) Commentary: On the water footprint as an indicator of water use in food production. Irrig Sci 35, 83–85. &amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1007/s00271-017-0535-y&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===15.000 Liter pro Kilogramm===&lt;br /&gt;
Die Menge an virtuellem Wassers, die für einen Kilogramm Rindfleisch aufgebracht werden muss, variiert abhängig von Haltungsart (Weide, Stall oder beides), Rinderrasse Region (Temperatur, Niederschlag) und weiteren Faktoren. Zudem gibt es auch zwischen verschiedenen Publikationen Abweichungen, da immer Annahmen getroffen werden müssen. Eine genaue Zahl anzugeben, wie viel virtuelles Wasser hinter dem Rindfleischburger einer Person steht ist daher nicht so trivial. Häufig wird sich mit den Zahlen auf einen Bericht aus dem Jahre 2010 bezogen. Darin wird ein globaler Durchschnittswert von 15.400 Litern Trinkwasser zur Erzeugung eines Kilogramms Rindfleisch angegeben.&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘&amp;gt; Mekonnen MM, Hoekstra AY. (2010) The green, blue and grey water footprint of farm animals and animal products. Delft: Unesco-IHE Institute for Water Education, Value of Water Research Report Series; 48.&amp;lt;br&amp;gt; https://research.utwente.nl/files/59481062/Report-48-WaterFootprint-AnimalProducts-Vol1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20190809151041/https://waterfootprint.org/media/downloads/Report-48-WaterFootprint-AnimalProducts-Vol2_1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Problematik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußabdruck===&lt;br /&gt;
Der Wasserfußabdruck wird regelmäßig als ein Äquivalent zum CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Fußabruck verstanden. Das ist jedoch unzulässig, weil eine lokale Emission von zusätzlichem CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; globale Auswirkungen nach sich zieht unabhängig davon, ob man in einer Gegend lebt in der auch sonst viel CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ausgestoßen wird oder nicht. Demgegenüber steht die Wassernutzung, deren potentielle Schädlichkeit stark von lokalen Faktoren abhängt. Wassernutzung in einer wasserreichen Gegend hat ein geringeres Potential Schäden herbeizuführen als eine Wassernutzung in Regionen, in denen Umwelt und Mensch ohnehin schon mit sehr knappen Wasservorräten auskommen müssen. Daher ist es irreführend importierte Wassermengen aus verschiedenen Regionen und Kontexten miteinander zu einem Wasserfußabdruck zuverrechnen. Dabei gehen zu viele Informationen verloren, um auf dieser Grundlage eine sinnvolle Einschätzung der Umweltauswirkungen treffen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; Wichelns, D. (2015) Virtual water and water footprints do not provide helpful insight regarding international trade or water scarcity. Ecological Indicators, 52, 277-283.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.ecolind.2014.12.013 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wasserart===&lt;br /&gt;
In Tabelle 4 auf der Seite 25 des häufig zitierten Berichtes&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt; wird die Wassernutzung nach Art des Tierproduktes, nach Region der Produktion und nach Wasserart aufgetrennt. Für Rindfleisch benötigt es im globalen Schnitt 14.414 Liter des sogenannten grünen Wassers, 550 Liter des blauen Wassers und 451 Liter des grauen Wassers. Diese Unterscheidung ist wichtig, um ein besseres Verständnis der tatsächlichen Umweltauswirkungen zu bekommen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Grünes Wasser&#039;&#039; ist Regenwasser, das zu Boden fällt von den Pflanzen aufgenommen wird. Überschüssiges Regenwasser versickert, verdampft oder fließt ab und geht in Oberflächenwasser über und wird nicht mit zum grünen Wasser gezählt. Chris Perry zu Folge könne es dabei sogar vorkommen, dass die angebauten Pflanzen weniger Regenwasser aufnehmen und in Folge dessen mehr Wasser versickern oder abfließen kann als bei natürlicher Vegetation, sodass man den Anbau der Pflanzen nicht als Grünwasser-konsumierend sehen müsse, sondern im Gegensatz sogar als Grünwasser-sparend.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, C. (2014). Water footprints: path to enlightenment, or false trail?. Agricultural Water Management, 134, 119-125.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.agwat.2013.12.004 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nutzung von grünem Wasser ist aus diesem Grunde nur sehr eingeschränkt brauchbar als Indikator für die Nachhaltigkeit eines Prdouktes. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Blaues Wasser&#039;&#039; ist Wasser, dass zur Bewässerung bezogen wird. In der Regel kommt es aus dem Grundwasser. Werden Grundwasserreservoire intensiv genutzt, kann es zur Austrocknung eben dieser kommen, was eine Reihe von Umweltproblemen nach sich ziehen kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Graues Wasser&#039;&#039; ist Wasser, das bei der Nutzung verunreinigt wird, wodurch es nicht uneingeschränkt weiternutzbar ist. Beispielsweise wird eine gewisse Wassermenge benötigt, um Schadstoffe zu entsorgen.&amp;lt;ref&amp;gt; Bowling L.C., Cherkauer K.A. (2018) The Green, Blue, and Gray Water Rainbow. In: Eise J., Foster K.A. (eds) How to Feed the World. Island Press, Washington, DC, p.24-45, https://doi.org/10.5822/978-1-61091-885-5_3 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auffällig ist nun bei den oben genannten Zahlen, dass knapp 94% des virtuellen Wassers aus grünem Wasser - also Regenwasser - gedeckt wird. Also einer Größe, deren Bedeutung so einfach nicht einzuschätzen ist.&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regionale Unterschiede===&lt;br /&gt;
In der Tabelle 4 auf Seite 25 des Berichtes&amp;lt;ref name=‘gbg WF‘ /&amp;gt; werden zudem die Wasserbedarfe nach Ländern aufgetrennt. Dabei variieren sowohl die Gesamtverbräuche als auch die Verbräuche der verschiedenen Wasserarten stark. Die Angaben für zwei Beispielnationen sollen im Folgenden angegeben werden und dadurch Rückschlüsse auf die Zweckmäßigkeit der Angabe des Wasserfußabdrucks gezogen werden.&lt;br /&gt;
====Brasilien====&lt;br /&gt;
In Brasilien braucht es für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch 19488 Liter Wasser und damit deutlich mehr als der globale Durchschnitt. Eine mögliche Erklärung ist die hohe Temperatur, die den Wasserbedarf der Futterpflanzen und Tiere erhöht. Schaut man sich jedoch die Zusammensetzung an, fällt auf, dass gerade mal 178 Liter blaues Wasser und 82 Liter graues Wasser benötigt werden und es sich damit bei knapp 99% des verwendeten Wassers um grünes Wasser handelt. Der hohe Anteil an grünem Wasser kommt zum Einen durch die sehr regenreiche Region zu Stande, zum Anderen kann in Brasilien ganzjährig Weidehhaltung betrieben werden. Obwohl brasilianisches Rindfleisch scheinbar einen besonders hohen Wasserfußabdruck hat, muss nur in sehr geringem Maß auf endliche Wasserreservoire zurückgegriffen werden. Dieses Beispiel macht recht deutlich, warum der Wasserfußabdruck in seiner häufig verwendeten Pauschalität ungeeignet ist, als Nachhaltigkeitsinstrument.&lt;br /&gt;
====Niederlande====&lt;br /&gt;
Im Bericht befinden sich keine expliziten Angaben für den virtuellen Wasserbedarf der Rindfleischproduktion in Deutschland (lediglich in den Rohdaten&amp;lt;ref&amp;gt; Mekonnen MM, Hoekstra AY. (2010) APPENDIX: The green, blue and grey water footprint of farm animals and animal products. Delft: Unesco-IHE Institute for Water Education, Value of Water Research Report Series; 48.https://research.utwente.nl/files/59481201/Report48_WaterFootprint_AnimalProducts_Vol2.pdf&amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200412153413/https://ris.utwente.nl/ws/portalfiles/portal/59481201/Report48_WaterFootprint_AnimalProducts_Vol2.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich Daten dazu, deren Auswertung jedoch Experten vorbehalten bleiben sollte und nicht Teil dieses Artikels ist). Jedoch finden sich im Bericht Angaben für die Niederlande. Obwohl die Niederlande nicht gänzlich identisch zu Deutschland sind, was die Niederschlagsmenge, die Temperaturen und die Haltungsformen angeht, kommen diese Daten vermutlich denen Deutschlands am nächsten.&lt;br /&gt;
Für die Niederlande werden für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 5684 Liter grünes Wasser, 484 Liter blaues Wasser und 345 Liter graues Wasser angegeben. Dem zu Folge hat ein Kilogramm Rindfleisch in den Nierderlanden einen Wasserfußabdruck von 6513 Litern. Der Wasserfußabdruck für die Niederlande ist damit nicht einmal halb so hoch, wie der globale Durchschnitt, der häufig zitiert wird. Der Anteil an blauem und grauem Wasser liegt deutlich über dem von Brasilien, was unteranderem daran liegt, dass in Europa durch niedrige Temperaturen bedingt im Winter in der Regel auf eine Stallhaltung umgestiegen wird in der die Tiere mit Wasser versorgt werden müssen. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserknappheit stellt für Deutschland dem Umweltbundesamt zu Folge jedoch kein Problem dar und in den letzten Jahren ist die Wasserentnahme insbesondere durch die Industrie kontinuierlich zurückgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt; https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/save/https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=178</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=178"/>
		<updated>2020-05-18T07:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Quelle im Kopf eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot;&amp;gt; Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earth: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Dr. Jeffrey Sachs===&lt;br /&gt;
Zum einen verweist der Autor und Professor der Soziologie Michael Carolan in zwei seiner Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013) The Real Cost of Cheap Food, Routledge, p.101&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=YVXfAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q=16%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781136529771]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013)Reclaiming Food Security, Routledge, p.92&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=RI9YgyFTQbcC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEINjAB#v=onepage&amp;amp;q=%2016%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781135067663]]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, den dieser im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, gehalten hat. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, ist diese Behauptung ohne eine weitere Angaben zur Berechnung nicht brauchbar als Quellenangabe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Prof. William P. Cunningham et al.===&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch von Prof. William P. Cunningham et al. mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Frances Moore Lappé===&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da es sich hierbei um die älteste niedergeschriebene Fassung dieser Behauptung handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich hierbei um deren Ursprung handelt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisch auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot; /&amp;gt;  Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Kinderern%C3%A4hrung&amp;diff=177</id>
		<title>Vegane Kinderernährung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Kinderern%C3%A4hrung&amp;diff=177"/>
		<updated>2020-05-17T13:40:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Archiv Ergänzungen Online-Medien&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für Schwangere und Kleinkinder spricht die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] keine Empfehlung für eine [[vegane Ernährung]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot; &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Sollten sich Eltern dennoch dazu entschließen ihre Kinder ohne Tierisches ernähren zu wollen, ist der enge Austausch mit einem Arzt und einem darauf spezialisierten Ernährungsberater von großer Wichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Todesfälle vegan ernährter Kinder==&lt;br /&gt;
In den Medien tauchen gelegentlich Artikel zu tragischen Todesfällen unter vegan ernährten Kindern auf. Auffällig dabei ist, dass in diesen Fällen häufig eine sehr einseitige Ernährung stattgefunden hat – häufig auch rohköstlich&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot;&amp;gt; FOCUS online(24.05.2019)Baby stirbt fast wegen veganer Ernährung - Haftstrafe für Eltern in Schweden&amp;lt;br&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/vegane-ernaehrung-und-keine-impfungen-kind-fast-an-mangelernaehrung-gestorben_id_10752768.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv:https://web.archive.org/web/20200517132714/https://www.focus.de/gesundheit/news/vegane-ernaehrung-und-keine-impfungen-kind-fast-an-mangelernaehrung-gestorben_id_10752768.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot;&amp;gt;Spiegel Panorama (17.11.2004)Bewährungsstrafen für Veganer-Eltern&amp;lt;br&amp;gt;https://www.spiegel.de/panorama/kind-verhungert-bewaehrungsstrafen-fuer-veganer-eltern-a-328416.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv :http://archive.is/pHG5h &amp;lt;/ref&amp;gt;, dass nach dem Auftreten von Krankheitssymptomen kein Arzt aufgesucht worden ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Focus Online (13.05.2019)Paar droht wegen veganer Ernährung seiner Tochter Haft&amp;lt;br&amp;gt; https://www.focus.de/gesundheit/news/australien-vegan-ernaehrtes-baby-gefaehrlich-unterentwickelt-eltern-droht-nun-gefaengnis_id_10690061.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200517133425/https://www.focus.de/gesundheit/news/australien-vegan-ernaehrtes-baby-gefaehrlich-unterentwickelt-eltern-droht-nun-gefaengnis_id_10690061.html &amp;lt;/ref&amp;gt; – nicht selten, weil eine generelle Ablehnung gegen die Schulmedizin vorherrschte, sodass stattdessen Heilpraktiker aufgesucht worden sind &amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;, oder aber dass Impfungen gegen gefährliche Krankheiten versäumt worden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; oe24 (04.04.2008) Veganer-Eltern ließen Tochter verhungern&amp;lt;br&amp;gt; https://www.oe24.at/welt/weltchronik/Veganer-Eltern-liessen-Tochter-verhungern/283641 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.oe24.at/welt/weltchronik/Veganer-Eltern-liessen-Tochter-verhungern/283641&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==VeChi-Studie==&lt;br /&gt;
Während in Berichten über in ihrer Entwicklung gehemmte oder verstorbene Kinder, die vegan ernährt worden sind, häufig suggeriert wird, dass eine vegane Ernährung für Kinder generell nicht geeignet sei, wurde in den ersten Ergebnissen der in Deutschland durchgeführten VeChi-Studie an omnivor, [[Vegetarismus|vegetarisch]] und vegan ernährten Kindern im Alter von 1-3Jahren ein im Durchschnitt normales Wachstum der veganen Probandengruppe festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Weder, S. (2019) Energy, Macronutrient Intake, and Anthropometrics of Vegetarian, Vegan, and Omnivorous Children (1–3 Years) in Germany (VeChi Diet Study) , Nutrients 2019, 11(4): 832; https://doi.org/10.3390/nu11040832&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die Wissenschaftler feststellen konnten, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder in der veganen Probandengruppe mit [[Vitamin B12]] supplementiert wurden, attestierten sie:&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;bei einem Teil der Familien besteht Bedarf für eine qualifizierte Ernährungsberatung.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heger, M. (2018) Vorläufige Ergebnisse VeChi-Studie, Pressemitteilung vom 19.April. 2018: https://www.vechi-studie.de/app/download/11749965412/180419_PM_Vorl%C3%A4ufige%20Ergebnisse_VeChi_Diet.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Kitas und Kindergärten==&lt;br /&gt;
Heute sind bereits die ersten veganen Kindertagesstätten in Deutschland in Betrieb. So zum Beispiel der von der Elterninitiative Veggie-Kids e.V. getragene Mokita-Kinderladen in Frankfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://mokitakinderladen.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://youtu.be/-ZFx6bblw3U&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der von einer Elterninitiative Erdlinge eV. getragene Erdlinge Kindergarten in München&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erdlinge-kiga.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; tz (11.09.18) Münchner Mutter: Das sagen wir allen, die unseren ersten veganen Kindergarten belächeln &amp;lt;br&amp;gt; https://www.tz.de/welt/gastbeitrag-sti722504/muenchens-erster-veganer-kindergarten-erdlinge-sagen-eltern-skeptikern-zr-10095376.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tz.de/welt/gastbeitrag-sti722504/muenchens-erster-veganer-kindergarten-erdlinge-sagen-eltern-skeptikern-zr-10095376.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Berliner Senat gab hingegen in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der AFD bekannt, es sei einer Kita auferlegt worden, &amp;lt;q&amp;gt;eine Wahlmöglichkeit zwischen veganem und nicht veganem Essensangebot sicherzustellen&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Antwort des Berliner Senats (August.2018), Drucksache 18/15892, http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-15892.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezieht sich auf die kritische Einschätzung der [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] zu veganer Kinderernährung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Kinderern%C3%A4hrung&amp;diff=176</id>
		<title>Vegane Kinderernährung</title>
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		<updated>2020-05-17T13:26:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Verlinkung vegane Ernährung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für Schwangere und Kleinkinder spricht die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] keine Empfehlung für eine [[vegane Ernährung]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Sollten sich Eltern dennoch dazu entschließen ihre Kinder ohne Tierisches ernähren zu wollen, ist der enge Austausch mit einem Arzt und einem darauf spezialisierten Ernährungsberater von großer Wichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Todesfälle vegan ernährter Kinder==&lt;br /&gt;
In den Medien tauchen gelegentlich Artikel zu tragischen Todesfällen unter vegan ernährten Kindern auf. Auffällig dabei ist, dass in diesen Fällen häufig eine sehr einseitige Ernährung stattgefunden hat – häufig auch rohköstlich&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot;&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/vegane-ernaehrung-und-keine-impfungen-kind-fast-an-mangelernaehrung-gestorben_id_10752768.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot;&amp;gt;https://www.spiegel.de/panorama/kind-verhungert-bewaehrungsstrafen-fuer-veganer-eltern-a-328416.html &amp;lt;/ref&amp;gt;, dass nach dem Auftreten von Krankheitssymptomen kein Arzt aufgesucht worden ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/australien-vegan-ernaehrtes-baby-gefaehrlich-unterentwickelt-eltern-droht-nun-gefaengnis_id_10690061.html &amp;lt;/ref&amp;gt; – nicht selten, weil eine generelle Ablehnung gegen die Schulmedizin vorherrschte, sodass stattdessen Heilpraktiker aufgesucht worden sind &amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;, oder aber dass Impfungen gegen gefährliche Krankheiten versäumt worden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.oe24.at/welt/weltchronik/Veganer-Eltern-liessen-Tochter-verhungern/283641 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==VeChi-Studie==&lt;br /&gt;
Während in Berichten über in ihrer Entwicklung gehemmte oder verstorbene Kinder, die vegan ernährt worden sind, häufig suggeriert wird, dass eine vegane Ernährung für Kinder generell nicht geeignet sei, wurde in den ersten Ergebnissen der in Deutschland durchgeführten VeChi-Studie an omnivor, [[Vegetarismus|vegetarisch]] und vegan ernährten Kindern im Alter von 1-3Jahren ein im Durchschnitt normales Wachstum der veganen Probandengruppe festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Weder, S. (2019) Energy, Macronutrient Intake, and Anthropometrics of Vegetarian, Vegan, and Omnivorous Children (1–3 Years) in Germany (VeChi Diet Study) , Nutrients 2019, 11(4): 832; https://doi.org/10.3390/nu11040832&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die Wissenschaftler feststellen konnten, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder in der veganen Probandengruppe mit [[Vitamin B12]] supplementiert wurden, attestierten sie:&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;bei einem Teil der Familien besteht Bedarf für eine qualifizierte Ernährungsberatung.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heger, M. (2018) Vorläufige Ergebnisse VeChi-Studie, Pressemitteilung vom 19.April. 2018: https://www.vechi-studie.de/app/download/11749965412/180419_PM_Vorl%C3%A4ufige%20Ergebnisse_VeChi_Diet.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Kitas und Kindergärten==&lt;br /&gt;
Heute sind bereits die ersten veganen Kindertagesstätten in Deutschland in Betrieb. So zum Beispiel der von der Elterninitiative Veggie-Kids e.V. getragene Mokita-Kinderladen in Frankfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://mokitakinderladen.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://youtu.be/-ZFx6bblw3U&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der von einer Elterninitiative Erdlinge eV. getragene Erdlinge Kindergarten in München&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erdlinge-kiga.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tz.de/welt/gastbeitrag-sti722504/muenchens-erster-veganer-kindergarten-erdlinge-sagen-eltern-skeptikern-zr-10095376.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Berliner Senat gab hingegen in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der AFD bekannt, es sei einer Kita auferlegt worden, &amp;lt;q&amp;gt;eine Wahlmöglichkeit zwischen veganem und nicht veganem Essensangebot sicherzustellen&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Antwort des Berliner Senats (August.2018), Drucksache 18/15892, http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-15892.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezieht sich auf die kritische Einschätzung der [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] zu veganer Kinderernährung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Ern%C3%A4hrung&amp;diff=175</id>
		<title>Vegane Ernährung</title>
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		<updated>2020-05-17T13:24:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Formatierung Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine vegane Ernährung unterscheidet sich von herkömmlichen Ernährungsweisen dadurch, dass hierbei auf Nahrung tierlichen Ursprungs verzichtet wird. So wird weder [[Fleisch]], noch [[Fisch]], noch [[Milch]], noch [[Eier]] gegessen. Einige Veganer verzichten zudem auf [[Honig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionen von Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eV. (DGE) ist eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen in einer rein pflanzlichen Ernährung nicht oder nur schwer möglich. Der kritischste Nährstoff sei Vitamin B12.  Für Schwangere und Kleinkinder spricht die DGE keine Empfehlung für eine vegane Ernährung aus. Weiterführende Informationen finden sich im Artikel [[Vegane Kinderernährung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anzumerken ist hier, dass die DGE im internationalen Vergleich mit großen Ernährungsorganisationen anderer Länder mit dieser Position durchaus eine Sonderstellung einnimmt. So halten sowohl die Working Group of the Italian Society for Human Nutrition&amp;lt;ref&amp;gt;Agnoli C. et al. (2017) Position paper on vegetarian diets from the working group of the Italian Society of Human Nutrition, Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases, Volume 27, Issue 12:1037–1052&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/j.numecd.2017.10.020 &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Academy of Nutrition and Dietetics]] (USA)&amp;lt;ref&amp;gt;Melina V. et al. (2016) Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets, J Acad Nutr Diet. 2016 Dec;116(12):1970-1980.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Dietitians of Canada&amp;lt;ref&amp;gt;Mangels A. R. et al. (2003) Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets, J Am Diet Assoc. 2003 Jun;103(6):748-65&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1053/jada.2003.50142 &amp;lt;/ref&amp;gt;, als auch die British Nutrition Foundation&amp;lt;ref&amp;gt;Philips, F.(2005)Vegetarian Nutrition, Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 132–167&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1111/j.1467-3010.2005.00467.x&amp;lt;/ref&amp;gt; eine gut geplante vegane Ernährungsweise für in allen Lebenslagen nährstofflich adäquat und gaben jeweils ein Positionspapier dazu aus. Auch die Dietitians Association of Australia&amp;lt;ref&amp;gt; https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/&amp;lt;/ref&amp;gt; geben auf ihren Onlinepräsenzen einer gut geplanten veganen Ernährungsweise grünes Licht.&lt;br /&gt;
Auf ihrer Website gibt die DGE als Begründung für diese unterschiedliche Positionierung die mangelnde Datenlage für Deutschland spezifische vegane Ernährungsweisen an. So sei im Vergleich zu Amerika die Anreicherung mit Mineralstoffen und Vitaminen in Deutschland weniger verbreitet und eine Aufnahme der kritischen Nährstoffe dadurch insgesamt etwas schwerer als in anderen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] rät insbesondere neuen VeganerInnen dazu sich Unterstützung in Form einer [[Ernährungsberatung]] einzuholen, um sicherzustellen, dass die vegane Ernährung gut geplant ist und alle kritischen Nährstoffe gut abgedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Extreme vegane Ernährungsformen==&lt;br /&gt;
Da der Veganismus in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Umfrage für Vegane Gesellschaft Deutschland eV. (2016) (n=1000): https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171139/https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (2015-2019)  (n=23.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Folge dessen von Lifestyle Coaches der Abnehmszene, sowie esoterischen Gurus für sich entdeckt worden ist, sind heute immer wieder extreme Essenstrends ([[Rohkost]], [[Urkost]], [[basische Ernährung]] und weitere) als auch Scharlatane in der Bewegung zu sehen, die sich des Labels bedienen.&lt;br /&gt;
Der DGE zu Folge weisen &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;[s]triktere Ernährungsweisen, wie eine streng makrobiotische oder eine Rohkost-Ernährung [...] häufig einen geringen Energiegehalt sowie einen geringen Gehalt an einer Reihe von Nährstoffen auf.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==kritische Nährstoffe==&lt;br /&gt;
Tierliche Nahrungsquellen sind für den Menschen eine bedeutende Quelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff essentiellen Nährstoffen]. Die meisten dieser Nährstoffe lassen sich auch aus nicht-tierlichen Nahrungsmitteln aufnehmen. Wie in einer mischköstlichen/omnivoren Ernährungsweise, gibt es allerdings auch bei einer tierfreien Ernährung einige kritische Nährstoffe auf die man dabei besonders Rücksicht nehmen sollte. Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] (DGE) führt dabei folgende Nährstoffe als kritisch für vegane Ernährungsweisen auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Protein]] bzw. [[essentielle Aminosäuren|unentbehrliche Aminosäuren]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[langkettige n3-Fettsäuren]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vitamine ([[Vitamin B2|B2]], [[Vitamin B12|B12]], [[Vitamin D3|D3]]) und&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mineralstoffe ([[Calcium]], [[Eisen]], [[Jod]], [[Zink]], [[Selen]])&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei nehme die Versorgung des Körpers mit dem [[Vitamin B12]] (Cobalamin) die kritischste Rolle ein.&lt;br /&gt;
In ihrem Positionspaper legen die Wissenschaftler der DGE dar, wie eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Nährstoffen dennoch gewährleistet werden könne. Dabei gebe es insbesondere für das [[Vitamin B12]] derzeit keine zuverlässigen Belege, dass eine ausreichende Aufnahme ohne [[Supplemente]] sichergestellt werden könne&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=174</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2020-05-17T13:23:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: ethische Motivation im Eingangssatz und Google Books Verweis bei Schmitz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine ethisch motivierte Lebensweise, die sich nach außen hin durch den Verzicht auf Produkte tierlichen Ursprungs in [[Vegane Ernährung|Ernährung]] ([[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]], tlw. auch [[Honig]]) , Bekleidung ([[Leder]], [[Wolle]], [[Seide]]) und anderen Bereichen des Lebens ([[Kosmetik]] u. a.) zeigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophisch kann sich der Veganismus inzwischen auf eine zunehmend ernstere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema der [[Tierethik]] berufen &amp;lt;ref&amp;gt;Ach, J. S. (2019) Können sie leiden? – Ein Einblick in die moderne Tierethik am Beispiel der Nutztierhaltung, in:  Diehl, E.; Tuider, J. (Hrsg.) Haben Tiere Rechte?, Bundeszentrale für politische Bildung, Band 10450:53-65, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/web/20200409161331/https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schmitz, F. (2014) Tierethik – Grundlagentexte, suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2082:49-73, ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ywfonAEACAAJ&amp;amp;dq=978-3-518-29682-0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwip05rY_rrpAhXiy6YKHbhRCSEQ6AEIMzAB 978-3-518-29682-0]] &amp;lt;/ref&amp;gt;, obwohl die Beschäftigung damit keineswegs gänzlich neu ist. So hat sich beispielsweise schon ein Schüler des Aristoteles, Theophrastos von Eros [ca. 372-287 v. Chr.], kritisch zum Töten von Tieren, die weder gefährlich noch schädlich sind, geäußert.&amp;lt;ref&amp;gt;Baranzke, H.; Ingensiep, H. W. (2019) Was ist gerecht im Verhältnis zwischen Mensch und Tier?, in:  Diehl, E.; Tuider, J. (Hrsg.) Haben Tiere Rechte?, Bundeszentrale für politische Bildung, Band 10450:27-28, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv:https://web.archive.org/web/20200409161331/https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/SR_10450_Haben_Tiere_Rechte_ba.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung und Bedeutung==&lt;br /&gt;
Der Begriff Veganismus geht dabei auf die 1944 von [[Donald Watson]], [[Elsie Shrigley]] und weiteren gegründete [[Vegan Society]] zurück. 1988 gab die [[Vegan Society]] eine neue Definition des Begriffs Veganismus aus.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vegansociety.com/about-us/history &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegansociety.com/about-us/history&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Definition zu Folge ist Veganismus &#039;&#039;[aus dem Englischen übersetzt]&#039;&#039;:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;eine Philosophie und Lebensweise, die versucht - soweit wie möglich und praktikabel durchführbar - alle Formen der Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden […]&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition betont ethische Beweggründe als Motivation – Ausbeutung und Grausamkeiten sind klar moralische Themenfelder. Weiter lautet die Definition der Vegan Society:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die [[Vegane Ernährung|Ernährung]] bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden.&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism &amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beweggründe==&lt;br /&gt;
Umfragen deuten darauf hin, dass es sich bei der [[Tierethik|ethischen Komponente]] um die am weitesten verbreitete Motivation für eine vegane Lebensweise handelt. So gaben beispielsweise bei einer Umfrage von vegan.eu (n=1307) 82,5% der TeilnehmerInnen als Motiv: &#039;&#039;&amp;lt;q&amp;gt;Tierrechte/Tierschutz (Tiere sollen nicht leiden und Tiere sollen nicht getötet werden)&amp;lt;/q&amp;gt;&#039;&#039; an (Stand Okt.2016).&amp;lt;ref&amp;gt;Umfrage für Vegan.eu (n=1307): „Warum vegan?“ https://www.vegan.eu/vegan-motive-umfrage/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.vegan.eu/vegan-motive-umfrage/&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu ähnlichen Ergebnissen kommen weitere Umfragen. &amp;lt;ref&amp;gt;Umfrage für Veganz (n=24.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Janssen, M. et al.(2016) Motives of consumers following a vegan diet and their attitudes towards animal agriculture; Appetite Vol. 105, 643-651 https://doi.org/10.1016/j.appet.2016.06.039 (n=329). &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Umfragen ergeben sich jedoch auch die Motivationsfelder der erhofften [[Auswirkungen auf die Gesundheit|gesundheitlichen Vorteile]] einer [[Vegane Ernährung|tierfreien Ernährung]] oder der erhofften positiven [[Auswirkungen auf die Umwelt]]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass es sich bei ethischen Motiven um die am weitesten verbreiteten handelt, lässt sich auch anhand der Selbstverständnisse zahlreicher veganer Organisationen abbilden. So ist es der Motivationstreiber für vegane Organisationen, wie zum Beispiel die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt eV. &amp;lt;ref&amp;gt;https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[PETA Deutschland eV.]] &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.peta.de/vegan-definition &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.peta.de/vegan-definition&amp;lt;/ref&amp;gt;, Animal Rights Watch eV.(ARiWa)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ariwa.org/selbstverstaendnis/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409164234/https://www.ariwa.org/selbstverstaendnis/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Tierschutzbund eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/veganismus/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/veganismus/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Verein gegen Tierfabriken &amp;lt;ref&amp;gt;https://vgt.at/projekte/vegetarismus/index.php &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409164539/https://vgt.at/projekte/vegetarismus/index.php&amp;lt;/ref&amp;gt; , Deutsches Tierschutzbüro eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tierschutzbuero.de/selbstdarstellung/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.tierschutzbuero.de/selbstdarstellung/&amp;lt;/ref&amp;gt;, Animal Equality Germany eV.&amp;lt;ref&amp;gt;https://animalequality.de/unsere-geschichte/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://animalequality.de/unsere-geschichte/&amp;lt;/ref&amp;gt; und viele weitere.&lt;br /&gt;
Viele dieser Organisationen führen zusätzlich gesundheitliche und umweltbezogene Argumente an. Einige messen allen Argumenten ein ähnliches Gewicht bei, so zum Beispiel [[ProVeg eV.]] (ehemals VEBU). &amp;lt;ref&amp;gt;https://proveg.com/de/ueber-uns/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: http://archive.today/boSkK&amp;lt;/ref&amp;gt; (Eine Liste weiterer Tierschutzorganisationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.jobverde.de/karriereinfo/Veganer-und-Vegetarier-Jobs &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.jobverde.de/karriereinfo/Veganer-und-Vegetarier-Jobs&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier ist anzumerken, dass sich nicht auf die Ethik bezogene Argumente nur indirekt auf den Veganismus selbst beziehen (können). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewegung==&lt;br /&gt;
Die Zahlen der vegan lebenden Menschen in Deutschland schwanken stark je nach Umfrage. So schätzte die SKOPOS Gruppe die Zahl der VeganerInnen in Deutschland anhand einer repräsentativen Umfrage (n=1000) für die Vegane Gesellschaft Deutschland eV. im Jahr 2016 auf etwa 1,3 Millionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Umfrage für Vegane Gesellschaft Deutschland eV. (2016) (n=1000): https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171139/https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurden die Leute erfasst, die tierische Bestandteile in ihrer Ernährung vermieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGNachfrage&amp;quot;&amp;gt;Berlin, J. (2020) persönliche Unterrichtung auf Mailanfrage, SKOPOS Gruppe&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen kommt die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) bei einer Umfrage (n=23.318) auf 0,95 Millionen vegan lebende deutschsprachige Menschen ab 14 Jahren in Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (2015-2019)  (n=23.000): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-der-veganer/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409163650/https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1067492/umfrage/umfrage-zu-gruenden-fuer-den-veganismus-in-europa/&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei letzterer Umfrage wurde im Wortlaut jedoch danach gefragt, ob die Person sich als VeganerIn oder als jemand, &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;der weitgehend auf tierische Produkte verzichtet&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt; sehe, sodass das Ergebnis zu Gunsten einer höheren Anzahl verzerrt sein könnte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anhand einer Umfrage der Johannes Gutenberg Universität Mainz aus dem Jahr 2014 (n=4496) wurde die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland hingegen lediglich auf etwa 241.000 geschätzt. Dabei wurde danach gefragt, ob keinerlei tierische Produkte verzehrt würden. Eine zweite Umfrage des selben Institutes aus dem Jahr 2015 (n=5125) wählte ein laxeres Items und fragte, ob sich die Befragten &amp;lt;q&amp;gt;weitgehend vegan&amp;lt;/q&amp;gt; ernähren würden. Anhand dieser Umfrage lässt sich die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland auf etwa 457.000 schätzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot;&amp;gt;Pfeiler, T. M.; Egloff, B.(2018)Examining the “Veggie” personality: Results from a representative German sample, Appetite, Volume 120, Pages 246-255, https://doi.org/10.1016/j.appet.2017.09.005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Vegan lebende Menschen in Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Anzahl&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Prozentsatz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Stichprobengröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Jahr der Umfrage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Item&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Quelle&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|241.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|0,29%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|4.496&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2014&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1.300.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1,60%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2016&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGNachfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|950.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|1,10%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|23.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2019&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|weitgehend keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|457.000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|0,55%&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|5.125&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|2015&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|weitgehend keine tierischen Nahrungsmittel&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;JGUUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Veganismus in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VGUmfrage&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWAUmfrage&amp;quot; /&amp;gt; und in Folge dessen von Lifestyle-Coaches der Abnehmszene sowie von esoterischen Gurus für sich entdeckt worden ist, sind heute immer wieder sowohl extreme Essenstrends ([[Rohkost]], [[Urkost]], [[basische Ernährung]] und weitere) als auch Scharlatane in der Bewegung zu sehen, die sich des Labels bedienen. Auch eine Verzahnung mit nationalistischem, fremdenfeindlichem und/oder menschenfeindlichem Gedankengut sowie ein Hang zu [[Verschwörungsmythen]] ist in einigen veganen Gruppierungen zu beobachten. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass es sich dabei um repräsentative Einstellungen handelt, da der Veganismus Untersuchungen zu Folge mehr Anklang unter progressiven und liberal-sozial eingestellten Personen findet.&amp;lt;ref&amp;gt;Martinelli, D., Berkmanienė, A. (2018) The Politics and the Demographics of Veganism: Notes for a Critical Analysis. Int J Semiot Law 31, 501–530, https://doi.org/10.1007/s11196-018-9543-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem kursieren sowohl in der veganen Bewegung als auch in der nicht veganen Bevölkerung viele Missverständnisse und zweifelhafte Behauptungen über die Nutztierindustrie und den Umgang mit Tieren - geschredderte [[Eintagsküken|Küken]] landeten einem Mythos zufolge in Chicken Nuggets oder aber [[Milchkühe]] seien so gezüchtet, dass sie, auch ohne ein Kalb geboren zu haben, Milch gäben. Weitere Mythen existieren sowohl über [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsformen]] und deren gesundheitliche Auswirkungen – demnach seien vegane Ernährungsformen entweder Schutz und Heilmittel für eine Reihe unheilbarer Krankheiten, oder aber führten unweigerlich zu [[Mangelerscheinungen]] - , als auch über die ökologischen Auswirkungen und den Ressourcenverbrauch - so bräuchte es in der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch [[Futterverwertung|enorme Mengen Getreide]] und [[Mythos:15.000l Trinkwasser für 1kg Rindfleisch|Trinkwasser]], oder für Tofu würden [[Regenwaldrodung|Regenwälder abgeholzt]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem kommt es teilweise vor, dass VeganerInnen Medikamente und [[Impfgegner|Impfungen ablehnen]], weil diese nicht ohne [[Tierversuche]] und teilweise nicht ohne Verwendung tierlicher Bestandteile erforscht und hergestellt werden können. Eine Aufopferung dieser Art wird von VeganerInnen in der Regel allerdings nicht als praktikabel im Sinne des veganen Selbstverständnisses verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Vegane Ernährung]], [[Vegane Kinderernährung]]}}&lt;br /&gt;
Eine vegane Lebensweise äußert sich am offensichtlichsten in der Nahrungsmittelauswahl. Das [[Fleisch]] von [[Schweine|Schweinen]], [[Rinder|Rindern]], [[Geflügel]], [[Fisch|Fischen]] und anderen Tieren sowie andere tierliche Erzeugnisse wie [[Milch]] und Milchprodukte oder [[Eierindustrie|Eier]], werden von VeganerInnen nicht verzehrt. Diese Nahrungsquellen sind für den Menschen jedoch eine bedeutende Quelle von [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff essentiellen Nährstoffen]. Die meisten dieser Nährstoffe lassen sich auch aus nicht-tierlichen Nahrungsmitteln aufnehmen. Wie in einer mischköstlichen/omnivoren Ernährungsweise, gibt es allerdings auch bei einer [[Vegane Ernährung|tierfreien Ernährung]] einige kritische Nährstoffe, auf die man dabei besonders Rücksicht nehmen sollte. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.] (DGE) führt dabei folgende Nährstoffe als kritisch für [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsweisen]] auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Protein]] bzw. unentbehrliche Aminosäuren&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* langkettige [https://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fetts%C3%A4uren n3-Fettsäuren]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vitamine ([https://de.wikipedia.org/wiki/Riboflavin B2], [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12], [https://de.wikipedia.org/wiki/Cholecalciferol D3]) und&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Jod, Zink, Selen)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei nehme die Versorgung des Körpers mit dem Vitamin [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12] (Cobalamin) die kritischste Rolle ein.&lt;br /&gt;
In ihrem Positionspaper legen die Wissenschaftler der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung DGE] dar, wie eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Nährstoffen dennoch gewährleistet werden könne. Dabei gebe es insbesondere für das Vitamin [https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine B12] derzeit keine zuverlässigen Belege, dass eine ausreichende Aufnahme ohne [[Supplemente]] sichergestellt werden könne&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Schwangere und Kleinkinder spricht die DGE keine Empfehlung für eine [[Vegane Ernährung|vegane Ernährung]] aus. Weiterführende Informationen finden sich im Artikel [[Vegane Kinderernährung]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anzumerken ist hier, dass die DGE im internationalen Vergleich mit großen Ernährungsorganisationen anderer Länder mit dieser Position durchaus eine Sonderstellung einnimmt. So halten sowohl die Working Group of the Italian Society for Human Nutrition&amp;lt;ref&amp;gt;Agnoli C. et al. (2017) Position paper on vegetarian diets from the working group of the Italian Society of Human Nutrition, Nutrition, Metabolism &amp;amp; Cardiovascular Diseases, Volume 27, Issue 12:1037–1052, https://doi.org/10.1016/j.numecd.2017.10.020 &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Academy of Nutrition and Dietetics]] (USA)&amp;lt;ref&amp;gt;Melina V. et al. (2016) Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets, J Acad Nutr Diet. 2016 Dec;116(12):1970-1980., https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Dietitians of Canada&amp;lt;ref&amp;gt;Mangels A. R. et al. (2003) Position of the American Dietetic Association and Dietitians of Canada: Vegetarian diets, J Am Diet Assoc. 2003 Jun;103(6):748-65, https://doi.org/10.1053/jada.2003.50142 &amp;lt;/ref&amp;gt;, als auch die British Nutrition Foundation&amp;lt;ref&amp;gt;Philips, F.(2005)Vegetarian Nutrition, Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 132–167&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1111/j.1467-3010.2005.00467.x&amp;lt;/ref&amp;gt; eine gut geplante vegane Ernährungsweise für in allen Lebenslagen nährstofflich adäquat und haben jeweils ein Positionspapier dazu ausgegeben. Auch die Dietitians Association of Australia&amp;lt;ref&amp;gt; https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://daa.asn.au/smart-eating-for-you/smart-eating-fast-facts/healthy-eating/vegan-diets-facts-tips-and-considerations/&amp;lt;/ref&amp;gt; geben auf ihren Onlinepräsenzen einer gut geplanten veganen Ernährungsweise grünes Licht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf ihrer Website gibt die DGE als Begründung für diese unterschiedliche Positionierung die mangelnde Datenlage betreffend eine deutschlandspezifische [[Vegane Ernährung|vegane Ernährungsweisen]] an. So sei im Vergleich zu Amerika die Anreicherung mit Mineralstoffen und Vitaminen in Deutschland weniger verbreitet und eine Aufnahme der kritischen Nährstoffe dadurch insgesamt etwas schwerer als in anderen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/save/https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vegane-ernaehrung/#c2933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung DGE] rät insbesondere neuen VeganerInnen dazu, sich Unterstützung in Form einer [[Ernährungsberatung]] einzuholen, um sicherzustellen, dass die [[Vegane Ernährung|vegane Ernährung]] gut geplant ist und alle kritischen Nährstoffe gut abgedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Kinderern%C3%A4hrung&amp;diff=173</id>
		<title>Vegane Kinderernährung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Kinderern%C3%A4hrung&amp;diff=173"/>
		<updated>2020-05-17T07:52:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Todesfälle vegan ernährter Kinder */Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für Schwangere und Kleinkinder spricht die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] keine Empfehlung für eine vegane Ernährung aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Sollten sich Eltern dennoch dazu entschließen ihre Kinder ohne Tierisches ernähren zu wollen, ist der enge Austausch mit einem Arzt und einem darauf spezialisierten Ernährungsberater von großer Wichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Todesfälle vegan ernährter Kinder==&lt;br /&gt;
In den Medien tauchen gelegentlich Artikel zu tragischen Todesfällen unter vegan ernährten Kindern auf. Auffällig dabei ist, dass in diesen Fällen häufig eine sehr einseitige Ernährung stattgefunden hat – häufig auch rohköstlich&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot;&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/vegane-ernaehrung-und-keine-impfungen-kind-fast-an-mangelernaehrung-gestorben_id_10752768.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot;&amp;gt;https://www.spiegel.de/panorama/kind-verhungert-bewaehrungsstrafen-fuer-veganer-eltern-a-328416.html &amp;lt;/ref&amp;gt;, dass nach dem Auftreten von Krankheitssymptomen kein Arzt aufgesucht worden ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/australien-vegan-ernaehrtes-baby-gefaehrlich-unterentwickelt-eltern-droht-nun-gefaengnis_id_10690061.html &amp;lt;/ref&amp;gt; – nicht selten, weil eine generelle Ablehnung gegen die Schulmedizin vorherrschte, sodass stattdessen Heilpraktiker aufgesucht worden sind &amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;, oder aber dass Impfungen gegen gefährliche Krankheiten versäumt worden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.oe24.at/welt/weltchronik/Veganer-Eltern-liessen-Tochter-verhungern/283641 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==VeChi-Studie==&lt;br /&gt;
Während in Berichten über in ihrer Entwicklung gehemmte oder verstorbene Kinder, die vegan ernährt worden sind, häufig suggeriert wird, dass eine vegane Ernährung für Kinder generell nicht geeignet sei, wurde in den ersten Ergebnissen der in Deutschland durchgeführten VeChi-Studie an omnivor, [[Vegetarismus|vegetarisch]] und vegan ernährten Kindern im Alter von 1-3Jahren ein im Durchschnitt normales Wachstum der veganen Probandengruppe festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Weder, S. (2019) Energy, Macronutrient Intake, and Anthropometrics of Vegetarian, Vegan, and Omnivorous Children (1–3 Years) in Germany (VeChi Diet Study) , Nutrients 2019, 11(4): 832; https://doi.org/10.3390/nu11040832&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die Wissenschaftler feststellen konnten, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder in der veganen Probandengruppe mit [[Vitamin B12]] supplementiert wurden, attestierten sie:&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;bei einem Teil der Familien besteht Bedarf für eine qualifizierte Ernährungsberatung.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heger, M. (2018) Vorläufige Ergebnisse VeChi-Studie, Pressemitteilung vom 19.April. 2018: https://www.vechi-studie.de/app/download/11749965412/180419_PM_Vorl%C3%A4ufige%20Ergebnisse_VeChi_Diet.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Kitas und Kindergärten==&lt;br /&gt;
Heute sind bereits die ersten veganen Kindertagesstätten in Deutschland in Betrieb. So zum Beispiel der von der Elterninitiative Veggie-Kids e.V. getragene Mokita-Kinderladen in Frankfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://mokitakinderladen.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://youtu.be/-ZFx6bblw3U&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der von einer Elterninitiative Erdlinge eV. getragene Erdlinge Kindergarten in München&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erdlinge-kiga.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tz.de/welt/gastbeitrag-sti722504/muenchens-erster-veganer-kindergarten-erdlinge-sagen-eltern-skeptikern-zr-10095376.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Berliner Senat gab hingegen in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der AFD bekannt, es sei einer Kita auferlegt worden, &amp;lt;q&amp;gt;eine Wahlmöglichkeit zwischen veganem und nicht veganem Essensangebot sicherzustellen&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Antwort des Berliner Senats (August.2018), Drucksache 18/15892, http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-15892.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezieht sich auf die kritische Einschätzung der [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] zu veganer Kinderernährung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=172</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=172"/>
		<updated>2020-05-16T21:46:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earth: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Dr. Jeffrey Sachs===&lt;br /&gt;
Zum einen verweist der Autor und Professor der Soziologie Michael Carolan in zwei seiner Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013) The Real Cost of Cheap Food, Routledge, p.101&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=YVXfAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q=16%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781136529771]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013)Reclaiming Food Security, Routledge, p.92&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=RI9YgyFTQbcC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEINjAB#v=onepage&amp;amp;q=%2016%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781135067663]]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, den dieser im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, gehalten hat. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, ist diese Behauptung ohne eine weitere Angaben zur Berechnung nicht brauchbar als Quellenangabe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Prof. William P. Cunningham et al.===&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch von Prof. William P. Cunningham et al. mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Frances Moore Lappé===&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da es sich hierbei um die älteste niedergeschriebene Fassung dieser Behauptung handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich hierbei um deren Ursprung handelt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisch auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=171</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=171"/>
		<updated>2020-05-16T21:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Cunningham Name Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earth: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Dr. Jeffrey Sachs===&lt;br /&gt;
Zum einen verweist der Autor und Professor der Soziologie Michael Carolan in zwei seiner Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013) The Real Cost of Cheap Food, Routledge, p.101&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=YVXfAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q=16%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781136529771]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013)Reclaiming Food Security, Routledge, p.92&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=RI9YgyFTQbcC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEINjAB#v=onepage&amp;amp;q=%2016%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781135067663]]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, den dieser im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, gehalten hat. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, ist diese Behauptung ohne eine weitere Angaben zur Berechnung nicht brauchbar als Quellenangabe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Prof. William P. Cunningham et al.===&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Frances Moore Lappé===&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da es sich hierbei um die älteste niedergeschriebene Fassung dieser Behauptung handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich hierbei um deren Ursprung handelt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisch auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Kinderern%C3%A4hrung&amp;diff=170</id>
		<title>Vegane Kinderernährung</title>
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		<updated>2020-05-16T21:30:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für Schwangere und Kleinkinder spricht die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] keine Empfehlung für eine vegane Ernährung aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Sollten sich Eltern dennoch dazu entschließen ihre Kinder ohne Tierisches ernähren zu wollen, ist der enge Austausch mit einem Arzt und einem darauf spezialisierten Ernährungsberater von großer Wichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Todesfälle vegan ernährter Kinder==&lt;br /&gt;
In den Medien tauchenden gelegentlich Artikel zu tragischen Todesfällen unter vegan ernährten Kindern auf. Auffällig dabei ist, dass in diesen Fällen häufig eine sehr einseitige Ernährung stattgefunden hat – häufig auch rohköstlich&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot;&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/vegane-ernaehrung-und-keine-impfungen-kind-fast-an-mangelernaehrung-gestorben_id_10752768.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot;&amp;gt;https://www.spiegel.de/panorama/kind-verhungert-bewaehrungsstrafen-fuer-veganer-eltern-a-328416.html &amp;lt;/ref&amp;gt;, dass nach dem Auftreten von Krankheitssymptomen kein Arzt aufgesucht worden ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/australien-vegan-ernaehrtes-baby-gefaehrlich-unterentwickelt-eltern-droht-nun-gefaengnis_id_10690061.html &amp;lt;/ref&amp;gt; – nicht selten, weil eine generelle Ablehnung gegen die Schulmedizin vorherrschte, sodass stattdessen Heilpraktiker aufgesucht worden sind &amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;, oder aber dass Impfungen gegen gefährliche Krankheiten versäumt worden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.oe24.at/welt/weltchronik/Veganer-Eltern-liessen-Tochter-verhungern/283641 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==VeChi-Studie==&lt;br /&gt;
Während in Berichten über in ihrer Entwicklung gehemmte oder verstorbene Kinder, die vegan ernährt worden sind, häufig suggeriert wird, dass eine vegane Ernährung für Kinder generell nicht geeignet sei, wurde in den ersten Ergebnissen der in Deutschland durchgeführten VeChi-Studie an omnivor, [[Vegetarismus|vegetarisch]] und vegan ernährten Kindern im Alter von 1-3Jahren ein im Durchschnitt normales Wachstum der veganen Probandengruppe festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Weder, S. (2019) Energy, Macronutrient Intake, and Anthropometrics of Vegetarian, Vegan, and Omnivorous Children (1–3 Years) in Germany (VeChi Diet Study) , Nutrients 2019, 11(4): 832; https://doi.org/10.3390/nu11040832&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die Wissenschaftler feststellen konnten, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder in der veganen Probandengruppe mit [[Vitamin B12]] supplementiert wurden, attestierten sie:&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;bei einem Teil der Familien besteht Bedarf für eine qualifizierte Ernährungsberatung.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heger, M. (2018) Vorläufige Ergebnisse VeChi-Studie, Pressemitteilung vom 19.April. 2018: https://www.vechi-studie.de/app/download/11749965412/180419_PM_Vorl%C3%A4ufige%20Ergebnisse_VeChi_Diet.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Kitas und Kindergärten==&lt;br /&gt;
Heute sind bereits die ersten veganen Kindertagesstätten in Deutschland in Betrieb. So zum Beispiel der von der Elterninitiative Veggie-Kids e.V. getragene Mokita-Kinderladen in Frankfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://mokitakinderladen.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://youtu.be/-ZFx6bblw3U&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der von einer Elterninitiative Erdlinge eV. getragene Erdlinge Kindergarten in München&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erdlinge-kiga.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tz.de/welt/gastbeitrag-sti722504/muenchens-erster-veganer-kindergarten-erdlinge-sagen-eltern-skeptikern-zr-10095376.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Berliner Senat gab hingegen in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der AFD bekannt, es sei einer Kita auferlegt worden, &amp;lt;q&amp;gt;eine Wahlmöglichkeit zwischen veganem und nicht veganem Essensangebot sicherzustellen&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Antwort des Berliner Senats (August.2018), Drucksache 18/15892, http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-15892.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezieht sich auf die kritische Einschätzung der [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] zu veganer Kinderernährung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Vegane_Kinderern%C3%A4hrung&amp;diff=169</id>
		<title>Vegane Kinderernährung</title>
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		<updated>2020-05-16T21:27:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Ergänzender Satz Arzt und Ernährungsberater&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für Schwangere und Kleinkinder spricht die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.]] keine Empfehlung für eine vegane Ernährung aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot;&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Sollten sich Eltern dennoch dazu entschließen ihre Kinder ohne Tierisches ernähren zu wollen, ist der enge Austausch mit einem Arzt und einem darauf spezialisierten Ernährungsberater von großer Wichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Todesfälle vegan ernährter Kinder==&lt;br /&gt;
An dieser Stelle sind auch die in den Medien immer wieder auftauchenden Artikel zu tragischen Todesfällen unter vegan ernährten Kindern anzuführen. Auffällig dabei ist, dass in diesen Fällen häufig eine sehr einseitige Ernährung stattgefunden hat – häufig auch rohköstlich&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot;&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/vegane-ernaehrung-und-keine-impfungen-kind-fast-an-mangelernaehrung-gestorben_id_10752768.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot;&amp;gt;https://www.spiegel.de/panorama/kind-verhungert-bewaehrungsstrafen-fuer-veganer-eltern-a-328416.html &amp;lt;/ref&amp;gt;, dass nach dem Auftreten von Krankheitssymptomen kein Arzt aufgesucht worden ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.focus.de/gesundheit/news/australien-vegan-ernaehrtes-baby-gefaehrlich-unterentwickelt-eltern-droht-nun-gefaengnis_id_10690061.html &amp;lt;/ref&amp;gt; – nicht selten, weil eine generelle Ablehnung gegen die Schulmedizin vorherrschte, dass stattdessen Heilpraktiker aufgesucht worden sind &amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindverhung&amp;quot; /&amp;gt;, oder aber dass Impfungen gegen gefährliche Krankheiten versäumt worden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VNKindImpf&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.oe24.at/welt/weltchronik/Veganer-Eltern-liessen-Tochter-verhungern/283641 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==VeChi-Studie==&lt;br /&gt;
Während in Berichten über in ihrer Entwicklung gehemmte oder verstorbene Kinder, die vegan ernährt worden sind, häufig suggeriert wird, eine vegane Ernährung sei für Kinder generell nicht geeignet, wurde in den ersten Ergebnissen der in Deutschland durchgeführten VeChi-Studie an omnivor, [[Vegetarismus|vegetarisch]] und vegan ernährten Kindern im Alter von 1-3Jahren ein im Durchschnitt normales Wachstum der veganen Probandengruppe festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Weder, S. (2019) Energy, Macronutrient Intake, and Anthropometrics of Vegetarian, Vegan, and Omnivorous Children (1–3 Years) in Germany (VeChi Diet Study) , Nutrients 2019, 11(4): 832; https://doi.org/10.3390/nu11040832&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die Wissenschaftler feststellen konnten, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder in der veganen Probandengruppe mit [[Vitamin B12]] supplementiert wurden, attestierten sie:&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;bei einem Teil der Familien besteht Bedarf für eine qualifizierte Ernährungsberatung.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heger, M. (2018) Vorläufige Ergebnisse VeChi-Studie, Pressemitteilung vom 19.April. 2018: https://www.vechi-studie.de/app/download/11749965412/180419_PM_Vorl%C3%A4ufige%20Ergebnisse_VeChi_Diet.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Kitas und Kindergärten==&lt;br /&gt;
Heute sind bereits die ersten veganen Kindertagesstätten in Deutschland in Betrieb. So zum Beispiel der von der Elterninitiative Veggie-Kids e.V. getragene Mokita-Kinderladen in Frankfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://mokitakinderladen.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://youtu.be/-ZFx6bblw3U&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der von einer Elterninitiative Erdlinge eV. getragene Erdlinge Kindergarten in München&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erdlinge-kiga.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tz.de/welt/gastbeitrag-sti722504/muenchens-erster-veganer-kindergarten-erdlinge-sagen-eltern-skeptikern-zr-10095376.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Berliner Senat gab hingegen in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der AFD bekannt, es sei einer Kita auferlegt worden, &amp;lt;q&amp;gt;eine Wahlmöglichkeit zwischen veganem und nicht veganem Essensangebot sicherzustellen&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Antwort des Berliner Senats (August.2018), Drucksache 18/15892, http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-15892.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezieht sich auf die kritische Einschätzung der [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung eV.|DGE]] zu veganer Kinderernährung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGEPosition&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=168</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=168"/>
		<updated>2020-05-16T15:09:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Rechtschreibfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earth: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Dr. Jeffrey Sachs===&lt;br /&gt;
Zum einen verweist der Autor und Professor der Soziologie Michael Carolan in zwei seiner Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013) The Real Cost of Cheap Food, Routledge, p.101&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=YVXfAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q=16%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781136529771]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013)Reclaiming Food Security, Routledge, p.92&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=RI9YgyFTQbcC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEINjAB#v=onepage&amp;amp;q=%2016%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781135067663]]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, den dieser im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, gehalten hat. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, ist diese Behauptung ohne eine weitere Angaben zur Berechnung nicht brauchbar als Quellenangabe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cunningham et al.===&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Frances Moore Lappé===&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da es sich hierbei um die älteste niedergeschriebene Fassung dieser Behauptung handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich hierbei um deren Ursprung handelt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisch auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=167</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=167"/>
		<updated>2020-05-16T15:08:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Zwischenüberschriften&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Dr. Jeffrey Sachs===&lt;br /&gt;
Zum einen verweist der Autor und Professor der Soziologie Michael Carolan in zwei seiner Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013) The Real Cost of Cheap Food, Routledge, p.101&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=YVXfAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q=16%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781136529771]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013)Reclaiming Food Security, Routledge, p.92&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=RI9YgyFTQbcC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEINjAB#v=onepage&amp;amp;q=%2016%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781135067663]]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, den dieser im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, gehalten hat. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, ist diese Behauptung ohne eine weitere Angaben zur Berechnung nicht brauchbar als Quellenangabe.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cunningham et al.===&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Frances Moore Lappé===&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da es sich hierbei um die älteste niedergeschriebene Fassung dieser Behauptung handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich hierbei um deren Ursprung handelt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisch auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=166</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=166"/>
		<updated>2020-05-16T15:04:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Umformulierung und zwei weitere Quellen im Abschnitt &amp;quot;Ursprung&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen verweist der Autor und Professor der Soziologie Michael Carolan in zwei seiner Bücher&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013) The Real Cost of Cheap Food, Routledge, p.101&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=YVXfAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q=16%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781136529771]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carolan, M.(2013)Reclaiming Food Security, Routledge, p.92&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=RI9YgyFTQbcC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=sachs+1999+16+kg+grain+1+kg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwifw5vm0bjpAhWlxMQBHWoYAdIQ6AEINjAB#v=onepage&amp;amp;q=%2016%20kg%20grain%201%20kg&amp;amp;f=false 9781135067663]]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, den dieser im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, gehalten hat. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, ist diese Behauptung ohne eine weitere Angaben zur Berechnung nicht brauchbar als Quellenangabe.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da es sich hierbei um die älteste niedergeschriebene Fassung dieser Behauptung handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich hierbei um deren Ursprung handelt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisch auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=165</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
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		<updated>2020-05-16T12:20:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Grammatikkorrekur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, verwiesen. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisch auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=164</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=164"/>
		<updated>2020-05-16T12:20:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Korrektur FAO&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, verwiesen. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an für den Menschen essbaren Pflanzen für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Rindfleisches auf im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg, je nach Haltungsart.&amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=163</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=163"/>
		<updated>2020-05-16T12:18:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Absatzkorrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, verwiesen. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=162</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=162"/>
		<updated>2020-05-16T12:17:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Änderungen in Ursprung: Lappé&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, verwiesen. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen sei. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Das führt dazu, dass die Angabe, 16 kg für einen Kilogramm Rindfleisch, nicht auf jedes Rindfleisch verallgemeinert werden kann und für eine allgemeine Ermittlung der verbrauchten Futtermittel nicht geeignet ist. Lappé merkt selbst an, dass diese Berechnungsart unüblich ist und dass wenn man das gesamte Schlachtgewicht wählte, eine Rate von 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch herauskäme.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=161</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=161"/>
		<updated>2020-05-16T12:12:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Zusatz bei Urspung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, verwiesen. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A., Saigo, B. W.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hierbei fällt auf, dass sich die Formulierung geändert hat. Während Sachs noch sagte, dass für jedes Kilogramm Rindfleisch 16 kg Getreide notwendig seien, wird im Buch von Cunningham et al. lediglich behauptet, dass Rinder für 16 kg gefüttertem Getreide und Soja einen Kilogramm an essbarem Gewicht zulegen würden. Diese Formulierung impliziert nicht mehr, dass eine Fütterung einer solchen Menge an Getreide und Soja notwendig oder üblich sei. Die Möglichkeit Rinder verstärkt oder ausschließlich mit anderen Futtermitteln zu mästen wird durch diese Formulierung nicht mehr ausgeschlossen.&amp;lt;br&amp;gt;In dem Buch werden allerdings keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffe der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen ist. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Wie sie selbst anmerkt, ist das unüblich und wählte man das gesamte Schlachtgewicht, käme man auf 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=160</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=160"/>
		<updated>2020-05-16T12:02:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Ausdruckskorrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, verwiesen. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A.; Cunningham, M.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dem Buch werden keine Quellen für diese Aussage angegeben.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffen der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen ist. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Wie sie selbst anmerkt, ist das unüblich und wählte man das gesamte Schlachtgewicht, käme man auf 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=159</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=159"/>
		<updated>2020-05-16T12:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Leerzeichenkorrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, verwiesen. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A.; Cunningham, M.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber auch hier verläuft sich die Spur im Sand.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffen der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen ist. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Wie sie selbst anmerkt, ist das unüblich und wählte man das gesamte Schlachtgewicht, käme man auf 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=158</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=158"/>
		<updated>2020-05-16T11:59:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Grammatikkorrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa, verwiesen. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen. &amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A.; Cunningham, M.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber auch hier verläuft sich die Spur im Sand.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffen der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen ist. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Wie sie selbst anmerkt, ist das unüblich und wählte man das gesamte Schlachtgewicht, käme man auf 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=157</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
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		<updated>2020-05-16T11:57:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Ausdruckskorrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro Kilogramm Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird. Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen. &amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A.; Cunningham, M.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber auch hier verläuft sich die Spur im Sand.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffen der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen ist. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Wie sie selbst anmerkt, ist das unüblich und wählte man das gesamte Schlachtgewicht, käme man auf 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=156</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=156"/>
		<updated>2020-05-16T11:57:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Rechtschreibfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro kg Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbare Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird. Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen. &amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A.; Cunningham, M.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber auch hier verläuft sich die Spur im Sand.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffen der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen ist. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Wie sie selbst anmerkt, ist das unüblich und wählte man das gesamte Schlachtgewicht, käme man auf 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=155</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=155"/>
		<updated>2020-05-16T11:56:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Ausdruckskorrekuren&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro kg Rindfleisch im Durchschnitt zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbarer Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist in der Umwelt- und Tierschutzbewegung weit verbreitet. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird. Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen. &amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A.; Cunningham, M.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber auch hier verläuft sich die Spur im Sand.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffen der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen ist. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Wie sie selbst anmerkt, ist das unüblich und wählte man das gesamte Schlachtgewicht, käme man auf 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_16_kg_Getreide_f%C3%BCr_1_kg_Rindfleisch&amp;diff=154</id>
		<title>Mythos: 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch</title>
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		<updated>2020-05-16T11:48:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: Erstellung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unter Umweltaktivist_innen und Veganer_innen ist das Argument verbreitet, dass bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch ganze 16 kg für den Menschen essbares Getreide gebraucht würde. Eine solche Umwandlungsrate bedeutete zum einen eine große Umweltbelastung und zum anderen wäre es eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, während Menschen in anderen Teilen der Erde hungern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; Bei der Produktion von Rindfleisch werden vor allem solche Pflanzen eingesetzt, die für den menschlichen Konsum nicht geeignet sind. Zugefüttert werden pro kg Rindfleisch zwischen 3,9 kg und 9,4 kg für den Menschen essbarer Pflanzen, je nach Haltungsart.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbreitung==&lt;br /&gt;
Die 16 kg Getreide für 1 kg Rindfleisch Statistik ist geradezu ikonisch in der Umwelt- und Tierschutzbewegung. Neben zahlreichen Büchern&amp;lt;ref&amp;gt;Buchbeispiele zu der 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Kemmerer, L. (2014) Eating Earthj: Environmental Ethics and Dietary Choice, Oxford University Press&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=n2uJBAAAQBAJ&amp;amp;dq=eating+animals+16+kg+grain&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s 9780199391868]]&lt;br /&gt;
* Stranz, S.(2014) Lebensreform heute: Gesunde Lebensweise in der modernen Gesellschaft, Books on Demand, p.12&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=ic-NAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783735726582]] &lt;br /&gt;
* Stegmüller-Lang, S.(2014) Tierschutz macht Sinn: Aufmerksamkeit statt Tiervergessenheit, novum pro Verlag&amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?id=fGl3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT72&amp;amp;dq=%2216+kg+getreide%22+f%C3%BCr+1+kg+Rindfleisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjro_2Am7jpAhVOKewKHSJ-C64Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=%2216%20kg%20getreide%22%20f%C3%BCr%201%20kg%20Rindfleisch&amp;amp;f=false 9783990385586]] &amp;lt;/ref&amp;gt; und Blog-Einträgen&amp;lt;ref&amp;gt;Blogeintrag-Beispiele für die 16 kg Angabe:&lt;br /&gt;
* Fabian, J.(2014) Tiere essen, Forest Guardian Blog&amp;lt;br&amp;gt; http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105523/http://www.fsc-watch.org/blog/?p=427&amp;amp;more=1&amp;amp;c=1&amp;amp;tb=1&amp;amp;pb=1&lt;br /&gt;
* Pischel, N. (2011) Die acht Ernährungslügen, Rohkost-Blog &amp;lt;br&amp;gt; http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516105911/http://www.heilkost.de/blog/veganismus/die-acht-ernaehrungsluegen/&lt;br /&gt;
* die UmweltDruckerei  (2019) Nur 5 Gründe für den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, die UmweltDruckerei&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dieumweltdruckerei.de/blog/fleischfrei/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: &amp;lt;/ref&amp;gt;, wird diese Statistik auch von großen Organisationen verbreitet, wie beispielsweise Swissveg&amp;lt;ref&amp;gt;Swissveg(2019) Umwelt&amp;amp;Ernährung &amp;lt;br&amp;gt; https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516110819/https://www.swissveg.ch/umweltfakten &amp;lt;/ref&amp;gt;, Peta&amp;lt;ref&amp;gt;Peta (2012) Veganismus: Verantwortungsvoll und gesund genießen https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516111926/https://www.peta.de/veganismus-verantwortungsvoll-und-gesund-geniessen &amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem WWF.&amp;lt;ref&amp;gt;WWF (2011) Klimaerwärmung durch Fleischkonsum?, p.2 &amp;lt;br&amp;gt; http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516112424/http://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Fleisch_und_Klima_07102011.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Quellen auf die für diese Angabe verwiesen wird. Zum einen wird auf einen Vortrag des Ökonomen, Dr. Jeffrey Sachs, im Rahmen des Borlaug Dialogue 2009 in Des Moines, Iowa. In diesem Vortrag sagte Sachs unter anderem: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;As you know, a kilogram of final beef consumption requires up to 16 kilograms of grain input.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Sachs, J.(2009) Food at the Center of Global Crisis, transcript 2009 Borlaug Dialogue&amp;lt;br&amp;gt; https://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20130806044209/http://www.worldfoodprize.org/documents/filelibrary/images/borlaug_dialogue/2009_speakers/transcripts/2009BorlaugDialogueSachs_5B59FDFD3AF58.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl sich Sachs lange mit dem Problem des Welthungers beschäftigt hat, kann man sich auf sein Urteil nicht verlassen. Seine Quelle für die Behauptung ist nicht weiter nachverfolgbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In verschiedenen Büchern, wie bspw. im Buch &amp;lt;q&amp;gt;The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World&amp;lt;/q&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Lomborg, B. (2003) The Skeptical Environmentalist: Measuring the Real State of the World, McGraw-Hill, p.236&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: [[https://books.google.de/books?id=JuLko8USApwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=The+Skeptical+Environmentalist:+Measuring+the+Real+State+of+the+World&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpYfXmrjpAhUCsKQKHRjNBj8Q6AEIKDAA#v=snippet&amp;amp;q=1%20kg%20of%20edible%20beef%20costs%2016%20kg%20of%20grain&amp;amp;f=false 9780521010689]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird sich mit der Behauptung auf ein Lehrbuch mit dem Titel &amp;lt;q&amp;gt;The Environmental Science: A Global Concern&amp;lt;/q&amp;gt; bezogen. &amp;lt;ref&amp;gt;Cunningham, W. P.; Cunningham, M. A.; Cunningham, M.(2009) Environmental Science: A Global Concern, McGraw-Hill Higher Education, Pennsylvania State University, 7th edition, p.185&amp;lt;br&amp;gt; ISBN: &amp;lt;br&amp;gt; [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=YDDL--vdFEgC&amp;amp;dq=Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22Every+16+kg+of+grain+and+soybeans+fed+to+beef+cattle+in+feedlots+produce+about+1+kg+of+edible+beef.%22 9780070294264]]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der siebten Auflage aus dem Jahr 2009 heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;Every 16 kg of grain and soybeans fed to beef cattle in feedlots produce about 1 kg of edible beef.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber auch hier verläuft sich die Spur im Sand.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu einer dritten gelegentlich angeführte Quelle führen Nachforschungen des antiveganblogs.&amp;lt;ref&amp;gt;antiveganblog(2013) 16 Kilo Getreide für 1 Kilo Fleisch – NICHT! &amp;lt;br&amp;gt; https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/ &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200515211211/https://www.antiveganforum.com/16-kilo-getreide-fur-1-kilo-fleisch-nicht/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;lt;q&amp;gt;Diet for a Small Planet&amp;lt;/q&amp;gt; aus dem Jahr 1991 berichtet die amerikanische Autorin und Aktivistin, Frances Moore Lappé:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;&#039;&#039;For every 16 pounds of grain and soy fed to beef cattle on the United States we only get 1 pound back in meat on our plates.&#039;&#039;&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Lappé, F. M. (1991) Diet for a Small Planet, Ballantine Books, University of Michigan, 20. Auflage, &amp;lt;br&amp;gt;ISBN: [[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=6XtHAAAAMAAJ&amp;amp;dq=9780345321206&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=16+pound 9780345321206]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer Fußnote (Fußnote 13) führt sie eine Berechnung auf, die sie mit einigen Annahmen selbst durchgeführt hat, und kommt dabei darauf, dass für ein Pfund essbaren Rindfleisches etwa 16-17 Pfund Getreide und Soja notwendig seien.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die maßgebliche Annahme, die ihre Berechnung von anderen unterscheidet, ist, dass sie die Menge an konsumiertem Soja und Getreide nur auf die Fleischmenge bezieht, deren Synthese man tatsächlich auf den Konsum von Getreide und Soja zurückführen könne, nicht aber auf die Menge an Fleisch, dessen Synthese durch andere Futtermittel, wie beispielsweise Silage oder Abfallstoffen der Pflanzenölproduktion, zurückzuführen ist. Konkret bedeutet das, dass sie nur einen Teil des tatsächlichen Schlachtgewichtes, nämlich 40 %, durch die konsumierte Menge an Getreide und Soja dividiert. Wie sie selbst anmerkt, ist das unüblich und wählte man das gesamte Schlachtgewicht, käme man auf 7 Pfund Getreide und Soja für einen Kilogramm Rindfleisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Ebd., p.9&amp;amp; 464&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine zweite Annahme, die sie trifft, ist, dass die 25 % Gewichtsanteil von Getreide und Soja am Gesamtfutter nicht 25 %, sondern 40 % zur Gewichtszunahme des Rindes beitragen würden. Für diese Annahme beruft sie sich auf nicht näher benannte Experten. Aufgrund der höheren Energiedichte von Getreide und Soja gegenüber Silage und Gras ist der höhere Anteil an der Gewichtszunahme jedoch nachvollziehbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==FAO-Einschätzung==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) aus dem Jahr 2017 schätzt den Futterbedarf an Getreide für die Synthese von einem Kilogramm knochenfreiem für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleisches von Wiederkäuern auf 2,8 Kilogramm. &amp;lt;ref&amp;gt;Mottet, A., de Haan, C., Falcucci, A., Tempio, G., Opio, C., &amp;amp; Gerber, P. (2017). Livestock: On our plates or eating at our table? A new analysis of the feed/food debate. Global Food Security, 14, 1-8.&amp;lt;br&amp;gt;https://doi.org/10.1016/j.gfs.2017.01.001 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM)  der FAO zu Folge, machte im Jahr 2010 Getreide im Schnitt nur 13 % des Gewichtes der weltweiten Gesamtfuttermenge aus.&amp;lt;ref&amp;gt; FAO (2010) Global Livestock Environmental Assessment Model http://www.fao.org/gleam/results/en/#c300947 &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200516101758/http://www.fao.org/gleam/results/en/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=153</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=153"/>
		<updated>2020-05-16T08:46:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Auswertung der Global Burden of Disease Study */  Meerestiere statt Meeresfrücht -&amp;gt; speziesistische Sprache&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So äußerte er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert hat, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund ist. Mills ist mit seiner Behauptung man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast, bspw. in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Interview mit Claus vom Youtube-Kanal &amp;quot;PlantBasedNews&amp;quot; äußerte Mills:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]if you look at our physiology, we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PLANTBASEDNEWS(03.01.2018)SCAVENGERS or HERBIVORES? Human Diet Explained - Dr. Milton Mills &amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/nS2_Q1NY8nU?t=50 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslösen würde, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für Nahrungsmittel ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann dieses Argument nicht hinreichend für den Veganismus argumentieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädator (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. ermittelten mit Verzehrsdaten der Jahre 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref&amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 2 und 3 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1-Genes in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende [https://de.wikipedia.org/wiki/Einzelnukleotid-Polymorphismus Einzelnukleotid-Polymorphismen] (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers. Die Mutationen ermöglichen so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Vorgehensweise der Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein. So könnten neue Nährstoffquellen erschlossen worden sein ohne dass es physiologische Anpassungen des Verdauungstraktes dafür nötig gewesen wäre. &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt; DGE()10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meerestieren. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=152</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
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		<updated>2020-05-07T16:26:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Ernährungsorganisationen */  Wort fehlte&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So äußerte er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert hat, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund ist. Mills ist mit seiner Behauptung man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast, bspw. in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Interview mit Claus vom Youtube-Kanal &amp;quot;PlantBasedNews&amp;quot; äußerte Mills:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]if you look at our physiology, we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PLANTBASEDNEWS(03.01.2018)SCAVENGERS or HERBIVORES? Human Diet Explained - Dr. Milton Mills &amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/nS2_Q1NY8nU?t=50 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslösen würde, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für Nahrungsmittel ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann dieses Argument nicht hinreichend für den Veganismus argumentieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädator (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. ermittelten mit Verzehrsdaten der Jahre 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref&amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 2 und 3 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1-Genes in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende [https://de.wikipedia.org/wiki/Einzelnukleotid-Polymorphismus Einzelnukleotid-Polymorphismen] (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers. Die Mutationen ermöglichen so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Vorgehensweise der Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein. So könnten neue Nährstoffquellen erschlossen worden sein ohne dass es physiologische Anpassungen des Verdauungstraktes dafür nötig gewesen wäre. &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt; DGE()10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meeresfrüchten. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=151</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=151"/>
		<updated>2020-05-07T15:24:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Physiologische Einordnung */  Cucinivore ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So äußerte er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert hat, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund ist. Mills ist mit seiner Behauptung man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast, bspw. in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Interview mit Claus vom Youtube-Kanal &amp;quot;PlantBasedNews&amp;quot; äußerte Mills:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]if you look at our physiology, we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PLANTBASEDNEWS(03.01.2018)SCAVENGERS or HERBIVORES? Human Diet Explained - Dr. Milton Mills &amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/nS2_Q1NY8nU?t=50 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslösen würde, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für Nahrungsmittel ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann dieses Argument nicht hinreichend für den Veganismus argumentieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädator (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. ermittelten mit Verzehrsdaten der Jahre 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref&amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 2 und 3 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1-Genes in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende [https://de.wikipedia.org/wiki/Einzelnukleotid-Polymorphismus Einzelnukleotid-Polymorphismen] (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers. Die Mutationen ermöglichen so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Vorgehensweise der Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein. So könnten neue Nährstoffquellen erschlossen worden sein ohne dass es physiologische Anpassungen des Verdauungstraktes dafür nötig gewesen wäre. &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt; DGE()10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meeresfrüchten. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=150</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=150"/>
		<updated>2020-05-07T15:16:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Ökologische Einordnung */ Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So äußerte er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert hat, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund ist. Mills ist mit seiner Behauptung man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast, bspw. in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Interview mit Claus vom Youtube-Kanal &amp;quot;PlantBasedNews&amp;quot; äußerte Mills:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]if you look at our physiology, we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PLANTBASEDNEWS(03.01.2018)SCAVENGERS or HERBIVORES? Human Diet Explained - Dr. Milton Mills &amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/nS2_Q1NY8nU?t=50 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslösen würde, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für Nahrungsmittel ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann dieses Argument nicht hinreichend für den Veganismus argumentieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädator (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. ermittelten mit Verzehrsdaten der Jahre 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref&amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 2 und 3 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1 in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende Einzelnukleotid-Polymorphismen (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers und ermöglicht so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Methode zur Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt; DGE()10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meeresfrüchten. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=149</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
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		<updated>2020-05-06T10:47:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Philosophische Einordnung */Wort fehlte&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So äußerte er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert hat, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund ist. Mills ist mit seiner Behauptung man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast, bspw. in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Interview mit Claus vom Youtube-Kanal &amp;quot;PlantBasedNews&amp;quot; äußerte Mills:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]if you look at our physiology, we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PLANTBASEDNEWS(03.01.2018)SCAVENGERS or HERBIVORES? Human Diet Explained - Dr. Milton Mills &amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/nS2_Q1NY8nU?t=50 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslösen würde, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für Nahrungsmittel ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann dieses Argument nicht hinreichend für den Veganismus argumentieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädator (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. ermittelten mit Verzehrsdaten der Jahr 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref&amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 1 und 2 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1 in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende Einzelnukleotid-Polymorphismen (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers und ermöglicht so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Methode zur Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt; DGE()10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meeresfrüchten. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=148</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=148"/>
		<updated>2020-05-06T08:17:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Verwendung */  Korrektur ZItatquelle&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So äußerte er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert hat, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund ist. Mills ist mit seiner Behauptung man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast, bspw. in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Interview mit Claus vom Youtube-Kanal &amp;quot;PlantBasedNews&amp;quot; äußerte Mills:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]if you look at our physiology, we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PLANTBASEDNEWS(03.01.2018)SCAVENGERS or HERBIVORES? Human Diet Explained - Dr. Milton Mills &amp;lt;br&amp;gt;https://youtu.be/nS2_Q1NY8nU?t=50 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslösen würde, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann dieses Argument nicht hinreichend für den Veganismus argumentieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädator (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. ermittelten mit Verzehrsdaten der Jahr 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref&amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 1 und 2 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1 in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende Einzelnukleotid-Polymorphismen (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers und ermöglicht so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Methode zur Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt; DGE()10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meeresfrüchten. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.vegipedia.de/index.php?title=Mythos:_Der_Mensch_ist_ein_Pflanzenfresser&amp;diff=147</id>
		<title>Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser</title>
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		<updated>2020-05-06T07:56:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Max Grassfed: /* Cucinivore */  Fragezeichen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein häufig von Veganer_innen vorgebrachtes Argument ist, dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei und deshalb eine Ernährung, die tierische Bestandteile ausschließt ([[vegane Ernährung]]) gesünder sei als eine Ernährung, die auch tierische Produkte miteinschließt (Mischkost).&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tatsächlich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Der Mensch befindet sich auf dem Trophieniveau 2,21 und ist daher ein Allesfresser.&lt;br /&gt;
* Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass tierische Bestandteile in der Ernährung nicht per se ungesund sind.&lt;br /&gt;
* Ernährungsorganisationen weltweit empfehlen einen gemäßigten Konsum tierischer Nahrungsmittel, da sie gute Nährstofflieferanten sind, ein zu hoher Konsum tierischer Produkte jedoch mit gesundheitlichen Nachteilen assoziiert ist.&lt;br /&gt;
* Eine gut geplante und supplementierte [[vegane Ernährung]] wird von Ernährungsorganisationen allerdings ebenfalls als gesund eingestuft.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung==&lt;br /&gt;
Bei der Behauptung, der Mensch sei ein Pflanzenfresser, wird sich häufig auf den Amerikaner Milton R. Mills MD und seinen dazu verfassten allerdings in keinem wissenschaftlichen Journal publizierten Artikel „The Comparative Anatomy of Eating“ bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mills, M.(1996) The Comparative Anatomy of Eating, adappt.org, &amp;lt;br&amp;gt; http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200505183716/http://adaptt.org/archive/Mills%20The%20Comparative%20Anatomy%20of%20Eating1.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mills ist Siebenten-Tags-Adventist und fällt durch religiös geprägte Auffassungen wie die wissenschaftlich widerlegten Hypothesen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Kreationismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Intelligent Design] auf. So äußerte er sich in einem Interview mit der Seite vegparadise zur veganen Ernährung mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;This is a diet God designed as safe.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Mills, M.; im Interview mit vegparadise&amp;lt;br&amp;gt;https://www.vegparadise.com/24carrot.html&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20191206144121/https://vegparadise.com/24carrot.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Mit dieser Aussage bringt er zum Ausdruck, dass sich der Mensch seiner Auffassung nach nicht durch Anpassungen im Laufe seiner Evolution auf eine Ernährung spezialisiert hat, sondern bei seiner Erschaffung so designt worden sei, dass eben die pflanzenbasierte Ernährung für ihn gesund ist. Mills ist mit seiner Behauptung man könne die Eignung einer veganen Ernährung anhand von anatomischen Vergleichen mit anderen Tieren ableiten auf veganen Kongressen und in Dokumentationen zu Gast. So berichtete er in der öffentlich viel beachteten Dokumentation „What the Health“: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;q&amp;gt;[…]we are truly strict herbivores and that is why when we depart from a strictly plant based diet we become ill.&amp;lt;/q&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andersen, K.; Kuhn, K.(2017) What The Health &amp;lt;br&amp;gt;https://www.whatthehealthfilm.com/&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Behauptung, dass eine Abweichung von einer strikt pflanzenbasierten Ernährung Krankheiten auslösen würde, deckt sich nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (mehr dazu unter [[Mythos: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser#Auswertung der Global Burden of Disease Study|Auswertung der Global Burden of Disease Study]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass der Mensch ein Pflanzenfresser sei wird auch in anderen Medien veganen Hintergrundes verbreitet. So wird diese Behauptung beispielsweise auf den deutschen Youtube-Kanälen „Lichtblick“, „Vegan ist ungesund“ und weiteren propagiert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophische Einordnung==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[Veganismus]]}}&lt;br /&gt;
Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich hierbei nicht um ein philosophisches Argument für den Veganismus handelt, sondern um eine Ernährungsempfehlung anhand einer angenommenen biologischen Sachlage.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Veganismus]] ist eine ethische Position, deren Befürworter Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren vermeiden möchten. Da solche nicht nur für ausgeübt werden, sondern auch beispielsweise für Kleidung, Kosmetik oder Unterhaltung, kann dieses Argument nicht hinreichend für den Veganismus argumentieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ökologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser ist eine vereinfachte Form des Modells der [[wikipedia:trophic levels|Trophieniveaus]]. Demnach können Organismen im Nahrungsnetz anhand ihrer Ernährung grob in Trophieniveaus eingeteilt werden - (1) Primärpoduzenten, (2) Pflanzenfresser, (3) Fleischfresser (verzehren hauptsächlich Pflanzenfresser), (4-5) Spitzenprädator (verzehren hauptsächlich Fleischfresser). Diese Trophieniveau-Einordnung kann einen Anhaltspunkt liefern, wie sich der Organismus in seinem Ökosystem platziert. Bonhommeau et al. ermittelten mit Verzehrsdaten der Jahr 1961–2009 die Trophieniveaus der Menschen. Im Jahr 2009 liegen die Trophieniveaus der Menschen je nach Region und sozio-ökonomischen Status zwischen 2,04 und 2,57. Im Schnitt liegen Menschen der Studie zu Folge im Jahr 2009 bei einem Trophieniveau von 2,21. Über die Jahre ist das Trophieniveau - insbesondere in Entwicklungsländern erkennbar - proportional zum wachsenden Fleischkonsum angestiegen. Im Gegensatz dazu ist das Trophieniveau der Isländer von 2,76 im Jahr 1974 auf 2,57 im Jahr 2009 abgesunken.&amp;lt;ref&amp;gt; Bonhommeau, S., Dubroca, L., Le Pape, O., Barde, J., Kaplan, D. M., Chassot, E., &amp;amp; Nieblas, A. E. (2013). Eating up the world’s food web and the human trophic level. Proceedings of the National Academy of Sciences, 110(51), 20617-20620.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1073/pnas.1305827110 &amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach liegt der Mensch zwischen den Trophieniveaus 1 und 2 und ist daher als Allesfresser einzuordnen, hat dabei allerdings in der Regel eine Tendenz zum Pflanzenfresser.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Physiologische Einordnung==&lt;br /&gt;
Das aufgeworfene Argument des Menschen als Pflanzenfresser zielt jedoch nicht auf die ökologische Einordnung ab, sondern auf eine angebliche physiologische Eignung. Typischerweise gehen mit einem Fokus auf eine Nahrungsquelle – Pflanzen oder Fleisch – physiologische Spezialisierungen einher. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsbestandteile besser verdaut und aufgenommen werden, schädliche Bestandteile in der Nahrung vertragen werden oder essentielle Nährstoffe, die in der hauptsächlich gewählten Nahrung nicht vorhanden sind, vom Körper selbst hergestellt werden. Bei Menschen ist auffällig, dass diese Fähigkeiten aufweisen, die ihnen sowohl den Konsum pflanzlicher als auch den Konsum tierischer Nahrung erleichtern. Ein Indiz darauf, dass der Mensch auch physiologisch auf eine Mischkost ausgelegt sein könnte. Auf der einen Seite stehen Anpassungen, wie ein doppeltes Auftreten des AMY1 in Menschen aus Agrargesellschaften, das dazu führt, dass diese Menschen mehr Amylase in ihrem Speichel bilden und so Stärke besser verdauen können.&amp;lt;ref&amp;gt; Perry, G. H., Dominy, N. J., Claw, K. G., Lee, A. S., Fiegler, H., Redon, R., ... &amp;amp; Carter, N. P. (2007). Diet and the evolution of human amylase gene copy number variation. Nature genetics, 39(10), 1256-1260.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng2123 &amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite stehen beim Menschen auftretende Einzelnukleotid-Polymorphismen (vereinfacht Mutationen) im Zusammenhang mit einer Bildung des Enzyms Laktase über die Zeit des Säuglingsalters hinaus. Das Enzym ist verantwortlich für die Verdauung des Milchzuckers und ermöglicht so erwachsenen Menschen die Verdauung von unverarbeiteter Milch. &amp;lt;ref&amp;gt; Tishkoff, S. A., Reed, F. A., Ranciaro, A., Voight, B. F., Babbitt, C. C., Silverman, J. S., ... &amp;amp; Ibrahim, M. (2007). Convergent adaptation of human lactase persistence in Africa and Europe. Nature genetics, 39(1), 31-40. &amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1038/ng1946 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Beispiele zeigen auch eindrücklich, wie schnell Anpassung an veränderte Selektionsdrücke sich im Erbgut niederschlagen können.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Cucinivore?===&lt;br /&gt;
Die Beobachtung, dass Änderungen in der Ernährungsweise des Menschen in den letzten Jahrtausenden sich bereits im Erbgut des Menschen niedergeschlagen haben, wie auch das Faktum, dass Menschen ihre Nahrung häufig vor dem Verzehr bereits verarbeiten, brachte Furness  et al. im Jahr 2015 zu der Einschätzung des Menschen als „Cucinivoren“. Verwiesen wird auf die 300.000-400.000 Jahre alte Methode zur Nahrungsverarbeitung durch Kochen. Zudem werden weitere Methoden angeführt, wie das Zermahlen und die Verarbeitung durch Lagerung, wie bspw. das Gären, das Fermentieren oder das Aushängen. Furness et al. zu Folge könnten diese Verhaltensweisen eine Ursache für die spezifischen Charakteristika des menschlichen Verdauungstraktes sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Humans as cucinivores: comparisons with other species. Journal of Comparative Physiology B, 185(8), 825-834.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1007/s00360-015-0919-3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Furness, J. B., Cottrell, J. J., &amp;amp; Bravo, D. M. (2015). Comparative gut physiology symposium: comparative physiology of digestion. Journal of animal science, 93(2), 485-491.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.2527/jas.2014-8481 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vitamin B12===&lt;br /&gt;
Ein eindrückliches Indiz darauf, dass der Mensch kein reiner Pflanzenfresser ist, ist die mangelnde Fähigkeit, das in seinem Verdauungstrakt gebildete Vitamin B12 dort auch aufzunehmen, sodass der Mensch auf eine externe Quelle des Vitamins angewiesen ist. Es sind derzeit keine Pflanzen bekannt, die den Bedarf dieses Vitamins zuverlässig decken können. Daher wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu einer Supplementation dieses Vitamins geraten, sollte man keine oder nicht ausreichend tierische Produkte zur Deckung des Bedarfs verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richter, M. et al. (2016) DGE-Position &amp;quot;Vegane Ernährung&amp;quot;: https://doi.org/10.4455/eu.2016.021 - deutsch: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf &amp;lt;br&amp;gt; Archiv: https://web.archive.org/web/20200409171608/https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Ernährungsorganisationen==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|[[vegane Ernährung]]}}&lt;br /&gt;
Ernährungsorganisationen empfehlen den regelmäßigen Konsum tierischer Produkte, da diese gut verfügbare Quellen für essentielle Nährstoffe darstellen. Die DGE empfiehlt auf Grundlage der von ihr ausgewerteten Studien täglich Milch und Milchprodukte und ein bis zweimal in der Woche Fisch zu essen. Wer Fleisch esse, solle nicht mehr als 300-600g in der Woche verzehren.&amp;lt;ref&amp;gt; DGE()10-Regeln der DGE&amp;lt;br&amp;gt; https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf&amp;lt;br&amp;gt;Archiv: https://web.archive.org/web/20200504205645/https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gut geplante und supplementierte wird von Ernährungsorganisationen jedoch ebenfalls als bedarfsgerecht eingestuft (siehe [[vegane Ernährung]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Auswertung der Global Burden of Disease Study==&lt;br /&gt;
Afshin et al. publizierten 2019 eine Studie, die auf Grundlage von epidemiologischen Daten ermittelte, welchen Einfluss spezifische Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko der Entwicklung von ernährungsbedingten Krankheiten. Anzumerken ist, dass Studien dieser Art nur eine vorsichtige Einschätzung erlauben.&amp;lt;ref&amp;gt; Afshin, A., Sur, P. J., Fay, K. A., Cornaby, L., Ferrara, G., Salama, J. S., ... &amp;amp; Afarideh, M. (2019). Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet, 393(10184), 1958-1972.&amp;lt;br&amp;gt; https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30041-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Einfluss attestieren Afshin et al. einem zu hohen Salzkonsum und einem zu geringen Konsum von Vollkornprodukten, Früchten, Nüssen, Samen und Gemüse, sowie zu wenig konsumierten langkettigen Omega-3-Fettsäuren vornehmlich aus Fischen und Meeresfrüchten. Der Einfluss des Konsums anderer tierischer Produkte auf das Risiko an einer ernährungsbedingten Krankheit zu sterben ist eher gering. Während der Konsum von zu viel verarbeiteten Fleisch sich geringfügig negativ auswirkt, ist der Konsum von Milch ebenfalls schwach mit präventiven Auswirkungen assoziiert. Diese Ergebnisse können die Hypothese, dass der Mensch nicht geeignet sei tierische Produkte zu verzehren oder dadurch sogar krank werde nicht stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Max Grassfed</name></author>
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